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Lissabon: die besten Foto-Locations, die kaum ein Tourist kennt

Lissabon ist ein wahres Paradies für alle passionierten Fotografen. Denn die Hauptstadt Portugals am Fluss Tejo präsentiert sich äußerst fotogen mit seinen zahlreichen Sehenswürdigkeiten, urigen Gassen und nostalgischem Charme. Quasi an jeder Ecke gibt es etwas zu entdecken. Und alle Fotoliebhaber können hier die Speicherkarte ihrer heißgeliebten Spiegelreflexkamera ordentlich zum Glühen bringen.

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Die touristischen Magnete
Die Auswahl an verschiedenen Sehenswürdigkeiten scheint enorm zu sein. Da gibt es zum Beispiel die weltbekannte Straßenbahn – eléctrico 28 – die durch die Stadt ächzt, die Festungsanlage Castelo de São Jorge, die hoch oben über der Stadt wacht, der Rossio im Viertel Baixa, der Platz des Handels (Praça do Comércio) am Ende der Prachtstraße Rua Agusta, die Brücke Ponte 25 de Abril, der Time Out Market da Ribeira (das neue hippe Food-Mekka), die vielen bekannten Miradouros, die einen grandiosen Ausblick auf die Stadt bieten, der Vorort Belem mit seinem prächtigen Kloster Mosteiro dos Jerónimos und dem Turm Torre de Belem – und nicht zu vergessen die malerische Kleinstadt Sintra mit all ihren märchenhaften Schlössern und Burgen.

Zweifelsohne könnte die Liste hier noch um ein Zigfaches verlängert werden. Und selbstverständlich sind all diese Sehenswürdigkeiten zumindest einen Schnappschuss wert. Leidenschaftliche Fotografen werden jedoch das Problem kennen. Wie schön all diese touristischen Magnete auch sind, erstens muss man sie mit hunderten von anderen Menschen besichtigen und zweitens wurden all diese typischen Sehenswürdigkeiten schon extrem oft fotografiert.

Insider-Tipps zum Fotografieren in Lissabon
Doch es gibt noch zahlreiche andere wunderschöne Foto-Locations in Lissabon, an denen sich die Stadt aus einer ganz anderen Perspektive präsentiert – die jedoch kaum ein Tourist kennt. Mittlerweile ziehe ich schon seit über 15 Jahre mit meiner Kamera durch diese faszinierende, leicht morbide Stadt und entdecke dabei immer wieder neue Orte und Details, die mein Fotografen-Herz gewaltig höherschlagen lassen. Bei meinem letzten Städtetrip in die portugiesische Metropole bin ich dann mal gezielt auf die Jagd nach ganz besonderen Fotolocations in Lissabon gegangen. Fotogene, charmante Plätze, die man sich nicht mit einer Masse an Touristen teilen muss – und die jeden passionierten Fotografen garantiert begeistern werden. Und dabei ist diese Liste herausgekommen.

Die 23 besten Foto-Hotspots in Lissabon, die nur Insider kennen:

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1. Straßenfotografie – Feira de Alfarrabistas der antike Bücherflohmarkt
Unter Touristen ist der Feira de Alfarrabistas (Flohmarkt der Buchantiquariate) im Stadtviertel Chiado kaum bekannt. Selbstverständlich können die meisten Touristen mit dem Bücherangebot in überwiegend portugiesischer Sprache recht wenig anfangen und dementsprechend sind hier fast nur Portugiesen anzutreffen. Wer jedoch einen Faibel für nostalgische Fotomotive und Straßenfotografie hat, sollte unbedingt den Feira de Alfarrabistas – der immer samstags von 10 – 17 Uhr in der Rua da Anchieta stattfindet – besuchen. Denn hier findest du nicht nur antike Bücher, alte Postkarten & Comics, historische Bildbänder, literarische Werke im Selbstverlag & Co., sondern kannst auch die Portugiesen beobachten, wie sie in sich versunken in alten Büchern schmökern und andächtig vergilbte Blätterseiten umblättern.

2. Die schönste Gasse Lissabons: Travessa da Arrochela
Lissabon hat eine Vielzahl an wundervollen, engen Gassen zu bieten, die das ganz besondere und leicht morbide Stadtbild prägen. Wenn ich mich festlegen müsste, welche Gasse mich am meisten in ihren Bann zieht, dann wäre es wohl die urige Gasse Travessa da Arrochela. Diese kleine Straße im Stadtviertel Estrela direkt am São Bento (der Sitz des portugiesischen Parlaments) mag wohl auf den ersten Blick etwas unscheinbar wirken, doch nachdem man von unten die steilen Treppen hinter sich gelassen hat, bietet sich einem ein grandioser Blick auf den São Bento – umrahmt von alten kleinen farbenfrohen alten Häusern. Was für ein Kontrast!

3. Príncipe Real: die Künstler in ihrer Schaffensphase beobachten
Der kleine Park (Jardim do Príncipe Real) im Stadtviertel Bairro Alto bietet einen perfekten Rückzugsort, um sich eine Weile vom lauten Trubel Lissabons zu erholen. Vor allem am Wochenende kommen auch diverse Maler & Künstler hierher, um voller Inbrunst unter einem schattigen großen Baum ihre Werke zu malen. Die Szenerie, die sich dem Fotografen hier anbietet, ist äußerst inspirierend. Drumherum stehen zahlreiche kunstinteressierte Schaulustige, die aufmerksam das Schaffen des Malers beobachten. Die Maler selber stört es nicht im Geringsten, wenn man sie beim Malen fotografiert. Im Gegenteil, ich hatte sogar das Gefühl, dass sie sich ein wenig geschmeichelt fühlen. Weiter hinten trifft man ein weiteres schönes Fotomotiv an. Denn hier spielen viele alte portugiesische Männer Karten und Schach.

4. Gemächliche Straßenszenerie beim Praça das Flores
Am Ende des fotogenen Jardim do Príncipe Real führt eine kleine urige Straße (Rua Jasmim) mit einem herrlichen Ausblick direkt zu einem nächsten Platz: der Praça das Flores (der Platz der Blumen). Obwohl man hier nur ein paar Gehminuten vom Zentrum entfernt ist, hat man das Gefühl, als ob der Tourismus meilenweit weg wäre. Hier geht es sehr gemächlich & ruhig zu, viele Kinder spielen auf den Straßen – und überall findest du urige Häuser, nette, kleine Cafés & Restaurants und eine typische Straßenszenerie aus dem nicht touristischen Lissabon. Für detailverliebte Fotografen eine tolle Ecke.

5. Fundação Amália Rodrigues Casa Museu – nicht nur für Fado-Interessierte spannend
Nicht weit vom Praça das Flores befindet sich die Fundação Amália Rodrigues Casa Museu. Dieses Museum widmet sich dem Leben der weltbekannten Fado-Sängerin Amália Rodrigues. Hier wird man extrem freundlich von zwei alten Damen begrüßt, die sich über jeden freuen, der Interesse am portugiesischen Fado zeigt. Unten im Haus gibt es mehrere Räume, die man sich umsonst anschauen darf. Im Garten wartet ein fotogener Papagei, der alle Besucher begrüßt und stets wie ein Profi in die Kamera schaut.

6. Alternative Aussichtsplätze in Lissabon
Der Volksmund sagt, dass Lissabon auf sieben Hügeln gebaut ist. Schön wäre es, wenn es tatsächlich nur sieben wären. Denn in Wahrheit sind es viel mehr. Wenn man durch Lissabon rumläuft, geht es eigentlich fast immer nur bergauf & wieder bergab. Das ist natürlich gut für die Wadenmuskeln, aber auch fürs Auge. Denn an vielen Ecken gibt es die sogenannten Miradouros (Aussichtspunkte), die einen spektakulären Blick über die Stadt bieten. Und natürlich wollen diesen Ausblick auch hunderte von anderen Besucher erleben. So verwundert es nicht, dass du an den beliebten Miradouros – beispielsweise Miradouro da Graça, Miradouro São Pedro de Alcântara, Elevador de Santa Justa oder Miradouro Santa Luzia – eine große Menschenansammlung antreffen wirst. Aber Lissabon hat noch viele andere Plätze zu bieten, die nur Insider kennen. Hier meine kleine Liste an alternativen Aussichtsplätzen in Lissabon:

–    Calçada do Conde de Penafiel (Alfama)
–    Bahnhof Restauradores, Terrasse neben dem Ticketschalter (Baixa)
–    Largo das Necessidades (Richtung Alcântara)
–    Friedhof Cemtério das Prazeres (Estrela)
–    Jardim de 9 Abril, gleich neben dem Nationalmuseum für antike Kunst (Lapa)
–    Von der Rua da Lapa aus (Lapa)

Ausblick von der Rua da Lapa aus

Jardim de 9 Abril (Lapa)

7. Pink Street beim Sonnenuntergang
Die sogenannte Pink Street in der Rua Nova do Carvalho liegt im Stadtviertel Cais do Sodré, das in vergangenen Zeiten vor allem für Prostitution, Drogenhandel und üble Gestalten bekannt war. Doch in den letzten Jahren wurde das Image dieses Stadtviertel ordentlich aufpoliert. Seitdem mausert sich das Viertel immer mehr zu einem angesagten Hotspot in Lissabon. Wie der Name schon sagt, ist die Pink Street eine pinke Straße – was ja an sich schon ein besonderes Fotomotiv ist. Jedoch empfehle ich jedem Fotografen, diese Straße kurz vorm Sonnenuntergang aufzusuchen. Denn dann verleihen das goldene Licht der untergehenden Sonne und die tiefstehenden Schatten der Pink Street eine ganz eigene Atmosphäre.

8. Open-Air-Kunstausstellung: Streetart in Lissabon
Erst seit Kurzem ist Lissabon für seine farbenprächtigen Graffitis bekannt – und entwickelt sich immer mehr zum weltweiten Treffpunkt der Streetart-Szene. Wer mit offenen Augen durch die Straßen Lissabons läuft, der wird den Eindruck nicht los, eine große Open-Air-Kunstausstellung zu besuchen. Von vielen tristen Mauern oder grauen Häuserwänden strahlen dem kunstbegeisterten Entdecker wunderschöne Gemälde entgegen. Die wohl bekanntesten Graffitis befinden sich in der beliebten Gasse Escadinha de São Cristóvão, deren steile Treppen hoch ins historische Stadtviertel Alfama führen. Doch Lissabon hat noch weitere hunderte von Kunstwerke zu bieten. Meine persönlichen Graffiti-Favoriten findest du in der kleinen versteckten Gasse Travessa do Monte auf dem Weg zwischen dem Stadtviertel Graça und Martim Moniz.

Die wohlbekanntesten Graffitis befinden sich in der Escadinha de São Cristóvão

Meine persönlichen Favoriten findest du in der kleinen, versteckten Gasse Travessa do Monte

9. Alfama: ein Labyrinth an sagenumwobenen Gassen
Die Alfama ist das älteste Stadtviertel in Lissabon – und eine wahre Fundgrube an tollen Fotolocations. Da der Großteil der Alfama vom verheerenden Erdbeben im Jahre 1755 verschont geblieben ist, verwundert es nicht, dass man hier zahlreiche Häuser sieht, die über 400 Jahre alt sind. Jedoch steht die Alfama auch bei den Touristen hoch im Kurs. Dementsprechend drängeln sich vor allem zur Hauptsaison massenweise Touristen durch die engen Gassen und folgen der typischen Route durch das sagenumwobene Stadtviertel. Da fällt es natürlich sehr schwer, das besondere Etwas der Alfama tatsächlich zu fühlen und zu erleben. Deswegen mein Tipp: Verlasse den typischen touristischen Pfad und verliere dich in den unzähligen engen Gassen, die einem Labyrinth ähneln. Vor allem in den kleinen und auf den ersten Blick unscheinbaren Gassen Calçada do Conde de Penafiel, Escadinhas de São Crispm, Beco do Maldonado und Rua Paraíso / Rua dos Remédios wirst du ein wahres Fotoparadies mit seinem tatsächlichen Alfama-Charme vorfinden.

Calçada do Conde de Penafiel

Calçada do Conde de Penafiel

Beco do Maldonado

10. Ginjinha sem Rival – Kult-Hotspot
Ginjinha (Kirschlikör) ist seit 1840 ein regelrechtes Kultgetränk in Lissabon. So beginnen viele Portugiesen mit einer Ginjinja ihren Abend oder gönnen sich schon mal am frühen Nachmittag ein kleines süßes Gläschen. Am Rossio am Largo de São Domingos gibt es eine kleine Stehbar (A Ginjinha), in der bereits seit über 170 Jahren Ginjinha ausgeschenkt wird. Und klar, gibt es hier eine Menge urige Fotomotive. Da diese Bar jedoch mittlerweile sehr überlaufen ist und abends auch zeitig schließt, kann ich dir eine andere Ginjinha-Bar empfehlen. Gleich um die Ecke gibt es in der Rua das Portas de Santo Antão die Ginja sem Rival. Die Verkäufer posieren hier sogar sehr gerne in die Kamera. Nachdem du beim Kauf einer Ginjinha die ausschlaggebende Frage geklärt hast, ob com (mit Kirschen) oder sem (ohne), kannst du hier in aller Seelenruhe fotografieren.

11. Cemitério dos Prazeres – Friedhof mit spektakulärem Ausblick
Nur sehr wenige Touristen steigen am Ende der Fahrt mit der urigen Straßenbahn – die eléctrico 28 – an der Endstation im Stadtviertel Estrela aus, um den Friedhof Cemitério dos Prazeres zu erkunden. Jedoch kann ich diesen stillen, andächtigen Ort sehr empfehlen. Denn auf dem kunstvoll gestaltetem Cemitério dos Prazeres (literarisch übersetzt: der Friedhof des Vergnügens) sind nicht nur große portugiesische Schriftsteller, Politiker, Schauspieler & andere Persönlichkeiten begraben, sondern man hat von hier aus auch einen spektakulären Ausblick.

12. Aus fotografischer Liebe zum Detail: LX Factory
Zugegeben, der angesagte Kulturkomplex LX Factory, der erst vor ein paar Jahren auf dem ehemaligen Gelände einer Textilfabrik in Alântara gestaltet wurde, ist nicht unbedingt ein Insider-Tipps. Und dennoch kann ich dir raten, für diesen Fotospot etwas mehr Zeit einzuplanen. Denn hier gibt es sehr viele künstlerische Details zu entdecken – und sogar ein Gang auf die Toilette kommt einem vor, als ob man eine Kunstausstellung besuchen würde. Am besten gehst du zur LX Factory am frühen Nachmittag. Denn um diese Zeit ist es noch einigermaßen leer. Noch ein Tipp: Im zweiten Gang gibt es viele faszinierende Graffitis.

13. Einmalige Fotomotive im Museu do Carris (Straßenbahnmuseum)
Und wenn du deine Jagd nach individuellen Fotomotiven auf dem Fabrikgelände LX Factory beendet hast, dann solltest du unbedingt noch ins nahegelegene Museu do Carris gehen (sonntags geschlossen). Denn in diesem Museum findest du eine Vielzahl an historischen Straßenbahnen und Bussen. Und das Beste ist, dass sich hierhin kaum oder gar kein Tourist verirrt. Für mich persönlich völlig unverständlich, denn dieses Museum ist wirklich spannend und bietet eine Menge an einmaligen urigen Fotomotiven. Vor allem, wenn man eine fotografische Vorliebe für die alten Trams hat. Innerhalb des Museums wirst du sogar zwei Mal mit einer antiken Straßenbahn aus dem Jahr 1901 abgeholt und dann über das Gelände kutschiert.

14. Auf ins Marionettenmuseum in der Straße der Hoffnung
Ähnlich wie beim Museu do Carris verirrt sich ebenfalls kaum ein Tourist ins Museu das Marionetas. Deswegen mein Tipp: unbedingt mit einplanen. Denn das Marionettenmuseum in einer kleinen Straße mit dem wunderschönen Namen Rua da Esperança (Straße der Hoffnung) ist absolut faszinierend. Das kleine übersichtliche Museum befindet sich im Stadtteil Santos und ist in einem alten restaurierten Kloster untergebracht. Hier kannst du verschiedene Marionetten, antike Puppen und Masken aus der ganzen Welt betrachten – und in aller Ruhe (am besten mit deinem Makro-Objektiv) fotografieren.

15. Das ursprüngliche Lissabon in Santos
Und nach einem Fotobesuch im Marionettenmuseum solltest du auf jeden Fall durch das Stadtviertel Santos (die Heiligen) schlendern. Ein typisches, etwas runtergekommenes Arbeiterviertel, das dennoch einen ganz besonderen Charme hat. Denn hier erlebst du ein ursprüngliches Lissabon, welches sich in den vergangenen Jahrzehnten kaum verändert hat. Du gehst am besten vom Marionettenmuseum in der Rua da Esperança rechts die Calçada do Castelo Picão hoch.

16. Lapa: das noble Stadtviertel mit Ausblick
Von Santos aus sind es nur noch ein paar Minuten bis zum wunderschönen Stadtviertel Lapa (überhängender Fels). Meine alte Heimat. Denn hier habe ich über ein Jahr lang gewohnt. Obwohl Lapa als ein nobles Stadtviertel in Lissabon gilt und zahlreiche Botschaften hier angesiedelt sind, findest du in diesem Viertel ganz verschiedene Häuser. Von prachtvollen Herrenhäusern bis zu alten verfallenen Häusern – ist alles dabei. Am faszinierendsten ist jedoch der Ausblick, der sich von vielen Straßen aus bietet. Entlang der Rua da Lapa lohnt sich deswegen immer wieder ein Blick bergab, beispielsweise in die Rua Remédios à Lapa, Rua São Felix und Rua de São Domingos. Und ich garantiere dir, dass du in diesem Stadtviertel kaum Touristen begegnen wirst.

17. Feira da Ladra: ein wahres Foto-Paradies
Feira da Ladra (der Flohmarkt der Diebe – oder korrekter übersetzt, der Flohmarkt der Diebin) ist für alle Fotoliebhaber ein wahres Paradies. Denn auf diesem Flohmarkt gibt es, jeden Dienstag und Samstag von 9-16 Uhr eine Menge zu entdecken. Ob altes Spielzeug, antike Kunstwerke oder skurrile Gegenstände – es gibt nichts, was es auf dem Feira da Ladra nicht gibt. Außerdem sind die Flohmarktverkäufer in der Regel sehr entspannt, was das Fotografieren angeht und stören sich nicht daran, wenn sich vor ihnen jemand unauffällig mit der Kamera positioniert und anfängt, detailverliebt zu fotografieren.

18. Eintauchen in eine vergangene Epoche – Café Pastéis de Belem
Das Café Pastéis de Belem aus dem Jahre 1837 erlangte wegen seinen köstlichen Vanilletörtchen regelrechten Weltruhm. Zur Hauptsaison warten hier hunderte von Touristen geduldig in der brütenden Hitze, um die bekannten Pastéis de Nata zu ergattern. Die Hauptattraktion für jeden passionierten Fotografen ist jedoch das große verwinkelte Café selber. Gleich beim Betreten hat man das Gefühl, in eine längst vergangene Epoche einzutauchen. Überall gibt es interessante Dinge zu entdecken und man kann hinter einer Glasscheibe sogar die Produktion der Vanilletörtchen verfolgen. Die Kellner stören sich so gar nicht, wenn man voller Begeisterung hier mit seiner Kamera rumschlendert. Da jedoch das Pastéis de Belem ein großer Touristenmagnet ist, wimmelt es hier nur an Menschen. Etwas ruhiger wird es an einem Montag, da die meisten Sehenswürdigkeiten in Belem geschlossen haben. Der perfekte Tag, um einigermaßen in Ruhe zu fotogafieren.

19. Goldiges Abendlicht an der Flusspromenade
Wer den noblen Vorort Belem (nicht nur für Fotografen ein absolutes Muss!) auf seiner Lissabon-Reise besucht, sollte definitiv die eine Bahnstation von Belem nach Alcântara an der Flusspromenade zu Fuß gehen. Denn hier bieten sich dem passionierten Fotografen so einige interessante Motive. Mein Tipp: Vor allem zur späten Nachmittagsstunde lohnt sich hier ein ausgiebiger Foto-Spaziergang, denn das Licht verwandelt sich in ein wunderschönes, angenehmes goldiges Licht, das zudem vom Fluss reflektiert wird.

20. Außergewöhnliche Architektur – maat in Belem
Auf dem Weg von Belem nach Ancântara passierst du ein sehr außergewöhnliches Gebäude: das maat (Museum of Art, Architecture and Technology). Das neue Kunstmuseum, das erst im Oktober 2016 seine Türen geöffnet hat, fällt schon vom Weiten wegen seiner besonderen Architektur auf. Oben auf dem maat befindet sich eine Aussichtsplattform, die einen grandiosen Blick auf den Fluss Tejo, die Brücke und die Jesus Statue (vor allem im goldigen Abendlicht wunderschön!) bietet. Es lohnt sich auf jeden Fall, seinen Blick auch mal in die entgegengesetzte Richtung zu wenden …

21. Und noch mehr außergewöhnliche Architektur am Cais do Sodré
Ein weiteres faszinierendes architektonisches Kunstwerk befindet sich gleich beim beliebten Time Out Market da Ribeira am Cais do Sodré. Auch dieses Gebäude vom Architekten Aires Mateus wurde erst vor ein paar Monaten fertiggestellt. Aufgrund der außergewöhnlichen Konstruktion und dem Lichteinfall bietet sich hier jedem Fotografen ein außergewöhnliches interessantes Motiv.

22. A Brasileira – der Geburtsort der bica
Zweifelsohne, das berühmte Café A Brasileira im Stadtviertel Chiado ist ein wahrer Touristenmagnet. Egal zur welcher Tageszeit man kommt, die Tische auf der Terrasse sind alle voll und der portugiesische Dichter Fernando Pessoa muss als beliebtes Fotomotiv herhalten. Denn alle Touristen wollen ein Beweisfoto mit der Statue. Jedoch lohnt sich vor allem zur späteren Abendstunde, wenn es so langsam ruhiger wird, ein Blick nach drin. Denn das Café aus der Spätzeit der Belle Époque überzeugt mit einer antiken Inneneinrichtung und einem ganz besonderen Ambiente. Übrigens, A Brasileira gilt als der Geburtsort der bica (portugiesischer Espresso).

23. Verschiedene Metrostationen
In Lissabon findest du eine riesige unterirdische Kunstausstellung, denn fast alle Metrostationen werden mit tollen Kachel-Bildern geschmückt und jeder Stopp widmet sich einem anderen Thema. Die Lissaboner nehmen in ihrem Alltag kaum Kenntnis von dieser künstlerischen Besonderheit ihrer Metro und müssen des Öfteren schmunzeln, wenn ein Tourist tief unter der Erde zur Kamera greift und anfängt zu fotografieren. Daher mein Tipp: Fahre mal kreuz & quer durch Lissabon und steige wahllos an verschiedenen Stationen aus.

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