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Ein Blick hinter meine Foto-Kulisse

Ich habe nicht viel Zeit. Und oft muss alles ziemlich fix gehen. Würde irgendwann eine gute Fee vor meiner Tür stehen und mir 3 Wünsche erfüllen wollen – müsste ich nicht lang überlegen. Mehr Zeit für mich. Das wär´s. Denn hätte ich mehr Zeit, über die ich freiverfügen könnte, dann könnte ich unter anderem auch wesentlich mehr Stunden für mein zweites heißgeliebtes Baby investieren: meinen Blog. Doch die gute Fee hat bis jetzt noch nicht bei uns vorbeigeschaut und dementsprechend muss ich mit meinen zeitlichen Kapazitäten auskommen. Was ich heute nicht schaffe, muss entweder nach dem Feierabend erledigt oder auf den nächsten Tag verschoben werden. Es gibt aber noch eine andere Herangehensweise, die viele Mamis in ihrem Alltag nahezu perfekt beherrschen. Diese lautet: Alles auf einmal erledigen mit einem minimalen Minimum an zeitlichem Aufwand.

Was für eine irrwitzige Idee
Selbstverständlich ist diese Herangehensweise nicht immer die effizienteste – und endet oft im absoluten Chaos. Dennoch praktiziere ich sie tagtäglich und komme dabei oft ins Schwitzen. So wie vor ein paar Tagen. Die Wohnung war wie immer verwüstet, sämtliche Inhalte aus den Schränken & Regalen lagen auf dem Boden verteilt, um in die Küche zu gelangen, musste ich mir meinen Weg durch eine unüberwindbare Unmenge an Spielsachen bahnen und langsam aber sicher arbeitete die Zeit gegen mich. Schon bald würde die Stunde des Abendbrots schlagen. Und glaube mir, wenn das Essen dann nicht pünktlich auf dem Tisch steht, bekomme ich mächtig Ärger mit meinem kleinen Mann, der dann sofort in Panik verfällt, weil er felsenfest glaubt, dass er nie wieder etwas zu essen bekommt. Angesichts der Zeitknappheit geriet ich dann wiederum allmählich in Panik – ließ alles stehen & liegen und begab mich sofort an den Herd, um für meinen Sohn & Papa ein köstliches Mahl zu zaubern. Aus Solidarität begleitete mich mein Sohn in die Küche, um zu prüfen, welche Schubladen hier noch ausgeräumt werden müssen. Unter erschwerten Umständen wurde in schwindelerregender Geschwindigkeit geschnippelt, gebrutzelt & gekocht – damit ich ja meinen Zeitplan einhalten würde. Doch wie so oft kam mir die irrwitzige Idee, vorm Abendbrot für meinen Blog noch schnell ein Foto vom Essen zu machen. Das klappt schon

Du hast genau 3 Minuten (und keine Sekunde länger)
Noch während das neue Rezept in der Pfanne schmorrte, malte ich mir bereits im Kopf aus, wie ich den Teller anrichten und welche Requisiten ich wie drapieren werde, um eine schöne Bildsprache zu erzielen. Hektischer Blick auf die Uhr. Ein gestresster Blick rüber zu meinem Sohn, der mich misstrauisch ansah. In seinen Augen war zu lesen: Mami ich gebe dir noch genau 3 Minuten Zeit – und dann hat das Abendessen gefälligst auf dem Tisch zu stehen. Schweißperlen. Aber nein, das schaffe ich. Mami muss nur Gas geben. Essen fertig. Schnell appetitlich auf einem Teller angerichtet, in Windeseile die notwendigen Requisiten & Kamera gegriffen und ab ins Kinderzimmer. Jetzt noch fix die Wickelkommode leerräumen (denn hier shoote ich alle Rezeptbilder für Mami bloggt 😉 ), die richtige Kameraeinstellung finden, mist, ich brauche doch noch einen Stuhl für die Vogelperspektive. Für das kosmetische Feintuning noch ein wenig frischgehakten Dill übers Essen streuen – und das Shooting kann beginnen. Natürlich nur unter strenger Aufsicht von meinem Sohn. Denn die Uhr tickt. Doch Mami kann unter Zeitdruck am besten arbeiten. Also schnell die Vogelperspektive vom seitlich positionierten Stuhl festgehalten …

Lachs in Dill-Sahne-Sauce

… jetzt noch mal für ein paar Close-ups in rasanter Geschwindigkeit Objektiv wechseln, Teller drehen, Position des Kochlöffels ändern …

Lachs in Dill-Sahne-Sauce 2

1, 2, 3, Bilder – zu mehr Aufnahmen vom perfekt angerichteten Teller kam es leider nicht mehr. Denn klammheimlich schlich sich mein Sohn an den Ort des Geschehens ran (mit gutem Recht, schließlich ist die Wickelkommode auch sein Terrain), kletterte auf den Stuhl herauf, mit einem gezielten Griff schnappte er sich den Kochlöffel und im Nu wurde unter einem kreischenden Gelächter das Essenskunstwerk von ihm zerstört … Das war´s. Blick auf die Uhr, oh erst 2 Minuten vergangen – dann bleibt noch 1 Minute, um den Tisch fürs Abendessen zu decken. Was für ein perfektes Zeitmanagement heute … 😉

Blick hinter mein Foto-Kulisse 2

Blick hinter mein Foto-Kulisse 3

Blick hinter mein Foto-Kulisse 5

Und wie schaut dein Alltag mit Kind aus? Genauso chaotisch wie meiner? Erzähle es mir! Ich freue mich auf deine Geschichte – hinterlasse hier einen Kommentar oder schreibe mir eine Mail an mami.bloggt@yahoo.de

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4 Kommentare

  1. Süß!! Zuckersüß dein kleiner Mann… Wobei er so klein, ja auch nicht mehr ist :-). Die liebe Zeit…

      

    • gabriela_urban sagt

      Du sagst es Nina: die liebe Zeit … Und sie wachsen sooo schnell. Aber zuckersüß ist er wirklich – zumindest manchmal 😉 LG Gabriela

        

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