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Kambodscha Travel Guide – das musst du wissen, Teil 2

Fortsetzung von Kambododscha Travel Guide – das musst du wissen

8. Geld in Kambodscha
In Kambodscha kannst du überall sowohl mit US-Dollar als auch mit der eigenen Landeswährung Riel (1 Dollar = 4.000 Riel) bezahlen. In der Regel bezahlst du vor allem etwas größere Summen mit Dollarscheinen und bekommst das Wechselgeld in Riel zurück. Du kannst aber auch bei einem Einkauf oder im Restaurant beide Währungen miteinander kombinieren. Das hört sich vielleicht erst mal etwas kompliziert an, klappt aber in der Praxis super.

Vor allem in den größeren Orten gibt es ausreichend ATMs, an denen du problemlos Geld (Dollar oder Riel) abheben kannst. In den ländlicheren Regionen und vor allem auf den Inseln (zum Beispiel Koh Rong & Koh Rong Samloem) gibt es keine Geldautomaten. Daher solltest du dich vorab, mit ausreichend Bargeld eindecken. Meine Empfehlung: Ich habe mir bereits aus Deutschland ein paar Hundert Dollar mitgebracht, so musste ich vor Ort nur noch einmal abheben. Achte dabei, eher kleinere Dollarnoten – also überwiegend 10er oder 20er – mitzunehmen. Außerdem ist es ratsam, immer ein wenig Kleingeld in der Hosentasche zu haben, damit du kleinere Summen zum Beispiel auf dem Markt oder im Tuk Tuk möglichst passend bezahlen kannst, da es sonst bei größeren Geldscheinen schwieriger mit dem Wechselgeld werden kann.

In größeren Hotels kann man manchmal auch mit Kreditkarte bezahlt werden. Wenn das möglich ist, erkunde dich vorab, ob hierfür extra Kosten zusätzlich berechnet werden.

9. Kosten & Budget
Im Vergleich zu Europa aber auch zu anderen asiatischen Ländern ist Kambodscha relativ preiswert – und zum Beispiel etwas günstiger als das beliebte Nachbarland Thailand (aber auch teurer als Vietnam oder Laos). Eintrittsgelder können jedoch das Reisebudget ein wenig sprengen. So kostet beispielsweise ein 1-tägiges Ticket für die Tempel von Angkor Wat seit Januar 2017 stolze 37$ (vorher 20$) und der Eintritt im wunderschönen Königspalast in Phnom Penh 10$. Und auch regelmäßige Tuk Tuk Fahrten lassen den Geldbeutel gewaltig schrumpfen. Dennoch kann man in Kambodscha relativ günstig leben. Wirklich tolle Unterkünfte teilweise sogar mit Pool kannst du für 20-25$ problemlos bekommen. Du kannst in einfachen Restaurants, Garküchen oder auf den Märkten bereits für 1,5-3$ ein köstliches Essen bekommen. Ein Bier bekommst du sogar schon für 0,75-1$, Fresh Juice und Kaffee kosten im Durchschnitt je 1$. Und Busfahrten in einem Minibus kosten je nach Distanz zwischen 8-12 $.

Gemeinsam mit meinem Sohn bin ich mit einem Tagesbudget von ungefähr 45-50 Dollar sehr gut ausgekommen.

ca. 20-22 $ für Unterkünfte
ca. 15-18 $ für Essen, Trinken & sonstiges
ca. 10 $ für Transport (Busticket & Tuk Tuk)

Beachte, dass die Preise auf den Inseln – also zum Beispiel auf Koh Rong Samloem – um einiges höher sind. Hier kannst du in der Regel mit dem Doppelten oder vielleicht sogar mit mehr rechnen.

10. Internet & Telefon
Generell war ich sehr erstaunt, wie gut größtenteils das Internet in Kambodscha funktioniert. In vielen Hotels, Guesthouses, Bars & Restaurants gibt es kostenloses WLAN. Jedoch kann dieses sehr langsam sein – vor allem, wenn viele Menschen gleichzeitig im Internet sind. Deswegen meine Empfehlung: Besorge dir gleich am Anfang deiner Reise eine Sim-Karte, die in der Regel einen Monat gültig ist. So bist du fast überall mobil und kannst auch telefonieren. Eine Sim-Karte bekommst du für ein paar Dollar bereits am Flughafen – oder beispielsweise in Phnom Penh am Fluss (Smart Shop Preah Sisowath Quay) oder auf dem Nachtmarkt (Cellcard). Ich habe mir eine Karte von der Telefongesellschaft Smart gekauft. Eine sehr gute Wahl, denn ich hatte – abgesehen von Koh Rong Samloem – eigentlich fast immer sehr gutes Netz, sogar auf dem Land. Für 6 Dollar habe ich 4 GB Datenvolumen und 100 Freiminuten für Inlandsgespräche gehabt. Sicherheitshalber deinen Reisepass mitnehmen, denn einige Anbieter wollen diesen sehen. Weitere gute Anbieter sind Cellcard & Metfone.

11. Unterkünfte: Hostels, Guesthouses & Hotels
Das Angebot an Unterkünften ist in Kambodscha sehr gut – und das zu relativ moderaten Preisen. Bereits für 5-10$ kannst du in einem Schlafsaal schlafen. Das kam für mich mit einem Kind natürlich nicht infrage. Trotzdem habe ich in guten Hostels, wunderschönen Guesthouses und einmal sogar in einem Luxushotel meistens mit Pool durchschnittlich 20-25$ ohne Frühstück bezahlt. So schön und vor allem günstig kann man meiner Meinung nach in der Regel in Thailand nicht übernachten.

Da das Angebot an vielen Hot Spots relativ umfangreich ist, hatte ich im November / Dezember überhaupt keine Probleme ein Zimmer zu bekommen. Generell habe ich die Zimmer frühestens einen Abend vorher – oder auch auf der Busfahrt über mein Handy gebucht. Da ich ja mit meiner kambodschanischen Sim-Karte immer mobil war, funktionierte das einwandfrei. In der Regel habe ich die Zimmer vorab für 1-2 Nächte über die Portale Booking.com oder Agoda gebucht. Wenn ich mich vor Ort dann entschieden habe, doch länger zu bleiben, konnte ich mir oft in der Unterkunft noch einen besseren Preis aushandeln.

Tipp: Da das Angebot an Unterkünften jedoch auf den beliebten Inseln sehr begrenzt ist, würde ich hier unbedingt etwas im Voraus buchen. Vor allem während der Weihnachtszeit & Silvester ist es hier so voll, dass es schwierig wird, einen gescheiten und vor allem bezahlbaren Schlafplatz zu finden.

12. Essen in Kambodscha
In Kambodscha kannst du bereits ab 1,50-3$ in einfacheren Restaurants oder Garküchen sehr gut essen. Meine Empfehlung: Unbedingt das leckere Nationalgericht Amok (Curry-Gericht wahlweise mit Fisch, Fleisch oder Tofu, oft auf einem Bananenblatt serviert) oder Lok Lak (kleine Rindfleischstücke in einer leckeren Sauce gebraten) probieren. Ansonsten ist das kambodschanische Essen sehr von der thailändischen und vietnamesischen Küche geprägt – ist jedoch nicht so scharf. In den touristischen Orten ist es auch kein Problem Western Food zu bekommen. Zum Frühstück gibt es neben dem lokalen Kuay Teaw (Reisnudel-Suppe) auch Eier in verschiedenen Varianten, Pfannkuchen und sogar ofenfrisches Baguette (ein kulinarisches Relikt aus der französischen Kolonialzeit).

13. Infrastruktur & Fortbewegung
Kambodscha ist heute zwar noch ein Entwicklungsland und befindet sich gerade erst in der Phase des wirtschaftlichen Aufschwungs, jedoch ist es hinsichtlich der Busverbindungen und Infrastruktur doch relativ weit fortgeschritten. So gibt es in Kambodscha ein umfassendes, gut organisiertes Busnetz, welches es ermöglich, relativ unproblematisch von A nach B zu kommen. Obwohl die wichtigsten Verbindungsstraßen immer weiter ausgebaut werden, geht es dennoch vielerorts nur auf staubigen und holperigen Schotterpisten voran. Dementsprechend dauert es auch länger, um in die entlegeneren Regionen zu kommen.

In Kambodscha gibt es sogar luxuriöse Überlandbusse (z.B. Giant Ibis), die sehr komfortabel sind. Da die Minibusse (unterschiedliche Unternehmen) jedoch um einiges schneller sind, bin ich fast ausschließlich mit diesen gefahren. Die Minibusse können zwar sehr voll und dementsprechend auch eng werden, dennoch war jede Fahrt einigermaßen okay. Bustickets können in den meisten Hostels, Guesthouses, Hotels oder in verschiedenen Büros gekauft werden. Das praktische ist, dass man fast immer in seiner Unterkunft abgeholt wird. Entweder direkt vom Bus oder von einem Tuk Tuk, der einen wiederum zum Bus bringt.

Außerdem kann man in Kambodscha einige Strecken auch gut mit dem Zug (zum Beispiel Phnom Penh – Kampot) oder Boot (z.B. Phnom Penh – Battambang, Battambang – Siem Reap; abhängig vom Wasserstand) zurücklegen. Auch Inlandsflüge sind in Kambodscha möglich. Jedoch sind die Flugtickets meistens sehr teuer. Zu den angesagten Inseln Koh Rong & Koh Rong Samloem fahren regelmäßig sowohl Fähren als auch Speedboats.

14. Auf Erkundungstour – Mopeds & Tuk Tuks
Viele mieten sich vor Ort ein Moped, um die verschiedenen Orte zu erkunden. Wäre ich ohne meinen Sohn unterwegs gewesen, hätte ich diese Art der Fortbewegung auch gerne gewählt. Du kannst aber auch sehr gut, mit einem Tuk-Tuk-Fahrer – der dann gleichzeitig die Rolle des Guides übernimmt – das Land erkunden. Je nachdem wo du bist, was du alles sehen willst und wie weit die Orte entfernt sind, bezahlst du für einen ganzen Tag um die 20-25$. Zweifelsohne gehörte das Tuk-Tuk-Fahren zu meiner absoluten Lieblingsbeschäftigung in Kambodscha. Außerdem zeigen dir einige Fahrer auch Orte, an die du alleine nie kommen würdest.

15. Wo kann ich mich weiter informieren?
Vor und während meiner Reise habe ich mich vor allem auf einigen Blogs über Kambodscha und in speziellen Facebook-Gruppen informiert. Vor allem in der Facebook-Gruppe Kambodscha, mehr als ein Urlaubsland habe ich viele hilfreiche Infos und tolle Insider-Tipps bekommen. Am Abend vor meinem Flug nach Kambodscha wurde ich kurzzeitig etwas nervös, da ich dachte, dass ich total unvorbereitet wäre. Deswegen habe ich mir kurzerhand noch schnell einen Reiseführer von Lonely Planet runtergeladen. Dieser Reiseführer ist zwar relativ informativ und okay, dennoch finde ich im Nachhinein, dass ich mir diesen auch hätte sparen können. Ich habe von anderen gehört, dass der Reiseführer von Stefan Loose im Vergleich besser sein soll, allerdings kann ich dazu keine eigene Meinung wiedergeben. Dennoch bin ich davon überzeugt, dass man fast alle wesentlichen Informationen auch im Internet finden kann.

Meine Empfehlung: Wer mehr vom Land, seinen Leuten und vor allem von der schrecklichen Vergangenheit erfahren möchte, der sollte das Buch Der weite Weg der Hoffnung von Loung Ung lesen. Dieser persönliche & erschütternder Erlebnisbericht ist zwar keine leichte Lesekost, bietet aber dennoch einen sehr guten Einblick. Aktuell wird dieses Buch unter der Regie von Angelina Jolie verfilmt. Weiterer Buchtipp: Die Kinder der Killing Fields.

Generell kann ich zur Reisevorbereitung auch die sozialen Netzwerke Instagram & Pinterest wärmstens empfehlen.

Kambodscha: mein persönliches Fazit
Wie bereits gesagt, ist Kambodscha sehr vielseitig und ich habe die Menschen dort als offene, freundliche und hilfsbereite Menschen erlebt. Das Land eignet sich hervorragend, um es individuell zu bereisen. Viele Orte sind touristisch noch nicht großartig erschlossen – und präsentieren sich dementsprechend als authentisch, naturbelassen und noch nicht von der neumodernen Technik & Architektur eingeholt. Doch natürlich gibt es in Kambodscha bereits einige Hot Spots, zu denen jährlich tausende von Touristen pilgern.

Dementsprechend wird es immer schwieriger, beispielsweise in Siem Reap, Sihanoukville, auf Koh Rong oder Koh Rong Samloem das ursprüngliche, sympathische Kambodscha vorzufinden. Deswegen sollte man sich meiner Meinung nach – ähnlich wie mit Myanmar – nicht mehr zu viel Zeit lassen, um nach Kambodscha zu reisen. Denn auch hier gilt das altbekannte Phänomen: Je mehr Touristen kommen, desto mehr verändern sich auch die Orte und mit ihnen ihre Menschen. An der Südküste Kambodschas lässt sich diese negative Veränderung bereits deutlich spüren. Riesige Hotels werden gebaut, auf manchen Inseln erinnert es an eine Massenabfertigung, die Preise sind total überteuert – und auch viele Menschen verlieren ihre Freundlichkeit und sind eher aufs Geldmachen fokussiert.

Kambodscha Travel Guide – das musst du wissen, 1 Teil

Weitere Informationen zu Kambodscha findest du hier.

Ich hoffe, ich konnte dir bei deiner Reiseplanung ein wenig behilflich sein. Wenn du weitere Fragen, Ergänzungen oder zusätzliche Tipps. hast, dann hinterlasse gerne hier einen Kommentar auf dieser Seite oder schreibe mir eine Mail an mami.bloggt@yahoo.de – ich freue mich auf dich.

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