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Akropolis mit Kind auf dem Rücken

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Bereits 1.000 Mal auf Fotos gesehen – und dennoch ist es ein sehr ehrwürdiges Gefühl, wenn man plötzlich vor ihr steht. Der Akropolis. Ein ganz besonderes Abenteuer ist die Akropolis mit einem Kleinkind im Schlepptau. Denn da wird beim Besteigen des griechischen UNESCO-Weltkulturerbes schnell aus dem ehrwürdigen Gefühl ein atem-beraubendes Gefühl. Denn wie bereits der Name sagt, ist die Akropolis (akro= höchster Punkt, polis=Stadt) der höchste Punkt Athens. Bedeutet normalerweise, eine gute körperlicher Kondition kann nicht schaden. Jedoch zusammen mit einem Kind kann es bei den heißen Temperaturen auch schnell einem Marathonlauf gleichen. Macht nichts. Ich habe das (sportliche) Abenteuer mit meinem 1,5-jährigen Sohn in unserem gemeinsamen Athen-Urlaub zu zweit dennoch gewagt. Und es hat sich auf jeden Fall gelohnt.

Akropolis mit Kinderwagen
Im Vorfeld habe ich mir Gedanken gemacht: Wie soll ich das Gelände der Akropolis mit einem Buggy bewerkstelligen? Ist das überhaupt machbar? Da wusste ich noch nicht, dass es sich gar nicht lohnt, über den Buggy nachzudenken. Denn am Eingang der Akropolis muss der Kinderwagen abgegeben werden. Dann heißt es Schluss mit der gemütlichen Spazierfahrt und ab auf Mamis Rücken.

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Hoch oben – hinauf auf die Akropolis

Hoch oben auf der Akropolis
Hoch zur Akropolis führen verschiedene Wege. Ich habe mich für den kürzesten entschieden und bin unten bei der Agora gestartet. Gleich hinter dem antiken Marktplatz führt eine kleine Gasse hoch. Zu meinem Leidwesen hat diese Gasse auch mehrere Treppen. Ohne Fleiß, keinen Preis – dachte ich mir. Wer die Akropolis mit seinem Kleinkind sehen möchte, muss halt schwitzen. Und ja. Das Hinaufschleppen des Buggys sollte nur der Anfang meiner sportlichen & schwitzigen Herausforderung sein. Nachdem ich die Treppen bewältigt hatte, war es auch nicht mehr weit bis zum Eingang der Akropolis.

Bevor ich den Buggy in der Aufbewahrungsstation abgab (links von der Kasse), kaufte ich ein Ticket für mich. Ich war überrascht, dass das einfache Ticket 20 Euro kostet, denn überall im Internet habe ich etwas von 12 Euro gelesen. Daher gehe ich davon aus, dass das Eintrittsgeld erst vor Kurzem erhöht wurde. Wer nicht nur die Akropolis, sondern noch andere Museen und Stellen besuchen möchte, kann sich auch ein Ticket für 30 Euro holen, mit dem er dann 5 Tage lang überall reindarf. Ich habe mich für die 20 Euro-Variante entschieden.

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Buggys & Koffer müssen draußen bleiben

Ab auf Mamis Rücken
Anschließend gab ich vorschriftsmäßig meinen Buggy ab. Eltern von Kleinkindern haben die Möglichkeit für ihre Entdecker umsonst eine Trage auszuleihen (hierfür Dokument mit Lichtbild nicht vergessen). Fande ich super. Denn ohne eine Trage, wäre es mit meinem kleinen Mann ein riesen Desaster geworden. Da er immer nur in die Richtung rennt, die er bevorzugt – und dabei Absperrungen und mein Nein etc. gänzlich missachtet. Die nette Mitarbeiterin (***hüstel, hüstel***) und ich waren nicht unbedingt auf einer Wellenlänge (um es positiv zu formulieren). Dennoch habe ich die Gelegenheit genutzt und in dem Gebäude meinen Sohn noch mal gewickelt – und ab ging´s in die Trage auf Mamis Rücken. Das zulässige Maximalgewicht sollte laut der netten Mitarbeiterin 12 Kilo nicht überschreiten – wie gut, dass ich ihr zuvor nicht verraten habe, dass mein Sohn bereits 12,4 Kilo wiegt. Ich bin mir sehr sicher, dass sie mir dann die Trage auf keinen Fall gegeben hätte.

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Vorort können sich Eltern eine praktische Babytrage ausleihen

Hinauf in die antike Welt von Sokrates, Platon & Co.
Kaum haben wir die nette Mitarbeiterin und den Eingang hinter uns gelassen, bot sich ein wunderschöner Anblick. Endlich. Die Akropolis zum Greifen nah. Nur ein paar (steile) Meter trennten uns.

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Endlich. Die Akropolis ist zum Greifen nah

Noch einen kräftigen Schluck aus der Wasserflasche und auf ging´s zur Besichtigung dieses geschichtsträchtigen Platzes. Hinein in die antike Welt von Sokrates und Platon und anderen großen Philosophen, Künstler und Denker. Vorbei am weltberühmten Dionysostheater – die Geburtsstätte des Theaters, in dem Stücke der großen Tragödien-Dichter Sophokles, Aischylos und Euripides uraufgeführt wurden – bis hoch hinauf zum wichtigsten Tempel: dem Parthenon.

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Das Dionysostheater im Hintergrund …

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… hier wurden die Stücke der großen Tragödien-Dichter Sophokles, Aischylos und Euripides uraufgeführt

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Sagenumwobene Atmosphäre
Wie bereits erwähnt, ist es ein ehrwürdiges Gefühl, wenn man diese imposanten Monumente aus der klassischen Antike – also 4. Und 5. Jahrhundert vor Christus – live erleben darf. Jedoch muss man sich dieses ehrwürdige Gefühl mit massenweisen anderen Touristen teilen.

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Aber ich genoss trotzdem diese sagenumwobene Atmosphäre mit einem unbeschreiblichen Blick auf das wuselige Meer an Dächern und Häusern Athens. Und auch meinem Sohn schien unser Kulturbesuch zu gefallen. Quitschfidel freute er sich auf meinem Rücken und spielte Hüa Pferdchen mit mir. Schneller Mami, du Packesel

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Ein atemberaubender Ausblick auf Athen

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Ich versuchte mich dennoch auf die vielen Monumente zu konzentrieren – und das Gewicht auf meinem Rücken zu vergessen. Und ja, phasenweise ist es mir sogar gelungen.

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Was ein bisschen die geschichtsträchtige Stimmung trübt, ist jedoch, dass viele Monumente mit Kränen und Baugerüsten behangen sind. Denn obgleich die alten Griechen insgesamt 9 Jahre benötigten, um die Akropolis zu bauen, führen die heutigen Griechen bereits seit über 20 Jahren Renovierungsarbeiten durch – und scheinen noch lange nicht fertig zu sein.

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Zum Erbau der Akropolis benötigten die alten Griechen 9 Jahre – die heutigen Griechen sind dafür schon seit über 20 Jahren mit der Restauration beschäftigt …

Zurück ins Hier & Jetzt
Obwohl wir im Oktober auf der Akropolis waren, war es immer noch sehr heiß und vor allem staubig. Schattenplätze auf dem höchsten Punkt der Stadt sind eher Mangelware. So waren mein Sohn und ich nach einer Stunde durch mit der Akropolis. Auf dem Weg runter sollte man etwas mit den Treppen aufpassen – vor allem mit einem Kind auf dem Rücken – da diese etwas rutschig sind und es zudem kein Geländer zum Festhalten gibt. Ich habe einfach jemanden gefragt, ob er mir seine Hand geben könnte. So fühlte ich mich beim Abstieg doch wesentlich sicherer.

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Schattenplätze sind eher Mangelware

Unten bei der netten Mitarbeiterin wieder angekommen, merkte ich erst wie schweißgebadet ich war. Puh, geschafft. Ich war fix und fertig – und heilfroh, meinen Sohn wieder im Buggy spazieren fahren zu können. Eins stand fest, diese Woche bräuchte ich kein Fitnessstudio mehr …

Mein Fazit: Die Akropolis mit einem Kleinkind ist zwar mächtig anstrengend, aber dennoch auch ein ganz besonderes & wunderbares (Reise-) Abenteuer.

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Der Ausblick beim Abstieg – ins Hier & Jetzt Athens

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Als wir wieder unten waren, habe ich das Mittagsschläfchen effizient genutzt. Ich liebe Fish-Spa! Sehr zu empfehlen

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12 Kommentare

  1. Wow :)! Ein schöner Bericht, der Lust auf Urlaub macht. Ich hebe meinen imaginären Hut vor dir, dass du dich mit Kleinkind – ALLEIN!!! – in den Urlaub wagst :)…
    Aber man sieht schon, selbst ist die Frau. Ihr hattet bestimmt großen Spaß!

    Liebe Grüße
    Nina

      

    • gabriela_urban sagt

      Liebe Nina, wir hatten auf jeden Fall großen Spaß … Ganz ehrlich, alleine mit einem Kleinkind ist nur so halb so wild. Es ist eigentlich wie Alleinerziehend auf Zeit – und das im Urlaub halt 😉

        

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  6. Schöne Bilder aus Athen, ich war auf den Tag genau vor einem Jahr dort. Meine Kinder sind allerdings schon größer und konnten allein zur Akropolis laufen. 😉
    Viele Grüße, Ines

      

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