Der letzte Tanz in Südamerika – Leseprobe zum Anhören & Runterladen

August 16, 2021

Ich weiß, es klingt verrückt – und ja meine Idee ein Südamerika Buch während einer Pandemie und noch dazu im Self-Publishing zu schreiben, gehört definitiv mit zu den unvernünftigsten Entscheidungen, die ich in meinem (beruflichen) Leben getroffen habe. Doch ich konnte nicht anders! Denn von meiner turbulenten Südamerikareise voller Höhen und Tiefen, die mich für mehrere Monate nach Ecuador, Peru, Bolivien und Paraguay geführt hatte, zurück in Deutschland verspürte ich den unbändigen Herzenswunsch, all die Erlebnisse, Begegnungen und auch Geschichten, die mir die Einheimischen unterwegs so zahlreich erzählt haben, festzuhalten. Also fing ich einfach an zu schreiben. 

Während ich in die Tasten haute, waren meine Zweifel phasenweise selbstverständlich sehr groß – und es gab viele Momente, in denen ich überzeugt war, dass mir bei meinem ambitionierten Buchprojekt hundertprozentig die Kraft und der Atem ausgehen würden. Doch ich habe es geschafft. Und ja ich platze vor Stolz, dir jetzt nicht nur mein drittes Buch «Der letzte Tanz in Südamerika – Meine Reise zu den wundersamen Geschichten in Ecuador, Peru, Bolivien und Paraguay» vorzustellen, sondern gleich auch eine exklusive Leseprobe meines Südamerika Reisebuchs an die Hand zu geben, die du entweder weiter unten lesen, hier runterladen oder noch viel, viel besser: sogar anhören kannst. Also hol deine Kopfhörer hervor und los geht´s.

 

Der letzte Tanz in Südamerika – Leseprobe gelesen von der Autorin Gabriela Urban

Hier kannst du dir meine Leseprobe anhören

Mein Südamerika Buch – worum geht´s?

Puh! Ich kann mich noch ganz genau an meinen rasenden Puls erinnern, als ich am Flughafen in Quito – der Startpunkt unserer abenteuerlichen Südamerikareise – angekommen war. Mein Herz pochte. Immer heftiger, immer schneller. Und ich fühlte mich, als ob ich gleich einer verflossenen Liebe gegenüberstehen würde. Denn nach über 20 Jahren erfüllte ich mir einen langgehegten Wunschtraum: Ich kehrte gemeinsam mit meinem vierjährigen Kind nach Ecuador zurück, wo einst meine ganz große Leidenschaft für den südamerikanischen Kontinent entfacht war.

Südamerika Reisegeschichten: laufende Palmen & Wrestler in traditionellen Röcken

Ja, mein Südamerika-Trip wurde sehr abenteuerlich und auch wundersam. Denn auf meiner Reise durch Ecuador, Peru, Bolivien und Paraguay bestaunte ich nicht nur laufende Palmen, Fischer, die auf Schilfrohrpferdchen meterhohe Wellen bewältigten, Wrestler in traditionellen Röcken und Regenbogenberge in einer Landschaft, in der Erde und Himmel miteinander zu verschmelzen schienen. Ich kam in einem Dorf in den Anden auch dem Geheimnis der Hundertjährigen auf die Spur, begegnete den glücklichsten Menschen der Welt, tanzte mit einem Toten, nahm an einer Schamanenzeremonie teil und kaufte auf dem Hexenmarkt in La Paz ein Zauberparfüm, das mich später tatsächlich vor einem Dieb beschützten sollte.

Blick in die Seele Südamerikas

So viel gesehen und erlebt! Doch es waren vor allem die fantastischen Geschichten, die mir die Leute unterwegs erzählt haben, die mich immer tiefer in die zauberhafte Seele Südamerikas blicken ließen. Es waren sowohl die Sagen und Legenden vom verliebten Kondor, von guten und bösen Berggeistern, verzauberten Eidechsen und dem höchsten Lösegeld der Weltgeschichte als auch die persönlichen Erlebnisse voller Tragik und trotz allem Zuversicht in einer krisengebeutelten, politisch zerrütteten Heimat, durch die ich mich immer mehr verbunden mit Südamerika und seinen Menschen gefühlt habe.

Schlagartige Flucht aus Südamerika

Doch als ich gemeinsam mit meinem Kind nach knapp 10.000 Kilometern im Herzen Südamerikas angekommen war, veränderte binnen weniger Tage eine Pandemie die ganze Welt. Und wir beide mussten schlagartig und schweren Herzens vom lateinamerikanischen Kontinent, der uns mit offenen Armen empfangen hatte, Abschied nehmen und unsere Reise abbrechen, um in letzter Minute aus Südamerika zu fliehen … 

Südamerikareise durch Ecuador, Peru, Bolivien und Paraguay

Gänsehaut-Momente in Machu Picchu in Peru

Mein Südamerika Buch «Der letzte Tanz in Südamerika – Meine Reise zu den wundersamen Geschichten in Ecuador, Peru, Bolivien und Paraguay»

«Der letzte Tanz in Südamerika» ist bei Amazon erhältlich

Exklusive Leseprobe von «Der letzte Tanz in Südamerika»

Mein Buch «Der letzte Tanz in Südamerika» kannst du hier bestellen. Da ich es im Self-Publishing herausgebracht habe (nach zwei Reisebüchern gemeinsam mit dem Conbook Verlag eine ganz neue Erfahrung), ist es bis jetzt ausschließlich bei Amazon erhältlich. Und wie versprochen, folgt jetzt die Leseprobe, die dich zum Anfang meiner Südamerikareise nach Ecuador führt. Übrigens, falls du die Leseprobe lieber später in Ruhe auf deinem Handy, Tablet oder Computer lesen möchtest, kannst du hier eine Pdf runterladen, die nicht nur den Anfang meines Buchs «Der letzte Tanz in Südamerika» beinhaltet, sondern auch das Buchcover, eine Südamerikakarte mit meiner Reiseroute und die Kapitelübersicht.

 

 

Leseprobe aus dem Buch «Der letzte Tanz in Südamerika»

Blick in mein Südamerika Buch «Der letzte Tanz in Südamerika»

Leseprobe aus dem Buch «Der letzte Tanz in Südamerika»

 

Leseprobe aus dem Buch «Der letzte Tanz in Südamerika»

Leseprobe von «Der letzte Tanz in Südamerika» gelesen von der Autorin Gabriela Urban

Ecuador: am Kratersee Quilotoa, wo sich die Einheimischen abends am Feuer die Legende vom verliebten Kondor erzählen.

«Ecuador Quito, 1. KAPITEL: Rückkehr

Mein Herz pocht. Immer heftiger. Immer schneller. Tief ein- und ausatmen. Ich versuche, meine Nervosität in den Griff zu bekommen, mir meine Unruhe nicht anmerken zu lassen. Ich fühle mich, als ob ich gleich einer verflossenen Liebe gegenüberstehen würde, die ich seit 20 Jahren nicht mehr gesehen habe. Während ich beide Reisepässe fest umklammere, muss ich plötzlich an ein Zitat des Dalai-Lamas denken: ‹Gehe einmal im Jahr irgendwohin, wo du noch nie warst›.

Tick, tack. Tick … Ich blicke zur Uhr, die omnipräsent über den Schaltern der Immigration in Quito wacht. Gerade nähert sich der Sekundenzeiger der Zwölf, tack, es ist 16.57 Uhr, der 28. November 2019. Erst vor ein paar Minuten bin ich gemeinsam mit meinem vierjährigen Kind in Südamerika gelandet, um alte verblasste Erinnerungen mit neuem Leben aufzufüllen. Ich möchte meinem Sohn einen Kontinent zeigen, der vor zwei Jahrzehnten mit seinem pulsierenden Facettenreichtum mein Herz im Sturm erobert hat – und den wir beide aus heiterem Himmel in exakt 111 Tagen, 23 Stunden und 52 Minuten fluchtartig verlassen werden müssen, um es im allerletzten Moment noch über den Atlantik zu schaffen. Doch davon ahne ich gerade nichts …

Wir stehen in der Schlange, warten geduldig. Gleich sind wir dran. Erneut muss ich an die Lebensweisheit des buddhistischen Mönches denken, die ich mir bereits in jungen Jahren in Großbuchstaben auf die Fahne geschrieben habe. Fremde Länder entdecken, Abenteuer erleben, Menschen begegnen, die mir ihre Geschichten erzählen, immer wieder die Welt aus den unterschiedlichsten Perspektiven sehen, die Intensität des Reisens mit allen Sinnen erfahren, die Zeit einen Moment lang anhalten, obwohl sich die Erde weiterdreht. Das sind meine Motivationen gewesen, die mich in meinem Leben fortlaufend an die entlegensten Ecken und exotischsten Orte rund um den Globus geführt haben: nach Südamerika, Mittelamerika, Asien, Afrika … Doch heute ist endlich der Tag da, an dem ich zu alten Ufern zurückkehre. Es fehlen nur noch ein paar Schritte, bis ich da hinten durch die Absperrung gehe, das Flughafengebäude hinter mir lasse und einem mir einst so vertrauten Land auf ein Neues begegne, mi querido Ecuador.

Wir sind an der Reihe. Mit einer ruhigen Handbewegung und einem rasenden Pulsschlag reiche ich der Grenzbeamtin unsere Reisepässe. Ihre kastanienbraunen Augen mustern mich. Sie scheinen mich zu durchleuchten. Gleichen akribisch meine Person mit dem Passfoto in ihren Händen ab. Die Mimik der jungen Frau wirkt wie versteinert. Wie es für Grenzbeamte so üblich ist, schaut sie mich ernst an und kneift dabei ihren Mund zu einem schmalen Spalt zusammen. Gewissenhaft nimmt sie meine Fingerabdrücke: erst den rechten Zeigefinger, dann ist der linke dran. Mit einem barschen Kommando fordert sie mich auf, in die Kamera zu sehen, anschließend fragt sie mich, ob ich das erste Mal nach Ecuador reise.

«Nein, nein … ich war schon mal für ein paar Monate hier. Aber das ist lange, lange her …», stottere ich etwas unbedarft in meinem eingerosteten Spanisch wie ein aufgeregter Erstklässler, der zum ersten Mal an die Tafel muss. Dabei beobachte ich aufmerksam die Gesichtszüge der Grenzbeamtin. Ich bemerke ihre vollen Lippen, die nicht mehr ganz so verbissen aussehen.

‹Kann es sein, dass sie sogar ein wenig lächelt?›, frage ich mich. Sie senkt den Kopf und knallt mit voller Wucht den langersehnten Stempel in meinen Reisepass. Rumms! Sie blickt mich an, und jetzt kann ich es ganz klar erkennen: ihr leicht angedeutetes Lächeln.

«Entonces, bienvenido de nuevo en la República del Ecuador. Willkommen zurück in Ecuador», sagt sie und weist mir den Weg durch die Absperrung.

Ich spüre, wie mein Herz das Blut mit einer schwindelerregenden Geschwindigkeit durch meine Adern pumpt. Allmählich realisiere ich, dass gerade mein ganz großer Traum in Erfüllung geht. Das Abenteuer Südamerika hat für meinen Sohn und mich tatsächlich in diesem Augenblick begonnen. Die ersten Meter auf südamerikanischem Boden sind bereits zurückgelegt, doch was werden wir alles auf den verbleibenden 10.000 Kilometern von Quito kreuz und quer über den Kontinent bis zum Abflughafen Asunción in Paraguay erleben? Werden die Schutzengel unseren Weg durch mehrere Länder, die zurzeit politisch sehr instabil und unruhig sind, begleiten? In meinen Gedanken male ich mir kurz aus, was das Schlimmste wäre, das uns auf unserem Trip widerfahren könnte: ausgeraubt zu werden, plötzlich ohne Geld dazustehen, in politische Ausschreitungen zu geraten oder ernsthaft krank zu werden …, doch ich schiebe die Schwarzmalerei schnell beiseite (– ohne zu wissen, dass sich einige Befürchtungen bewahrheiten werden und ich zudem in eine weitaus brenzligere Situation geraten werde) und fokussiere mich wieder auf die schöneren Fragen, die mir unter den Nägeln brennen und deren Antwort ich kaum erwarten kann. Werde ich es erneut schaffen, der Seele Südamerikas näher zu kommen? Werde ich den besonderen Rhythmus und Herzschlag dieses Erdteils spüren? Oder werde ich nach all den Jahren und Veränderungen nur ein Tourist bleiben, der von einem Ort zum nächsten zieht?

Hand in Hand mit meinem Sohn verlasse ich das Flughafengebäude und spüre, wie ein elektrisierendes Gefühl meinen ganzen Körper durchströmt bei dem Gedanken, dass vor mir vier aufregende Monate liegen – höchstwahrscheinlich sogar mehr, da ich als selbstständige Journalistin und Autorin beruflich flexibel bin und problemlos unseren Rückflug umbuchen kann.

‹Ja, es ist richtig, dass man jedes Jahr irgendwohin gehen sollte, wo man noch nie zuvor war›, denke ich. ‹Jedoch sollte man auch nicht vergessen, alle Jahre mal dahin zu gehen, wo man vor geraumer Zeit sein Herz gelassen hat, um zu prüfen, ob man es an derselben Stelle wiederfindet.›

Mich überkommt ein unbändiger Drang, die ganze Welt zu umarmen – so glücklich bin ich. Wildfremde Menschen, einfach so. Mein Körper intensiviert diesen Hormonausstoß um ein Vielfaches, indem er eine beachtliche Ladung an Serotonin, Dopamin, Noradrenalin, Endorphinen und sicherlich auch Phenethylamin hinterherschießt.

Am liebsten würde ich vor Freude laut losschreien, doch ich unterdrücke diesen Drang, damit nicht ausgerechnet die ersten Menschen, denen ich auf meinem Trip begegne, mich für übergeschnappt halten.» 

Leseprobe aus «Der letzte Tanz in Südamerika – Meine Reise zu den wundersamen Geschichten in Ecuador, Peru, Bolivien und Paraguay» von Gabriela Urban

Leseprobe aus «Der letzte Tanz in Südamerika» zum Anhören und Runterladen

Leseprobe von «Der letzte Tanz in Südamerika» gelesen von der Autorin Gabriela Urban

Klicke auf das Bild, um dir meine Leseprobe anzuhören

Leseproben aus meinen anderen Reisebüchern

Übrigens hier findest du Leseproben aus meinen anderen zwei Reisebüchern, die im Conbook Verlag erschienen sind:

Südamerikareise meine Route

Ecuador

  • Quito
  • Amazonas
  • Baños
  • Kratersee Quilotoa
  • Canoa
  • Montañita
  • Cuenca
  • Vilcabamba
  • Guayaquil
  • Galapagos

Peru

  • Chiclayo
  • Cajamarca
  • Chachapoayas
  • Tarapoto
  • Huanchaco
  • Huacachina
  • Arequipa
  • Cusco
  • Ollantaytambo
  • Machu Picchu

Bolivien

  • Titicacasee
  • La Paz
  • Coroico
  • Tupiza
  • Salar de Uyuni
  • Sucre
  • Santa Cruz

Paraguay

  • Asunción
  • Caacupé
  • Arégua
  • Encarnación

Brasilien

  • São Paulo

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