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15 liebenswerte Phasen (– die mich in den Wahnsinn treiben!)

Es ist nur eine Phase. Mein Mantra. Welches ich sicherlich 72 Mal täglich wiederhole. Stumm in meinem Kopf vor mich hersumme. Und dabei die tonale Gewichtung auf das kleine Wörtchen PHASE lege. Ja, ja, diese ulkigen, entzückenden & liebenswerten Phasen. Mein zweites Mantra, das gleich auf das erste folgt. Jedoch muss ich zugeben, dass ich diese Phasen gar nicht so ulkig, entzückend & liebenswert finde. Nichtsdestotrotz: Sie werden schon bald vergehen – denn es ist schließlich nur eine Phase. Das ist mein drittes Mantra … Sicherlich. Phasen vergehen immer. Aber ich muss schon zugeben, mein kleiner Chef, der noch nicht mal 16 Monate alt ist, hat schon so einige Macken, Allüren, Spleens, Kapriolen & Marotten entwickelt. Überzeuge dich selbst: von seinen 15 ulkigen, entzückenden & liebenswerten Phasen – (die mich in den Wahnsinn treiben):

1. Der Konquistador hinterlässt ein Schlachtfeld
Sisyphos und ich teilen gerade ein schweres Schicksal. Denn so wie der König von Korinth immer aufs Neue einen schweren Stein den Berg hochwälzt und kurz vorm Gipfel dieser wieder herunterrollt – so versuche ich gerade vergeblich, den wildverstreuten Inhalt sämtlicher Schränke & Schubladen aufzuräumen. Denn mein kleiner Rabauke liebt es, alles aus den Schränken, Regalen, Schubladen & Co. herauszuräumen. Kaum hat er ein Zimmer in Schutt und Asche gelegt und alles auf dem Fußboden verteilt, so setzt er seine heldenhafte Aufgabe im nächsten Zimmer fort. Was bleibt ist ein wüstes Chaos & Schlachtfeld. Mami kommt, räumt die Spuren der Schlacht weg – doch alle Mühen sind vergebens. Denn kaum ist das eine Zimmer bewältigt, hat der Konquistador bereits 3 weitere Zimmer erobert. Ach lieber Sisyphos, hast du nicht Lust, mal mit mir zu tauschen – nur für einen Tag?

2. Spiderman & Ninja Warrior
Die heiße Trainingsphase hat begonnen. Und zwar tagtäglich. Denn ein Spiderman & Ninja Warrior in einer Person muss jeden Tag auf alle Hindernisse klettern, die sich ihm in den Weg stellen. Ob Stühle, Tische, Fensterbänke, Regale oder Schränke – je höher, desto effektiver. Und das Beste? Bei den waghalsigen Gleichgewichtsübungen auf irgendwelchen hohen Gegenständen trainiert Sohnemann nicht nur seine Geschicklichkeit & Koordination, sondern Mami gleichzeitig auch ihre Nerven.

3. Kreischen: die Universal-(Folter)-Lösung
Auf sie mit Gebrüll. Und zwar mit einem ohrenbetäubenden Kreischen in einer Tonlage, an der Pavarotti garantiert seine Freude gehabt hätte. Denn Kreischen hilft immer – findet zumindest mein Sohn. Und deswegen wendet er diese Universal-(Folter)-Lösung in jeder Situation an, die ihm gerade nicht passt. Also gefühlt so etwa 183 Mal am Tag. Ob beim Wickeln, Essen oder Anziehen – eine Kakophonie an schrillen Kreischern kann der Mami auf jeden Fall nicht schaden.

4. Malträtieren, der kleine Liebesbeweis
Ganz ehrlich? Ich hatte gedacht, dass nach der Geburt alle Schmerzen vorbei wären. Von wegen. Denn damit Mami nicht vergisst, wie sehr sie ihr Kleiner liebhat, bekommt sie des Öfteren mal den Finger ins Auge gepiekst. Sozusagen der kleine Liebesbeweis vom Kind an die Mami. Und um diesen zu verstärken, folgt auch noch ein liebevolles Haareziehen, ins Gesicht Kratzen, ein herzlicher Kneifer und ab und zu mal beim Wickeln ein kleiner freundschaftlicher Tritt in den Bauch.

5. Als ob nichts gewesen wäre
Nein! Neeeiiiin!!!! Kurzes Innehalten. Ein Anflug von einer klitzekleinen Reaktion. Und zack geht´s weiter. Denn der kleine Mann lässt sich doch von einem Nein nicht beirren – geschweige denn von seinem tollkühnen Vorhaben abbringen. Zweifelsohne, diese Eigenschaft muss er sich bei Papa abgeguckt haben. Denn mein Mann kann ebenfalls ganz großartig so tun, als ob er meine Worte nicht gehört hätte – auch bei der dritten Wiederholung.

6. Die magische Anziehungskraft von Klopapierrollen
Sie sind faszinierend, fesselnd und haben eine magische Anziehungskraft: Klopapierrollen. Und jedes noch so pädagogisch wertvolles Spielzeug schafft es nicht, an diese Vorliebe meines Sohnes ranzukommen. So schnappt er sich mit einer entdeckungsfreudigen Inbrunst die Klopapierrolle vom Halter und entrollt sie geduldig Blatt für Blatt – bis das Badezimmer in einem Meer von Klopapier zu versinken droht.

7. Heldenhafte Taten erfordern heldenhafte Opfer
Diese Liebe ist unendlich groß. Und hält schon mindestens seit über 10 Monaten an. Der heißgeliebte Duschabfluss. Mehrmals täglich muss er sich einer Inspektion unterziehen. Dann prüft mein Sohn gründlich, ob auch wirklich alles in Ordnung ist. Natürlich erfordert diese lebenswichtige Aufgabe den vollen Körpereinsatz, so krabbelt mein Sohn in die (nasse) Dusche, um den Überblick zu behalten. Ob dabei die frisch angezogenen Klamotten nass werden, ist ihm absolut egal, denn heldenhafte Taten erfordern auch heldenhafte Opfer.

8. Kulinarische Vorliebe seine Vorlieben zu ändern
Beim Essen hat mein Sohn so einige Kapriolen und Eigenarten entwickelt. Dementsprechend lassen sich diese beim besten Willen nicht in einem Punkt abfrühstücken … Da wäre die kulinarische Vorliebe, seine Vorlieben tagtäglich zu ändern. Gestern nur Kartoffeln (und lass bloß das Gemüse weg). Heute bitte nur Käse und auf keinen Fall Zucchini. Morgen nur alles, was grün ist (also auch Zucchini). Und was kommt übermorgen? Na, klar – da wird der ganze Teller mit Kartoffeln, Gemüse & Fleisch brav & artig aufgegessen. Konnte jemand dieser (Essens-) Logik folgen?

9. Der Feinschmecker inspiziert
Egal, was Mami auf dem Teller hat – es muss erst mal vom kleinen Feinschmecker inspiziert werden. Dementsprechend reicht nur ein schriller Kreischer (siehe Punkt 3), schon gibt sich Mami geschlagen und überreicht ihren ganzen Teller an den Sohn des Hauses. Dann wird mit den Fingern gemanscht, ggf. auch noch angesabbert – und wenn sie Glück hat, dann darf sie ihr Essen auch weiteressen.

10. Über den Tellerrand hinaus
Teller werden absolut überbewertet. Sie haben eigentlich nur eine Funktion: außerhalb des Tellers essen. So wird das ganze Essen penibel vom Teller auf den Tisch getan, noch ein bisschen mit den Händen zerdrückt – herrlich, so schmeckt es doch gleich viel besser.

11. Fitnessprogramm
Im Buggy fahren ist etwas für Babys. Lieber alleine laufen – und vor allem in eine andere Richtung rennen als Mami. Das ist immer ein Riesenspaß. Mami sagt doch andauernd, dass sie mehr Sport machen muss …

12. Schuh über Bord
Und wenn der kleine Nachwuchs sich doch mal im Buggy durch die Gegend kutschieren lässt, dann werden nebenbei die Schuhe ausgezogen. Denn Schuhe im Buggy anhaben? Absoluter Unsinn! Und wenn Mami mal nicht aufpasst, dann wird der eine Schuhe über Bord geworfen.

13. Mamis Spielsachen
Meins. Denn es ist ein Trugschluss, wenn Mami denkt, dass ihr etwas gehört. Hat sie denn immer noch nicht begriffen, dass ihr Handy, Kamera, Halstuch & Co. mir gehören – und sie ausnahmsweise auch damit mal spielen darf? Ich kann gar nicht verstehen, warum sie sich letztens so aufgeregt hat, als ich ihre neue Zeitschrift zerrissen habe, bei iTunes shoppen war und in ihrem Namen bei Facebook gepostet & eine Mail versendet habe …

14. Sie leuchten so schön
Was für ein Spaß – Knöpfe drücken. Vor allem wenn sie so schön leuchten. Auf meinen Sohn ist Verlass, sobald ich die Waschmaschine oder Spülmaschine anstelle, kommt er in Windeseile herbeigeeilt, um das Programm zu verändern. Dann wird aus einem 45-minütigen Waschgang schnell mal ein 2,5-Stündiger. Und auch beim Verstärker im Wohnzimmer muss ab und zu mal ein Feintuning erledigt werden. Da kommt bei Mami ebenfalls ganz große Freude auf, wenn sie abends Fernsehen möchte und dieser nicht funktioniert, weil alles verstellt ist.

15. Vorwurfsvoller Blick
Mein Sohn hält sich für einen ganz Großen – und zudem ziemlich erwachsen. Jedoch mit einer kleinen Ausnahme. Wenn er etwas runterschmeißt oder kaputtmacht, schaut er mich immer ganz vorwurfsvoll an und fängt an, wie ein Baby zu weinen. Ganz ehrlich, diese Logik habe ich bis heute nicht verstanden …

Erlebt dein Kind gerade auch ganz ulkige, entzückende & liebenswerte Phasen, die dich in den Wahnsinn treiben? Dann erzähle mir bitte davon – ich freue mich auf deine Geschichte. Schreibe hier einen Kommentar oder eine Mail an mami.bloggt@yahoo.de

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9 Kommentare

  1. Andrea sagt

    Oh, je, ich musste beim Lesen gerade ganz laut lachen. Ja diese Phasen kenne ich und mein Sohn hat die auch. Ich finde deine Artikel super erfrischend und lustig

      

    • gabriela_urban sagt

      Liebe Andrea, vielen Dank für die ganz lieben Worte. Da werde ich ja fast rot. Schön, wenn ich dich zum Lachen bringen kann 😉 LG Gabriela von Mami bloggt

        

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  7. Julia sagt

    Hallo zusammen,
    was für ein toller Beitrag.
    Es ist schön, dass andere Mütter auch ihre Mantras haben. Nachdem wir auch lange von einem Raum in den nächsten gesprintet sind, um Schadensbegrenzung zu machen wenn unser Sohn (6/15) mal wieder Schubladen, Schränke und Regale erkundet hatte, ist jetzt das genaue Gegenteil der Fall. Jetzt ist aufräumen in. Die Verpackung landet im Müll bevor der Inhalt entleert wurde und die saubere Wäsche wandert durch kleine Patschehände von der Wäschewanne direkt wieder in den Dreckwäsche-Korb. So passiert es uns des öfteren, dass wir „aufgeräumte“ Gegenstände erst einmal suchen müssen. Schlimm ist es, wenn das jetzt gerade benötigte Kuscheltier einen neuen Platz gefunden hat, den leider noch keiner kennt. Aber ein anderes Kuscheltier kommt nicht in Frage. Da doch eher der hilfreiche Satz „Mama, suchen schnell!“
    Ganz gefürchtet sind im Moment auch Aussagen wie „ich helfen“ oder „ich mach das/ kann das alleine“ da hilft nur: Augen zu und durch, aber nicht zu lange, denn sonst endet das Staubwischen, das so harmlos und friedlich begann mit einem wutentbrannten Geschrei (das hat er Gott sei Dank erst in den letzten Wochen für sich entdeckt) weil man der kleinen Putzfee erklären muss, dass die Klobürste nicht zum schrubben der Badezimmerfliesen geeignet ist.
    Da der kleine Mann (leider) nicht nur ein Reinemann sondern auch noch begeisterter Handwerker ist, und, ich weiß nicht wie, auch überall dran kommt, kann es passieren, das man erst einmal die Schrauben der Gartenstühle nachziehen muss, bevor man sich auf selbigen niederlassen kann. Auf die Frage „was hast du denn da gemacht?“ bekommt man dann die Antwort „ich arbeitet“. Klar, hätte ich ja selbst drauf kommen können.
    Ich hoffe diese hilfsbereite „Phase“ geht bald vorbei… wobei…. Ich bin sicher, spätestens in der Pubertät wünsche ich sie mir zurück…

    Ganz liebe Grüße
    Julia

      

    • Gabriela Urban sagt

      Hallo Julia, du hast mich gerade extrem zum Lachen gebracht 😉 Denn in vielen Details erkenne ich auch meinen eigenen Sohn wieder. Kinder sind sehr unterschiedlich, aber in einigen Dingen ähneln sie sich ungemein. Auch bei uns ist das Helfersyndrom gerade ganz groß. Da ist immer ganz viel Geduld gefragt 😉 Ganz liebe Grüße Gabriela

        

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