Europa, Portugal, Reiseziele
Kommentare 7

Alfama: 10 Insider-Tipps, die du nicht verpassen solltest

Die Alfama ist auf jeder Lissabon-Reise ein absolutes Muss. Denn wer die wahre Seele Lissabons aufspüren möchte, ist in diesem Stadtviertel auf dem Berghügel genau richtig. Da der Großteil von der einst verrufenen Alfama vom schweren Erdbeben im Jahr 1755 verschont geblieben ist, findet man hier die ältesten Häuser Lissabons, die teilweise über 400 Jahre als sind. Selbstverständlich jedoch steht die Alfama auch bei den Touristen hoch im Kurs. Dementsprechend drängeln sich vor allem zur Hauptsaison massenweise Touristen durch die engen Gassen, folgen der typischen „Alfama-Route“ und hetzen von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten. Und klar sollte man auf seiner Sightseeing-Tour durch die Alfama die berühmte Sé Kathedrale, die Burg Castelo São Jorge und das National Pantheon auf keinen Fall auslassen. Jedoch hat das älteste Stadtviertel Lissabons noch viel mehr zu bieten.

Like it? Pin it!

Alfama-Insider-Guide
Abseits vom touristischen Pfad wirst du eine Menge Ecken wiederfinden, an denen sich ein ganz besonderer Alfama-Charme offenbart. Und damit du diese Ecken, Besonderheiten & Aktivitäten auch ja nicht verpasst, bekommst du hier meinen kleinen Alfama-Insider-Guide an die Hand. 10 alternative Dinge, die du in der Alfama auf keinen Fall verpassen solltest …

***Diese Themen könnten dich auch interessieren: 23 Foto-Locations in Lissabon, die kaum ein Tourist kennt, 15 Insider-Tipps einer Lissabon-Expertin, Ein Fotospaziergang durch die Alfama***

1. Verliere dich in den kleinen Gassen
Zweifelsohne fällt es nicht leicht, das unverwechselbare Alfama-Feeling zu erleben, wenn man sich gemeinsam mit hunderten Touristen durch die engen Gassen dieses Stadtviertels drängelt. Deswegen mein Tipp: Verlasse den typischen touristischen Pfad, gehe auf deine persönliche Erkundungstour und verliere dich in den unzähligen engen Gassen, die einem Labyrinth ähneln. Vor allem in den kleinen und auf den ersten Blick unscheinbaren Gassen – beispielsweise Calçada do Conde de Penafiel, Escadinhas de São Crispm, Beco do Maldonado und Rua Paraíso & Rua dos Remédios – wirst du viele Ecken & Details vorfinden, die ihren ganz eigenen Charme haben.

Calçada do Conde de Penafiel

Escadinhas de São Crispm

2. Entdecke die charmanten Details
Apropos Details, wer aufmerksam und mit viel Zeit durch die Alfama schlendert, wird zahlreiche, aufregende Einzelheiten entdecken. Von den jahrhundertealten Fassenden bröckelt der Putz, kaputte Kacheln zieren die Häuser, vor den Fenstern hängen Wäscheleinen, die bunten Türen sind teilweise so niedrig, dass sich der Gast bücken muss, farbenfrohe Kanarienvögel halten am Eingang Wache, winzige Hinterhöfe versprühen eine ganz besondere Atmosphäre und alte Frauen stehen am Fenster und unterhalten sich mit der Nachbarin im gegenüberliegendem Fenster. Das ist das wahre Gesicht der Alfama – und ihrer Einwohner, den Alfacinhos.

Die bunten Türen sind teilweise so niedrig, dass man sich bücken muss

Jahrhundertealte Azulejos zieren die Hausfassaden

3. Open-Air-Kunstausstellung: Streetart in der Alfama
Erst seit Kurzem ist Lissabon für seine farbenprächtigen Graffitis bekannt – und entwickelt sich immer mehr zum weltweiten Treffpunkt der Streetart-Szene. Schnell wirst du den Eindruck gewinnen, eine große Open-Air-Ausstellung zu besuchen. Von vielen tristen Mauern oder grauen Häuserwänden strahlen dem kunstbegeisterten Entdecker leuchtende Gemälde entgegen.

Die wohl bekanntesten Graffitis befinden sich unten in der beliebten Gasse Escadinha de São Cristóvão, deren steile Treppen dann hoch ins historische Stadtviertel führt. Doch in der Alfama findest du noch viele weitere Kunstwerke. Vor allem in den kleinen Seitenstraßen und Gassen kannst du so einige Streetart-Schätze entdecken. Meine persönlichen Graffiti-Favoriten findest du hinter dem beliebten Platz Portas do Sol die schmale Treppe hoch in die Beco do Maldonado (Gasse des Böswilligen) und in der Escadinhas de São Crispm.

Die wohl bekanntesten Graffitis findest du in der Escadinha de São Cristóvão

Streetart in der Beco do Maldonado

Escadinhas de São Crispm

4. Pittoresker Ausblick
Der Volksmund sagt, dass Lissabon auf sieben Hügeln gebaut ist. Schön wäre es, wenn es tatsächlich nur sieben wären. Denn in Wahrheit sind es viel mehr. Wenn man durch Lissabon rumläuft, geht es eigentlich fast immer nur bergauf & wieder bergab. Das ist natürlich gut für die Wadenmuskelatur, aber auch fürs Auge. Denn an vielen Ecken gibt es die sogenannten Miradouros (Aussichtspunkte), die einen spektakulären Blick über die Stadt bieten. Auch in der Alfama gibt es solche populäre Plätze – beispielsweise Portas do Sol (Türen der Sonne) oder den Miradouro da Graça oder Miradouro Santa Luzia – deren Ausblick schon fast einem kitschigen Postkartenmotiv ähnelt. Wer jedoch suchet, findet noch viele weitere Ecken mit einer pittoresken Aussicht auf den Fluss Tejo oder die Stadt, zum Beispiel in der Calçada do Conde de Penafiel.

5. Mit der Kamera auf Streifzug
Die Alfama ist eine wahre Fundgrube an tollen Fotomotiven – und ein regelrechtes Paradies für passionierte Fotografen, Liebhaber von nostalgischen Details & Verehrer der Straßenfotografie. Deswegen kann ich jedem empfehlen, sich mit der Kamera in der Hand und viel Zeit & Muse in den engen Gassen der Alfama zu verlieren. Denn vor allem abseits vom touristischen Pfad, wirst du eine Menge fotogene Alfama-Motive vorfinden, die tief in die wahre Seele Lissabons blicken lassen.

6. Ein Hauch von Poesie in der Straße der Sehnsucht & Gasse des Kindes Gottes
Wer mit offenen Augen und ein paar Brocken portugiesisch Sprachkenntnissen durch die Gassen der Alfama schlendert, wird so einige linguistische Schätze mit einem Hauch Poesie entdecken. Da wären zum Beispiel die Rua da Saudade (Straße der Sehnsucht), Calçada do Menino Deus (Gasse des Kindes Gottes), Rua do Paraíso (Straße des Paradieses), Rua dos Cegos (Straße der Blinden), Beco do Maldonado (Gasse des Böswilligen) Rua das Damas (Straße der Damen) oder Escadinhas de Santo Estevão (die kleinen Treppen des heiligen Stefans), die von längst vergangenen Zeiten, Legenden & Mythen erzählen.

Die Straße der Blinden

7. Antike, nostalgische & skurrile Dinge
Feira da Ladra (der Flohmarkt der Diebe – oder korrekter übersetzt, der Flohmarkt der Diebin) ist für Liebhaber von antiken, nostalgischen Dingen ein wahres Paradies. Denn auf diesem Flohmarkt gibt es, jeden Dienstag und Samstag von 9-16 Uhr eine Menge zu entdecken. Ob altes Spielzeug, antike Kunstwerke oder skurrile Gegenstände – es gibt nichts, was es auf dem Feira da Ladra nicht gibt. Außerdem kann man hier wunderbar Leute beobachten und kommt auch mit den Verkäufern relativ schnell ins Gespräch. Kleiner Tipp: Ab 14 Uhr wird es deutlich leerer, da viele frühzeitig mit dem Abbau beginnen. Wer also nicht unbedingt auf Schnäppchenjagd aus ist, sollte erst am frühen Nachmittag hierherkommen. So kann man gut dem nervigen Gedrängel entkommen und in Ruhe auf Streifzug gehen.

8. Den Alfacinhos ins Wohnzimmer blicken
Eine Fahrt in der dienstältesten Straßenbahn der Welt – eléctrico 28 – ist in Lissabon ein absolutes Muss. Mit einem unverkennbaren schrillen Quietschen & Rattern bahnt sie sich ihren Weg durch die schmalen Gassen. Der interessanteste Abschnitt ist wohl die Fahrt durch die Alfama. Denn hier wird es teilweise so eng, dass einige Häuserfassaden zum Greifen nahe sind und du direkt einen Blick in die Wohnzimmer der Alfacinhos erhaschen kannst.

9. Lausche den schwermütigen Klängen des Fados
Zugegeben, die Klänge des Fados sind oft sehr schwermütig. Kein Wunder, denn schließlich handelt es sich bei diesem traditionellen portugiesischen Musikstil um eine Art Klagelied. Die Themen handeln immer von unglücklicher Liebe, sozialen Missständen, vergangenen Zeiten oder der Sehnsucht – den sogenannten saudades – nach besseren Zeiten. Doch auch wenn den Portugiesen oft eine gewisse Melancholie hinterhergesagt wird, blicken vor allem die jungen Leute positiv in die Zukunft. Dementsprechend hört kaum ein Portugiese noch Fado – und so könnte man den Eindruck bekommen, dass nur noch Touristen aufmerksam den schwermütigen Klängen lauschen … Wie auch immer, wer tiefer in die portugiesische Seele blicken möchte, sollte unbedingt auf seiner Lissabon-Reise ein Fadokonzert in der Alfama besuchen – und dazu Sardinhas essen & Vinho Verde trinken.

10. Sundowner am Portas do Sol
Zweifelsohne, der Platz Portas do Sol gehört in der Alfama definitiv zum beliebtesten Treffpunkt. Und das zurecht, denn schließlich ist der Ausblick von hieraus spektakulär. Vielleicht sogar der schönste in ganz Lissabon. Und damit dir dieser Ausblick auch noch sehr lange in Erinnerung bleibt, solltest du hier zum Sonnenuntergang auf mindestens ein Getränk vorbeikommen …

Warst du schon mal in Lissabon – und hast noch andere Tipps oder vielleicht Fragen? Dann hinterlasse hier einen Kommentar (Benachrichtigungsfunktion aktivieren!) oder schreibe mir eine Mail an mami.bloggt@yahoo.de – ich freue mich auf dich.

***Möchteste du weitere Reise-Themen lesen? Sehr gerne …***

15 Insider-Tipps einer Lissabon-Expertin

Ein Fotospaziergang durch die Alfama

Liebeserklärung an die Alfama

Lissabon: 23 Fotolocations, die kaum ein Tourist kennt

Portugal: eine Nacht im Schloss von Tomar

5 Tage in Valencia – unsere Reise

Möchtest du mehr über mich erfahren? Wer ich bin? Was mich bewegt & inspiriert? Dann bitte HIER ENTLANG … Und sag’ Hallo auf Facebook, Instagram, Pinterest & Twitter.

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Sharing is caring … 😉Share on FacebookPin on PinterestShare on Google+Tweet about this on TwitterShare on LinkedInEmail this to someone

7 Kommentare

  1. Pingback: 15 Insider-Tipps einer Lissabon-Expertin

  2. Pingback: Lissabon: die besten Foto-Locations, die kaum ein Tourist kennt

  3. Pingback: Lissabon – eine Liebeserklärung an die Alfama

  4. Pingback: Reise durch Südpolen: Breslau, Krakau & Kattowitz

  5. Pingback: Lissabon: ein Fotospaziergang durch die Alfama

  6. Pingback: Polen Breslau: 16 Highlights & Tipps, die du nicht verpassen solltest

  7. Pingback: Saudades de Portugal – das Reiseabenteuer mit Kind - Mami bloggt: Familien- & Reiseblog

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.