Wien mit Kindern – Tipps von einer Insiderin

Dezember 19, 2017

(Gastartikel) Hallo zusammen! Mein Name ist Christina Danner, ich bin Österreicherin, Mama von zwei Söhnen und das Gesicht hinter dem Blog Die Danners. Gabriela ist derzeit im wohlverdienten Urlaub – und damit euch hier auf ihrem großartigen Blog nicht langweilig wird, darf ich ein bisschen etwas über mein geliebtes Wien erzählen, gebe euch so einige Insidertipps, was ihr mit Kindern unternehmen könnt und wie es sich in der österreichischen Hauptstadt wunderbar aushalten lässt. Ich lebe selber seit fast 8 Jahren in und rund um Wien und würde jedem mit oder auch ohne Kinder empfehlen, der Stadt einen Besuch abzustatten. Es lohnt sich auf jeden Fall!

Tipp: Unterwegs in Wien mit Kindern

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Wenn ihr erstmal in Wien – ob mit KIndern oder ohne – gelandet seid, ist das Herumkommen ein leichtes. Sowieso würde ich immer empfehlen, ohne Auto anzureisen. Erstens weil man in Wien kein Auto braucht und zweitens, weil Parkplätze eine Mangelware und Parkhäuser zudem sehr teuer sind. Alle Sehenswürdigkeiten, Spielplätze und sogar eine Therme sind ganz einfach öffentlich zu erreichen mit den Wiener Linien.

Von Einzelfahrscheinen bis zu 72-Stunden-Tickets könnt ihr alles an den Automaten in den einzelnen U-Bahn-Stationen kaufen. Kinder fahren bis zum vollendeten sechsten Lebensjahr kostenlos. Während der Wiener Schulferien, an Sonn- und Feiertagen fahren Kinder sogar bis zum 15. Lebensjahr gratis mit. Die U-Bahnen sind alle barrierefrei und somit auch mit Kinderwagen gut befahrbar. Bei den Straßenbahnen ist zumindest jede zweite barrierefrei, man muss eventuell halt ein paar Minuten länger warten. Im Notfall kann man in Wien auch auf ein gut ausgebautes Taxi- und Uber-Netz zurückgreifen.

Wenn ihr mit dem Zug anreist, ist das Weiterfahren auch recht leicht – beide großen Bahnhöfe sind gut an das öffentliche Netz angebunden. Und selbst der Flughafen ist nur eine Busfahrt oder eine Fahrt mit dem Flughafenzug (CAT) schnell erreichbar.

Eine „Ring-Runde“ mit der Straßenbahn

Der älteste und geschichtsträchtigste Teil der Stadt befindet sich innerhalb der sogenannten Ringstraße. Früher befanden sich die Stadtmauern und somit kommt man hier quasi an allen „wichtigsten“ Gebäuden der Stadt vorbei. Und das kann man ganz bequem von der Straßenbahn aus machen.

Dazu gibt es zwei Möglichkeiten: Ihr könnt eine (teure) Karte der „Vienna Ring Tram“ kaufen, oder euch einfach in eine der zahlreichen Linien rund um den Ring setzen. Dabei kann man sich sogar die Richtung aussuchen. Achtung: Seit einer Änderung der Linienführung führt keine Linie mehr rund um den Ring! Ihr müsst also immer wieder aus- und umsteigen.

Mein Tipp: Am Schwedenplatz (erreichbar zu Fuß vom Stephansplatz aus oder mit Linie U1, U4) mit der Linie 2 Richtung Ottakring fahren. Bei der Oper in die Linie 1 umsteigen (selbe Station), bis zum Schwedenplatz weiterfahren.

Schloss Schönbrunn & Zoo Schönbrunn – vor allem für Kinder ein Highlight

Zu jedem Wienbesuch mit Kindern gehört eine Tour durch den Schlosspark Schönbrunn inklusive dem Zoo. Besonders für Kinder ist das ein Highlight. Im Schlosspark selbst gibt es unzähliges zu entdecken und zu erleben. Und auch das Schloss selbst ist sehr beeindruckend. In der Vorweihnachtszeit befindet sich hier meiner Meinung nach auch der schönste Weihnachtsmarkt der Stadt mit riesigem Weihnachtsbaum, Kaiserschmarren und Käsespätzle. Der Eintritt in den Schlosspark ist kostenlos und man kann hier wunderbar spazieren gehen, zum Beispiel, wenn das Baby seinen Mittagsschlaf im Kinderwagen hält.

Nicht gerade günstig ist der Tageseintritt in den Zoo, allerdings sind auch hier Kinder bis 6 Jahre kostenfrei. Tipp: Es gibt auch Kombitickets, bei denen ihr zwei Attraktionen günstiger besuchen könnt, zum Beispiel den Zoo und das Wiener Riesenrad. Hier gibt’s die Infos. Überhaupt empfiehlt es sich bei allen Sehenswürdigkeiten in Wien, vorab schon online Tickets zu kaufen, damit erspart man sich dann lange Wartezeiten an der Kasse.

Highlight: Wenn ihr in den Schönbrunner Zoo kommt, solltet ihr auf keinen Fall die Fütterung der Mähnenrobben verpassen. Gerade am Wochenende ist das allerdings das meistbesuchte Event des Zoos, daher unbedingt schon 20 Minuten vorher einen Platz sichern. Die Robben springen in ihr Becken, spielen mit den Pflegern und haben sichtlich Spaß, die Fische zu fangen, die ihnen zugeworfen werden. Aber Vorsicht: Die erste Reihe beim Becken bleibt nicht immer trocken …;-)

Perfekt während einer Städterreise nach Wien: Haus des Meeres – Aqua Zoo

Toll ist das Haus des Meeres. Ich kenne kein Kind, das nicht von Unterwasserwelten und Fischen begeistert ist. Der Meereszoo befindet sich in einem alten Flakturm und auf der Terrasse im obersten Stockwert hat man einen atemberaubenden Blick über die gesamte Stadt. Innen bietet jede Etage unzählige Einblicke in tropische Welten, heimische Gewässer und Meeresleben.

Absolutes Highlight sind die frei herumlaufenden Äffchen und die riesigen Krokodile, die gleich im Kassabereich durch eine gläserne Decke auf die Besucher aka Frischfleisch herunterschauen. An der Außenwand des Flakturms gibt es übrigens eine riesige Kletterwand, die notwendige Ausrüstung kann vor Ort ausgeliehen werden. Außerdem gibt es einen tollen Kinderspielplatz.

Tipp: Bei Schönwetter ist der Andrang nicht ganz so groß!

Für die kleinen Entdecker im Familienurlaub: kinderfreundliche Museen in Wien

Wien ist eine geschichtsträchtige Stadt und hat quasi an jeder Ecke etwas zu erzählen. Und es gibt natürlich unzählige Museen und viele davon sind auch für Kinder ganz großartig – und gerade bei Schlechtwetter eine tolle Möglichkeit, den Tag zu verbringen.

  • Technisches Museum: Hier gibt es viel zu erleben und auch viel zum Ausprobieren. Ob in großen Lokomotiven oder Flugzeugen, alles kann und soll erkundet werden. Außerdem gibt es zwei Erlebnisbereiche, wo die Kinder Technik spielerisch erleben, aber auch mit kleinen Autos durch die Gegend flitzen können
  • ZOOM Kindermuseum: Auf 1.600 Quadratmetern darf hier alles berührt und erforscht werden. Es gibt für jedes Alter Mitmachworkshops und einen großen Spiel- und Erlebnisbereich. Das Museum ist wirklich toll, auch wenn wir von dort schon mal einen Magen-Darm-Infekt mit heimgebracht haben, aber das kann wohl überall passieren, wo viele Kinder miteinander spielen …;-)
  • Naturhistorisches Museum: Vor allem Dino-Fans kommen hier voll auf ihre Kosten, es gibt einen Sauriersaal mit Skeletten und Überresten der Urzeittiere und einen lebensecht nachgebauten Allosaurier, der sich bewegt und brüllt. Es gibt für jedes Alter eine passende Kinderführung, die aber nicht täglich stattfinden. Auf der Website findet ihr alle Infos.

Natürlich gibt es noch ganz viele andere Museen zu entdecken – hier findet ihr sie alle aufgelistet.

Wien: Spielplätze und Parks – hier können die Kinder ordentlich toben

Wien wird nicht umsonst immer wieder zu der Stadt mit der größten Lebensqualität gewählt. Das liegt mit Sicherheit nicht an den vielen freundlichen Menschen, die hier leben – das Wort „grantig“ wurde extra für die Wiener erfunden – sondern unter anderem an den vielen wunderschönen Parks, die es über die ganze Stadt verteilt gibt. Budgetschonend und leicht mit den Öffis (Straßenbahn heißt bei uns übrigens „Bim“, falls ihr euch wundert …;-) zu erreichen.

Hier meine Top 5-Lieblinge in Wien:

  • Lainzer Tiergarten: Ein riesiges Naturschutzgebiet, in dem man ausgiebig wandern, Rad fahren und laufen gehen kann und es nicht ungewöhnlich ist, wenn plötzlich freilaufende Wildschweine den Weg kreuzen. Bei freiem Eintritt kann man hier wunderbar die Großstadt hinter sich lassen, es gibt einen Spielplatz und Rehe und Hirsche, die sich über frisches Gras freuen.
  • Türkenschanzpark: Noch ein großer Park auf historischem Boden. Hier gibt es einige Denkmäler zu bestaunen, aber auch einen tollen Feuerwehrspielplatz und viele Wege zum Laufen und Radfahren.
  • Schlosspark Schönbrunn: Der wohl größte Park in Wien. Hier gibt es viele versteckte Sandkisten, verwunschene Wege und freilaufende Eichhörnchen, die jegliche Scheu verloren haben und es besonders auf Kinderwägen abgesehen haben, in der Hoffnung, den einen oder anderen Keks zu ergattern. Gutes Essen und vor allem ein ausgezeichnetes Frühstück gibt es sowohl im Gasthaus Tiroler Garten oben bei der Gloriette oder bei Landtmanns Jausenstation, einem versteckten Café, wo Kinder wunderbar herumlaufen und spielen können.
  • Donauinsel: Vor allem im Sommer lässt es sich mit der ganzen Familie gut aushalten. Es erwartet euch Sommer- und Strandfeeling mitten in der Stadt: Baden, Bootfahren, Radfahren, Skaten, Beachvolleyball – oder einfach nur beim Picknick den Booten beim Segeln zuschauen. Hier ist auf jeden Fall für jeden etwas dabei.
    Tipp: unbedingt Badesachen einpacken. Es gibt einen tollen Wasserpsielplatz mit Floß und unzähligen Möglichkeiten zum Plantschen. Und auch in der Donau kann man schwimmen gehen.
  • Wiener Prater: Wenn Touristen vom Wiener Prater sprechen, meinen sie meist den „Wurstelprater“, also jenen ganzjährigen legendären Vergnügungspark, wo auch das Wiener Riesenrad zu Hause ist. Hier findet Ihr ein Paradies für Kinder und Abenteuerlustige, mit Zuckerwatte, Karussell, Achterbahn und Co. Und das ganze täglich bei freiem Eintritt. Aber Vorsicht: Es ist ziemlich laut im Prater, von allen Seiten dröhnt eine andere Musik bzw. Stimme aus den Fahrautomaten. Für lärmempfindliche Babys und Kinder also nicht geeignet.

Es gibt aber auch den „grünen Prater“, einen riesigen Park gleich neben dem Vergnügungspark. Zentrum ist die Prater Hauptallee, auf der es sich herrlich Radeln, laufen und skaten lässt. Außerdem gibt es auch zahlreiche Spielplätze, eine BMX-Bahn und große Wiesen zum Spielen und Toben.

Wien im Winter – ein absolutes Muss!

Vor dem Wiener Rathaus im ersten Bezirk befindet sich im Winter nicht der größte Weihnachtsmarkt der Stadt, sondern auch ein der Wiener Eistraum, ein riiiiiesiger Eislaufplatz mit eigenem Übungsplatz für Anfänger und vielen Wegen durch den ganzen Park. Ausrüstung gibt es vor Ort zum Ausleihen.

Essen und Trinken in Wien

In Wien gibt es unzählige Restaurants und Cafés und viele davon sind wirklich ausgezeichnet. Gerade für Kinder ist die österreichische Küche ein Gaumenschmaus, denn mit Schnitzel, Kaiserschmarren und Co. lässt es sich schon ganz gut durch den Tag kommen. In jedem Bezirk findet ihr kinderfreundliche Lokale für jeden Geschmack. Viele davon haben auch Spielplätze dabei.

Eine wirklich tolle Auflistung hat die Plattform http://www.babymamas.at online – hier gibt es zahlreiche Lokaltipis in jedem Bezirk, da findet sich für jeden Gaumen etwas. Außerdem findet ihr dort noch ganz viele Tipps für Wien mit Kindern.

Ich hoffe, ich konnte Euch Wien schmackhaft machen. Gerade mit Kindern lässt sich die Stadt super entdecken und wenn man schon immer mal einen Städtetrip mit den Kids wagen wollte, Wien ist sicher der perfekte Einstieg!

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Hier könnt ihr mehr über Christina von Die Danners erfahren:

Hallo, Ich bin Österreicherin, 33 Jahre alt, verheiratet mit Florian und habe zwei Söhne: Theo ist fünf Jahre alt (er würde jetzt schreien FÜNFEINHALB) und Noah wird im Dezember zwei, genauer gesagt am 23. Dezember um 23:50 – geboren damals mittels (ungeplanter) Hausgeburt … aber das ist eine andere Geschichte, die Ihr unter anderem auf unserem Familyblog www.diedanners.com nachlesen könnt.

Mein Mann Flo ist Fernsehmoderator und dadurch nicht ganz freiwilliger Frühaufsteher (sein Tag startet um 2:30 Uhr). Theo ist ein sehr aufgewecktes Vorschulkind und Noah macht unseren Alltag mit so manchem Trotzanfall zu einem wahren Hürdenlauf… Ich freu mich, wenn ihr mal zu uns rüber schaut.

Gestartet haben wir unseren Blog von ungefähr eineinhalb Jahren, als mein Mann für einige Monate in den USA gearbeitet hat, um dort über Präsidentenwahlkampf zu berichten. Wir haben ihn begleitet, mit Kind, Kegel und der Oma – was für ein Abenteuer. Vom Großstadtdschungel New York City bis zum Traumstrand in Kalifornien… auch das könnt ihr alles am Blog nachlesen.

Wollt Ihr sonst noch etwas wissen? Schreibt mir doch einfach: unter www.diedanners.com findet Ihr alle Infos über mich.

Ich freu mich auf Euch!

Eure Christina

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2 comments

  1. Comment by Schokominza

    Schokominza Reply Januar 9, 2018 at 12:12 pm

    Den Link musste ich gleich mal meinem Mann schicken 🙂

    Zwar wollen wir eigentlich alleine mal nach Wien, aber mit Kindern wäre ja auch eine Idee und leichter zu organisieren vielleicht, weil man keinen Babysitter finden muss.
    Besonders gut finde ich, dass man in Wien kein Auto braucht – Das 72-Stunden-Ticket würden wir uns auf jeden Fall holen.

  2. Comment by Nina

    Nina Reply Juli 30, 2018 at 9:33 am

    Meine Schwester will im Herbst mit ihren beiden Kleinen (5 und 8) nach Wien reisen. Danke für die tollen Insider-Tipps. Ich werde ihr auch raten, wenn es nötig ist, einfach auf ein geräumiges Taxi zu nutzen.

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