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Kolumbien: unsere Top 18 Highlights & Sehenswürdigkeiten

Kolumbien Top Highlights und Sehenswürdigkeiten

Spätestens seit dem der Reiseführer Verlag Lonley Planet Kolumbien als Trendland 2017 auf Platz 2 gekürt hat, freut sich das südamerikanische Land über einen enormen Anstieg an Besuchern. Und das zurecht – denn schließlich hat Kolumbien mit seinen wunderschönen Kolonialstädten, malerischen Anden-Gipfeln, einsamen Karibik- & Pazifikstränden und exotischen Amazonas-Gebieten eine extreme Vielfältigkeit zu bieten.

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Auf nach Kolumbien mit Kind
Zudem ist das Land spürbar sicherer geworden und deswegen entschließen sich immer mehr Reisende, nach Kolumbien zu fahren. So wie ich. Denn bevor in den kommenden Jahren die Massen an Touristen ins Land strömen werden (ja, das wird auf jeden Fall passieren!), wollte ich ENDLICH mal nach Kolumbien reisen. So buchte ich relativ spontan einen Flug für mein knapp 2-jähriges Kind & mich, packte den Rucksack und stürzte mich ins Reiseabenteuer Kolumbien. 4 Wochen reiste ich alleine mit meinem Sohn durch Kolumbien.

Kolumbien Reiseroute
Unsere Reiseroute (die ich übrigens sehr weiterempfehlen kann) sah folgendermaßen aus:

Bogotá – Zipaquirá – Villa de Leyva – Monguí – Barichara – San Gil – Santa Marta – Palomino – Santa Marta – Cartagena – Pereira – Filandia – Salento – Neiva – Tatacoa Wüste El Cuzco – Villa Vieja – Bogotá

Kolumbien: die Top 18 Highlights & Sehenswürdigkeiten
Auf unserer Reiseroute durften mein Kind & ich eine Menge Highlights & Sehenswürdigkeiten Kolumbiens erleben, die ich jetzt mit dir teilen möchte. Übrigens, die Reihenfolge unserer Highlights soll kein Ranking wiedergeben, sondern richtet sich vielmehr nach unserer chronologischen Reiseroute.

Und Lesen bis zum Ende lohnt auf jeden Fall! Denn einige unvergessliche Knaller-Highlights durften wir ganz zum Schluss unserer Kolumbienreise erleben …

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1. Bogotá: bunte Aufbruchtstimmung in La Candelaria
Vor meiner Kolumbienreise hatte ich mir Bogotá als eine Art Moloch vorgestellt. Eine riesige hässliche Stadt, die höchst kriminell ist und nicht besonders viele Sehenswürdigkeiten zu bieten hat. Weit gefehlt! Vor allem im Altstadtviertel La Candelaria kann man die besondere Aufbruchstimmung Kolumbiens regelrecht an jeder Ecke spüren. La Candelaria ist wunderbar lebendig, quirlig und extrem bunt. Überall tummeln sich junge Menschen, in den engen Gassen leuchten farbenprächtige Graffitis von den grauen Fassaden und wunderschöne alte koloniale Häuser & kleine Plätze verleihen dem Viertel ein ganz besonderes Flair. Die sehr steilen Kopfsteinpflastergassen können zwar den Stadtbummel (vor allem mit einem Buggy!) auf einer Höhe von über 2.600 m zu einem atem-raubenden Spaziergang machen, doch dafür wirst du an manchen Ecken mit einem herrlichen Ausblick über die Altstadt belohnt. Vorausgesetzt die dichte, graue Wolkendecke – die eigentlich ständig über Bogotá schwebt – lässt es zu.

2. Im Goldrausch im Museo del Oro in Bogotá
In Bogotá regnet es viel – und fast täglich. Zum Glück! Denn hätte es nicht geregnet, dann wäre ich an unserem ersten Tag in Kolumbien wohl nicht ins Museo del Oro gegangen. Das Goldmuseum (Eintritt 4.000 COP, ca. 1,20 €) im Stadtviertel La Candelaria ist das wichtigste Museum Südamerikas und sollte auf jeden Fall auf jeder Kolumbien To-do-Liste stehen – auch wenn es mal nicht regnen sollte! Hier werden die allerschönsten Schmuckstücke ausgestellt, die ich je gesehen habe. Jahrhundertalte Amulette, Masken, Nasenringe, Gefäße, verschiedene mythische Tierfiguren aus purem Gold und vieles mehr.

Gleich beim Betreten des Goldmuseums war ich in einem regelrechten Goldrausch und komplett in seinem Bann gefangen. Zum Glück hat sich mein Sohn sofort in seinen Mittagsschlaf verabschiedet, sodass ich alle Exponate in Ruhe und mit einer gewissen Demut bewundern konnte.

3. Mystisch & surreal: die Salzkathedrale in Zipaquirá
Der Umweg nach Zipaquirá – etwa 1,5 Stunden von Bogotá entfernt – hat sich für uns AUF JEDEN FALL gelohnt. Denn die Catedral de Sal (Salzkathedrale) ist einfach wunder-, wunderschön und ein absolutes Highlight in Kolumbien. Denn schließlich gibt es weltweit nur 3 unterirdische Kathedralen. Kein Wunder also, dass dieses spektakuläre Bauwerk mit zur wichtigsten Pilgerstätte in Südamerika zählt.

Am Eingang hatte ich mich noch ein wenig über den hohen Preis von 50.000 COP (ca. 15 €) gewundert, doch sehr schnell wurde mir klar, dass hier jeder Cent sehr gut investiert ist. Denn so ein außergewöhnliches Spektakel erlebt man ja schließlich nicht alle Tage. Am Eingang muss man sich einem Guide anschließen (im Eintrittspreis inbegriffen) und dann geht es in einer Gruppe etwa 2 Kilometer lang unter die Erde. Je weiter wir uns nach unten begaben, desto mystischer & surrealer kam mir die Atmosphäre vor – und ich kam aus dem ehrfürchtigen Staunen gar nicht mehr heraus. Der Höhepunkt war dann das berühmte 16 Meter hohe beleuchtete Kreuz – das komplett aus Salz besteht – vor dem die unterschiedlichsten Nationen auf die Knie fallen und in sich gekehrt beten.

Den Rückweg darf man dann ohne Guide alleine unternehmen. Doch bevor es wieder zurück Richtung Tageslicht geht, sollte man unbedingt noch einen Kaffee 180 Meter unter der Erde trinken. Auch dieses Highlight erlebt man ja schließlich nicht alle Tage.

Tipp mit Kindern: Die Salzkathedrale ist auf jeden Fall auch für Kinder ein ganz spektakuläres Erlebnis. Da es dort relativ wenig Treppen gibt, ist der Rundgang auch mit einem Buggy oder Rollstuhl relativ unkompliziert. Außerdem kann ich dir empfehlen, im Ort Zipaquirá selber eine Nacht zu bleiben, da die Kleinstadt ebenfalls sehr schön ist.

 

4. Wie im Bilderbuch! Der ganz besondere Zauber Villa de Leyvas
Villa de Leyva ist ein prachtvolles Bilderbuch! Das dich in ferne Zeiten entführt. An jeder Ecke kannst du wunderschöne alte koloniale Häuschen aus dem 16. Jahrhundert bewundern und das Herzstück der kleinen Stadt – der riesige Plaza Mayor – wirkt schon fast ein wenig surreal mit seiner kleinen Kirche und den gigantischen Bergen im Hintergrund. Übrigens ist dieser Platz mit seinen 14.000 qm sogar der größte gepflasterte Platz in ganz Südamerika. Das beste Highlight in Villa de Leyva ist eigentlich das Rumschlendern durch diesen malerischen Ort mit seiner ganz eigenen Atmosphäre, die an kitschige Telenovelas, romantische Filmkulissen und fabelhafte Märchenwelten erinnert. Und nein, ich übertreibe wirklich nicht! Sowohl Kinder als auch Liebhaber von nostalgischen Fotomotiven oder verwunschenen Orten werden dem ganz besonderen Zauber Villa de Leyvas garantiert sofort erliegen.

Tipp: Um dieses wunderbare Flair auch mal von oben zu sehen, empfehle ich dir eine Wanderung auf den nahegelegenen Berg. Der kleine Weg ist zwar manchmal ziemlich steil – vor allem mit einem kleinen Kind in der Trage ziemlich anstrengend – aber du wirst mit einem ganz tollen Ausblick belohnt. Außerdem kommst du an kleinen Dörfern vorbei und grüßt dich mit zahlreichen Bauern und Eseltreibern, sodass du das Gefühl nicht loswirst, dass du in einem anderen Jahrhundert gelandet bist.

Tipp mit Kindern: Wenn du in Kolumbien auch mit einem kleinen Kind reist, dann solltest du in Villa de Leyva den Buggy gleich in der Unterkunft lassen. Denn hier kommen auch die geübtesten Eltern mit einem Buggy keine 20 Meter voran.

5. Ein echter Insidertipp: das Bergdorf Monguí
Das kleine Bergdorf Monguí ist in Kolumbien noch ein echter Insidertipp. Denn kaum ein Tourist verirrt sich in dieses malerische Dorf hinter den vielen, vielen Bergen. Und damit es auch weiterhin ein echter Geheimtipp bleibt, dürfte ich hier an dieser Stelle gar nicht über Monguí schreiben. Aber der Drang meines journalistischen Reise-Herzens ist halt größer – und deswegen kann ich dir nur raten, Monguí auf deiner Kolumbien-Reiseroute unbedingt mit einzuplanen.

In Monguí gibt es bis auf die Kirche auf dem Marktplatz, die Calicanto-Brücke über den Fluss El Moro und die diversen Handwerkstätten für die Herstellung von Fußbällen (denn dafür ist Monguí eigentlich bekannt) nicht besonders viel zu sehen. Und da ich mit meinem kleinen Sohn auch keine Wanderung in den umliegenden Páramo (diese einmalige Landschaft auf 4.000 m Höhe muss der Hammer sein!) unternehmen konnte, haben wir uns einfach vom ganz besonderen Dorfflair treiben lassen. Als Tourist bist du in Monguí (noch) eine absolute Attraktion. Bereits am zweiten Tage hatte ich das Gefühl, dass uns alle Dorfbewohner kannten. An jeder Ecke wurden mein Kind & ich freundlich gegrüßt, in einer Dorfkneipe auf eine Empanada eingeladen und überall fragte man uns, wo wir herkommen. Und während unseres Aufenthaltes in Monguí wurde ich den Gedanken nicht los: Wenn ich irgendwann mal einen Roman schreiben sollte, dann werde ich diesen hier in Monguí schreiben …

6. Barichara: Was für ein fotogenes Dorf!
Zweifelsohne, Kolumbien hat so einige malerische Orte zu bieten. Und neben Villa de Leyva & Monguí gehört auf jeden Fall auch das kleine Dorf Barichara dazu. Wer das Fotografieren genauso liebt wie ich, wird Barichara sofort verfallen sein. Denn dieses Dorf ist extrem fotogen. So erinnern die vielen weißen kolonialen Häuser eher an eine Filmkulisse als an ganz gewöhnliche Wohnhäuser.

In Barichara ist das Herzstück der zentrale Park (Parque Princípal), auf dem sich vor allem in den Abendstunden sowohl junge als auch alte Dorfbewohner und viele Kinder treffen. Die Straßen sind sehr steil und vor allem mit einem Buggy wird ein Spaziergang zu einer schweißtreibenden Angelegenheit. Trotzdem solltest du dir den wunderschönen Aussichtspunkt (Miradoro) am Ende des Dorfes nicht entgehen lassen. Der Ausblick auf die Berge ist gigantisch schön. Und wenn du schon mal hier bist, dann kannst du gleich mit einer unvergesslichen Wanderung über Stock & Stein starten …

7. Der königliche Weg von Barichara nach Guane
… und zwar auf dem Camino Real (der königliche Weg) ins 9 Kilometer entfernte Dorf Guane. Bei der Statue des Freiheitskämpfers Simón Bolívar führt ein kleiner, steiniger Weg durch eine atemberaubende Landschaft. Obwohl der Weg ins nächste Dorf sehr einsam ist, kann man ihn trotzdem nicht verfehlen.

Und wenn du irgendwann das Gefühl haben solltest, dass dir die Sonne jeglichen Verstand weggebrannt hat und der Weg nie enden wird, dann ergeht es dir genauso wie mir. Dennoch gehört für mich die Wanderung (auch mit Kleinkind in der Tage) auf dem Camino Real zu den größten Highlights meiner Kolumbienreise. Denn die Landschaft ist einfach wunderschön.

Auch das verschlafene Dorf Guane hat mir auf Anhieb gefallen – und wenn ich gekonnt hätte, wäre ich hier gleich 2-3 Tage geblieben. Kurz vorm Hauptplatz auf der linken Seite gibt es ein Restaurant, das ich dir empfehlen kann. Für knapp 4 Euro hatten mein Sohn und ich hier das allerleckerste Mittagesseen unserer Kolumbienreise. Die kolumbianische Oma war zuckersüß – und wir durften nicht gehen, bevor wir auch noch das Dessert aufgegessen haben (das wir eigentlich gar nicht bestellt hatten).

Wer sportlich ist, kann dann den Rückweg nach Barichara wieder zu Fuß auf sich nehmen. Ich habe mich lieber für den lokalen Transport entschieden.

8. Berauschende Abendstimmung in Santa Marta
Endlich in der Karibik! Tropisches Flair, heiße Rhythmen & Temperaturen und weiße Strände. Und doch fiel es mir persönlich anfänglich sehr schwer, Santa Marta irgendetwas abzugewinnen. Das war sicherlich dem zu schulden, dass gleich am Anfang zwei Junkies versuchten, meine Tasche zu klauen. Doch da mein Bauchgefühl mich rechtzeitig warnte, konnte ich das verhindern. Danach bin ich eigentlich nur noch übervorsichtig & lustlos durch Santa Marta rumgerannte und der karibische Funke wollte bei mir einfach nicht überspringen. Und dann kam noch hinzu, dass ein Stromausfall für mehrere Stunden fast die ganze Stadt lahmlegte – und die stockdusteren Straßen abends nicht unbedingt zum weiteren Schlendern einluden. Deswegen entschied ich mich, meinen Santa Marta Aufenthalt zu verkürzen und gleich am nächsten Tag weiter nach Palomino zu reisen.

Auf dem Rückweg wollte ich dann Santa Marta noch eine zweite Chance geben. Zum Glück! Denn die berauschende Abendstimmung in der karibischen Stadt ließ mich mit Santa Marta meinen Frieden schließen. Damit ich keine Angst haben musste, ausgeraubt zu werden, steckte ich nur etwas Geld in die Hosentasche und ging mit dem Buggy und meinem kleinen Kind auf nächtliche Erkundungstour. Und das Flair hat uns beiden extrem gut gefallen. Überall tummelten sich Leute und spielten Kinder. Es wurde ausgelassen gefeiert, als ob es keinen Morgen gäbe. Und an vielen Ecken gab es viele Straßenmusiker und Tänzer. Dank der wunderbaren Abendstimmung schafft es Santa Marta – trotz anfänglicher Antipathie – dennoch zu unseren Highlights in Kolumbien.

9. Relaxen in Palomino
Der kleine Strandort Palomino entwickelt sich immer mehr zu einem touristischen Hotspot an der Karibikküste in Kolumbien. Und auch wenn meiner Meinung nach Palomino kein besonders schöner Ort ist, fande ich die Atmosphäre dort dennoch ganz chillig. Mein Sohn & ich hatten zwar ziemliches Pech mit dem Wetter und zudem herrschten sehr hohe Wellen – dennoch haben wir unsere gemeinsamen Tage in Palomino sehr genossen und sind sogar eine Nacht länger geblieben. Denn in Palomino kann man so herrlich relaxen und einfach nichts tun.

10. Schlendern durch die koloniale Altstadt Cartagenas
Cartagena! Die Perle Kolumbiens. So wird sie zumindest genannt. Und ja, Cartagena de Indias ist nicht umsonst die touristischste Destination in Kolumbien. Kaum ein Tourist lässt diese karibische Stadt auf seiner Kolumbienreise aus. Die Hauptattraktion in Cartagena ist die fast komplett restaurierte Altstadt (Centro Histórico), die zum Unesco-Weltkulturerbe gehört. Hier findest du alles: farbenfrohe Paläste, prächtige Herrenhäuser, koloniale Häuser mit kleinen Balkonen und Blumen, wunderschöne Innenhöfe, imposante Kirchen & Klöster und vieles mehr. An jeder Ecke gibt es etwas zu entdecken. So kann man stundenlang verträumt durch die Altstadt schlendern und entdeckt immer wieder neue verspielte Details.

Doch es gibt auch eine Kehrseite. Denn die Altstadt hat mit dem wahren Cartagena eigentlich so gar nichts gemeinsam. Verstärkt wird diese Diskrepanz durch die 13 Kilometer lange Stadtmauer, die die Altstadt vom „richtigen Leben“ abschottet. So kam es mir persönlich vor, als ob innerhalb der Stadtmauer für die Massen an Touristen – die tagtäglich in Cartagena einströmen – eine Art „Traum-Cartagena“ präsentiert wird. Das bunt, imposant, quirlig, beeindruckend, faszinierend – und seeehr geschäftig ist. So lächeln wunderschön gekleidete schwarze Frauen mit buntem Kopfschmuck in die Kamera, um anschließend die Hand für reichlich Dollarnoten aufzuhalten. Und wenn sie keine Geschäfte mit dir machen können, dann wird die eine oder andere auch mal sehr unfreundlich.

Tipp mit Kindern: Eine Kutschfahrt in einer lauen, karibischen Sommernacht durch die Altstadt Cartagenas ist zwar super touristisch und extrem kitschig, aber meinem Sohn hat es dennoch extrem gut gefallen.

11. Cartagena: Sonnenuntergang auf der Stadtmauer
Wer in Cartagena ein ganz besonderes Highlight erleben möchte, sollte unbedingt zum Sonnenuntergang auf die Stadtmauer. Hier treffen sich hunderte von Menschen, um gemeinsam die Abendstimmung & den Sonnenuntergang überm Meer zu genießen. Anschließend gibt es in der Altstadt sehr viele Musik- und Tanzgruppen, die mit ihren heißen Salsa-Bewegungen & afrikanischen Rhythmen das Blut ordentlich in Wallung bringen.

12. Lerne das wahre Cartagena aufm Mercado Bazurto kennen
Wie bereits gesagt, Cartagenas Altstadt ist wunderschön und ein absolutes Highlight in Kolumbien. Wenn du jedoch, auch mal das wahre Cartagena kennenlernen möchtest, dann kann ich dir den lokalen Markt (Mercado Bazurto) außerhalb der Stadtmauer empfehlen. Wundere dich nicht, dass du hier kaum einen Touristen antreffen wirst, denn die meisten Besucher interessieren sich nicht unbedingt, für das reale Gesicht Cartagenas – das du hier auf dem Markt auf jeden Fall wiederfinden wirst.

13. Ach Salento, eines Tages werde ich auf jeden Fall wiederkommen
Die Kaffeezone (Zona Cafetera oder auch Eje Cafetero genannt) zählt laut Reiseführer zu den landschaftlich reizvollsten Gegenden Kolumbiens. Und ja, ich kann dies nur bestätigen. Die vielen Kaffeeplantagen an den weitläufigen Hängen, die faszinierenden Hügel- und Berglandschaften mit ihrer saftig, grünen tropischen Vegetation und die immense Tier- und Pflanzenvielfalt machen die Region zu einer spektakulären Sehenswürdigkeit in Kolumbien.

Das touristische Aushängeschild der Kaffeezone ist der kleine Ort Salento. Die etwas pittoresk anmutende Kleinstadt, die von Bergen umschlossen ist, baut nicht nur den besten Kaffee weltweit an, sondern wurde auch vom Fernsehsender CNN zur einer der 10 interessantesten Städten der Welt gekürt. Grund für diese Nominierung ist die außergewöhnlichen Bahareque-Architektur der Häuser im traditionellen Paisa-Stil. So kann man überall wunderschöne kleine weiße Häuser mit farbig leuchtenden Fensterrahmen und Türen bewundern.

Doch der kleine verschlafene Ort, der sich immer mehr zu einem beliebten touristischen Hotspot entwickelt, hat noch mehr zu bieten. Neben den vielen netten Geschäften, Cafés & Restaurants (sogar vegetarisch!) gehört vor allem eine Wanderung zu den nahegelegenen Kaffeefarmen zur größten Sehenswürdigkeit in dieser Gegend. Besonders beliebt ist die Farm vom 90-jährigen Kaffeebauern Don Elias, die ich ebenfalls empfehlen kann.

Ein weiteres Spektakel ist eine Wanderung durch das angrenzende Valle del Cocora. Hier wächst die weltweit höchste Palmenart (das Wahrzeichen Kolumbiens). Der Anblick der dünnstämmigen bis zu 60 Meter hohen Wachspalmen, die in den wolkenbehangenen Himmel rangen, muss phänomenal schön sein. Da es leider während meines Aufenthaltes in Salento sehr viel geregnet hat und der Pfad dorthin aufgrund des Schlamms sowieso schon rutschig genug ist, habe ich mich vernunftgeleitet gegen eine Wanderung mit meinem kleinen Kind ins Valle del Cocora entschieden. Jedoch habe ich mir geschworen, dass ich eines Tages auf jeden Fall wiederkommen werden, um dieses außergewöhnliche Panorama selber zu erleben …

14. Filandia – (noch) ein echter Geheimtipp
Das kleine Dorf Filandia ist in der Kaffeezone Kolumbiens noch ein echter Geheimtipp. Und ähnlich wie beim Bergdorf Monguí dürfte ich an dieser Stelle nicht über Filandia schreiben, damit es weiterhin ein Insider-Tipp bleibt. Und dennoch möchte ich dir diesen beschaulichen und etwas verschlafenen Ort nicht vorenthalten. Eigentlich ist Filandia wie Salento nur etwas kleiner, ursprünglicher und idyllischer. Auch hier kannst du die wundervollen Häuser im traditionellen Paisa-Stil mit ihren bunten leuchtenden Fensterrahmen & Türen bewundern und die atemberaubende Landschaft genießen.

15. Genuss pur: kolumbianischer Kaffee & Trucha
Eins steht fest. In Kolumbien bekommst du in der Regel nur sehr schlechten Kaffee serviert. Mit einer Ausnahme. In der Zona Cafetera. Denn wie bereits geschrieben, wird hier einer der besten Kaffeesorten auf der ganzen Welt angebaut. Deswegen verwundert es nicht, dass die Kaffeekultur im Eje Cafetero regelrecht zelebriert wird und du an jeder Ecke für kleines Geld super leckeren Kaffee genießen kannst. Wäre ich ohne mein Kind durch Kolumbien gereist, dann hätte man mich garantiert aus den zahlreichen Cafés in Salento, Filandia & Co. nicht wegbekommen.

Doch in puncto Genießen hat die Kaffeezone noch eine weitere kulinarische Besonderheit zu bieten: trucha (Forelle) – das traditionelle Essen dieser Region. Es gibt Restaurants, die bieten bis zu 20 verschiedene Zubereitungsarten der Forelle an, zum Beispiel das Restaurant Los Amigos. Dieses Restaurant in Salento kann ich dir zum Trucha-Essen auf jeden Fall empfehlen.

16. Tatacoa Wüste – auf Umwegen zum allergrößten Highlight
Wie schön die Landschaft in der Kaffeezone auch ist, manchmal gibt es Tage, da will es dort nicht aufhören zu regnen. Jedoch kann ich von Glück sprechen, dass der Dauerregen im Eje Cafetero meine ursprünglichen Reisepläne durchkreuzt hatte. Denn eigentlich wollte ich die letzten 5 Tage unserer Kolumbienreise gemeinsam mit meinem Kind in Salento verbringen. Doch ein Blick zum teilweise pechschwarzen Himmel offenbarte, dass ich mir einen anderen Plan ausdenken musste.

So kam es dazu, dass ich kurzerhand eines Morgens unsere Sachen packte und spontan Richtung Desierto de la Tatacoa aufbrach. Was für ein Glück! Denn die Wüste – die ich auf meiner Reiseroute gar nicht auf dem Zettel hatte – wurde zum ALLERGRÖßTEN HIGHLIGHT unserer gesamten Kolumbienreise.

Beim Anblick der abgefahrenen Formationen in unterschiedlichen Farbtönen und meterhohen Kakteen schossen mir sofort die Tränen in die Augen. So berührt war ich von der Schönheit dieses Naturspektakels. Den Namen hat die Tatacoa Wüste übrigens aufgrund der Schlangen, die hier früher lebten, erhalten. Mittlerweile sind diese allerdings ausgerottet. Doch noch heute bedeutet das Wort Tatacoa in der indigenen Sprache der Ureinwohner „Böse Schlange“ – und wird manchmal auch für die Beschreibung einer wütenden Frau verwendet …

Von Rot über Grau bis Grün – das Farbspektrum der Tatacoa ist einzigartig für eine Wüste. Die dominierenden Farbtöne sind jedoch nicht bunt gemischt, sondern prägen jeweils ein bestimmtes Gebiet der Wüste. Mein persönliches Highlight war die Wanderung durch Suelos Rojos (roter Boden). Und wie sollte es auch anders sein: Beim Anblick dieser roten Felsformationen – die stark an den Grand Canyon in den USA erinnern – schossen mir erneut die Tränen in die Augen.

17. Der abgefahrenste Pool weltweit
Eine weitere beliebte Wanderung durch die Tatacoa Wüste führt durch Los Hoyos. Die Natur hier ist ganz anders als in Suelos Rojos und erinnert eher an eine karge Mondlandschaft. Doch am Ende des anstrengenden Fußmarsches bei glühenden Temperaturen wartet ein Pool … Jawohl, du hast richtig gelesen! Ein Pool mitten in einer kargen Wüste mit einem grandiosen Ausblick. Sicherlich einer der abgefahrensten Pools weltweit – und deswegen eine wunderbare und vor allem erfrischende Sehenswürdigkeit in Kolumbien.

18. Das musst du irgendwann mal selber erleben!
Und zum guten Schluss habe ich noch ein ganz besonderes Highlight unserer Kolumbienreise, an welches ich mich definitiv noch sehr lange erinnern werde. Der Sternenhimmel in der Tatacoa Wüste! Wenn ich jetzt 10 (oder 20, 30, 40 …) Superlative folgen lassen würde, könnte ich trotzdem noch nicht mal annähernd der dargebotenen Schönheit gerecht werden. Deswegen lasse ich es an dieser Stelle einfach sein. Und empfehle dir stattdessen, den einzigartigen Sternenhimmel mit zahlreichen Sternenschnuppen in einer tiefschwarzen Nacht mit den makaber wirkenden Silhouetten der meterhohen Kakteen im Hintergrund fern ab von Zivilisation mitten in der Tatacoa Wüste irgendwann mal selber zu erleben …

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6 Kommentare

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  3. Sandra sagt

    Gut ge- und beschrieben!
    Schön, dass ich Euch auf dieser Reise kennenlernen durfte!
    Einige Stationen habe ich ja auch erleben dürfen, für andere muss ich mich noch einmal auf die Reise machen.

      

    • Gabriela Urban sagt

      Hallo Sandra, ich freue mich auch, dass wir uns – außerhalb unserer angeregten WhatsApp-Kommunikation – auch noch persönlich kennengelernt haben. War ein schöner Tag mit dir. Vielleicht sehen wir uns uns irendwann irgendwo auf dieser weiten Welt wieder 😉 Ganz liebe Grüße Gabriela

        

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