Mein Buch: Wie Buddha im Gegenwind – mit exklusiver Leseprobe

Februar 28, 2019

Ich wollte schon immer ein Buch schreiben. Seitdem ich denken kann. Oder besser gesagt: Seitdem ich schreiben kann. Bereits in meinem Deutsch-Leistungskurs auf dem Gymnasium habe ich mir ausschweifende Gedanken gemacht, wie mein Buch heißen könnte. Diese bildhaften Fantasien setzte ich während meines langjährigen literaturwissenschaftlichen Studiums fort. Wollte ich einen Roman schreiben? Oder doch lieber ein Reisebuch? Welche Erzählperspektive? Wie sollte die Rahmengeschichte aussehen? Damals vertagte ich meine finalen Entscheidungen auf später … Doch mit dem Einstieg in die Berufswelt rückte dieses Später immer weiter in den Hintergrund, bis es irgendwann gänzlich aus meinem Sichtfeld verschwunden war.

Während ich die vielen Jahre danach immer tiefer und tiefer im Labyrinth der Arbeitswelt abgeglitten war, tauchte er immer wieder mal für einen kurzen Moment auf. Ganz unerwartet. In der S-Bahn, auf der Arbeit, kurz vorm Einschlafen und später beim Windeln Wechseln, Kinderwagen Schieben oder in der Krabbelgruppe. Der Gedanke, dass ich doch schon immer ein Buch schreiben wollte. Belächelnd fegte ich ihn fort. Keine Zeit. Nicht der richtige Moment. Und überhaupt: War es heutzutage nicht fast unmöglich, einen Verlag zu finden, um ein Buch zu schreiben?

Doch dann kam in meinem Leben alles ganz anders, als geplant. Ich wurde direkt nach der Elternzeit gekündigt, meine ganzen Bewerbungen liefen ins Leere und nach sehr vielen Fausthieben, die mich immer wieder zu Boden schmetterten, musste ich erkennen, dass der Zeitpunkt gekommen war, meinen persönlichen Plan vom großen Glück über Bord zu werfen. Ich verabschiedete mich von der zukunftsträchtigen Karriere, dem Wunsch nach einem opulenten Eigenheim und zweiten Kind – und begab mich auf die Suche nach einem neuen Weg. MEINEM Weg!

Nachdem ich diese Entscheidung getroffen und meine Handbremse im Kopf gelöst hatte, ging alles Schlag auf Schlag. Ich fand nicht nur mein neues berufliches Glück und reiste mit meinem Sohn um die ganze Welt, sondern eines Tages wartete auch eine Mail von einem Verlag in meinem Postfach. Kurze Zeit später war der Buchvertrag unterschrieben, ich brachte die Tastaturen meines Laptops zum Glühen und fieberte mit großer Inbrunst ein ganzes Jahr lang diesem besonderen Moment entgegen. Der Tag, an dem MEIN Buch ENDLICH im Handel steht.

Wie Buddha im Gegenwind – eine Kündigung, 22 Länder & ein besonderer Reisebegleiter

Mein Buch – jetzt hier bestellen. (*Partnerprogramm)

ENDLICH! Wie Buddha im Gegenwind – eine Kündigung, 22 Länder & ein besonderer Reisebegleiter

Und jetzt ist es da! Mein Buch: «Wie Buddha im Gegenwind – eine Kündigung, 22 Länder und ein besonderer Reisebegleiter» (Affiliate-Link) im Conbook Verlag. Ganz ehrlich! Ich kann es immer noch kaum glauben. Denn das vergangene Jahrzehnt hatte ich es nicht für möglich gehalten, dass mein GROßER Wunsch tatsächlich in Erfüllung gehen sollte. Doch manchmal lohnt es sich halt doch, an seinen Träumen festzuhalten, anstatt sie zu belächeln und fortzufegen. Egal in welchem Alter! Ob als Mutter oder ohne Kinder!

Wie Buddha im Gegenwind – worum geht es in meinem Buch?

Wie du bereits sicherlich gemerkt hast, liegt mir dieses Buch besonders am Herzen. Nicht nur, weil es mein erstes, sondern vielmehr, weil es SEHR persönlich ist und eine Menge Herzblut drinsteckt. Es handelt von meinen beruflichen & privaten Krisen, von all meinen Irrwegen rund um die Welt Hand in Hand mit meinem kleinen Sohn – und wie ich irgendwann erkannte, dass man manchmal im Leben mit beiden Händen loslassen muss, damit man wieder neu greifen kann … Statt vor dem Scherbenhaufen meiner Lebensplanung zu verharren, wagte ich mich immer weiter hinaus in die Welt. Vor der Küste von Malaysia begegnete ich Haien auf offener See. In Kolumbien trank ich 180 Meter unter der Erde mit Gott einen Kaffee. Im Dorf der Glückseligkeit in El Salvador stand ich auf einmal ohne Geld da. In der Halbwüste an der Grenze zu Aserbaidschan ging mir plötzlich das Benzin aus. Und in der Ukraine musste ich mich dank Google Maps meiner allergrößten Angst stellen. In 22 Ländern erlebte ich unzählige kleine und große Abenteuer und begegnete sehr vielen Menschen. Und trotz zahlreicher Turbulenzen in meinem Leben sah ich mit jeder Reise die Dinge immer klarer. Ich fand auf all meinen Reisen nicht nur MEINEN neuen Weg, sondern lernte auch, mir nicht ständig Sorgen um die Zukunft zu machen, stattdessen mehr auf mein Bauchgefühl zu hören … und einfach mal nur zu MACHEN!

Und bevor ich dich jetzt noch länger auf die Folter spanne, präsentiere ich dir hier auf meinem Blog eine exklusive Leseprobe aus «Wie Buddha im Gegenwind». Ich hatte lange hin- und herüberlegt, welche Textpassage ich dir als Leseprobe präsentieren soll. Vielleicht die, wo ich in Lissabon meinen Plan vom großen Glück über Bord werfe? Oder wie ich mich entscheide, dass der Scherbenhaufen zu Hause mich mal kann und nach Kambodscha & Sri Lanka abhaue? In der kolumbianischen Wüste, in der ich einem indigenen Mann begegne, der eine ganz besondere Zufriedenheit ausstrahlt, die ich selten zuvor bei einem anderen Menschen gespürt habe. Oder lieber doch vom jungen Soldaten in Honduras mit dem viel zu großen Maschinengewehr? Doch nach langer Grübelei, entschied ich mich, am besten am Anfang des Buches anzufangen … oder eigentlich fast am Ende der Geschichte, weil, … ach egal, hier kommt auf jeden Fall ein kleiner Auszug der ersten Seiten meines Buches «Wie Buddha im Gegenwind», erschienen bei Conbook Medien GmbH, Neuss 2019, 1. Auflage:

Exklusive Leseprobe: Wie Buddha im Gegenwind

«Ein kleines Abenteuer vorneweg …

… irgendwo in den Karpaten, Juli 2018

Travelling – it leaves you speechless, then turns you into a storyteller.
 (Ibn Battuta)

 

Drahtseilakt, 1. Teil

Unmöglich! Meinte Google Maps tatsächlich diese wackelige Brücke aus verrosteten Drahtseilen und vermoderten Holzbrettern? Immer wieder blickte ich auf mein Handy, schaute mich um und suchte verzweifelt nach einer sicheren Route. Um diesen reißenden Fluss zu überqueren, musste es doch eine andere Möglichkeit geben, als diese lebensgefährliche Brücke aus den glorreichen, längst vergangenen Sowjetzeiten. Wie tief mochte es hinuntergehen? Zehn Meter? 15 Meter? Mein Herz pochte. Das war mein persönlicher Alptraum.
Ich versuchte, einen klaren Gedanken zu fassen. Doch die flirrende Hitze trug nicht dazu bei, einen kühlen Kopf zu bewahren. Ich war müde, und meine Füße taten weh. Immerhin hatte ich mittlerweile die Hälfte der Strecke geschafft. Zehn Kilometer entlang an Blumenwiesen, Sonnenblumenfeldern, Gemüsebeeten, wilden Graslandschaften und urigen Holzhäusern hatte ich bis jetzt hinter mich gebracht auf meinem Weg zu den Dowbusch-Felsen – von denen ich ein paar Stunden zuvor noch nie etwas gehört hatte. […]

Unmöglich! Es hämmerte in meinem Kopf beim Anblick dieser furchterregenden Brücke. Ich konnte sie nicht überqueren, das stand für mich fest. Nicht nur weil ich an panischer Höhenangst litt, sondern auch weil ich immens daran zweifelte, dass diese Brücke, die in jedem Indiana-Jones-Film eine hervorragende Rolle gespielt hätte, passierbar war. Ich ging vor der Brücke auf und ab und schaute mir die fragwürdige Konstruktion etwas genauer an. Die schmale Brücke wurde von dünnen Drahtseilen gehalten. Modrige Holzbretter und Baumstämme waren wild und ohne System aneinandergenagelt. Und überall waren große Löcher. Für mich war klar: Ein falscher Schritt, und ich würde in die Tiefe stürzen. Direkt in den reißenden Fluss. Bei dem Anblick schlug meine blühende Fantasie Purzelbäume. Ich malte mir aus, wie ich mir bei einem glücklichen Sturz ins Wasser NUR ein paar Knochen brach. Mit ein wenig Pech konnte ich mir allerdings auch den Kopf an den herausragenden spitzen Steinen im Fluss aufschlagen …

Auf gar keinen Fall! Resigniert beschloss ich, dass mein Abenteuer Dowbusch-Felsen hier an dieser Stelle mitten in den Karpaten zu Ende war. Doch gerade in der Sekunde, als ich den Entschluss gefasst hatte, erschienen plötzlich am anderen Ende der Brücke drei Gestalten. Das konnte doch nicht möglich sein! Zufall? Oder ein ganz blödes Zeichen? Etwas ungläubig schaute ich zu, wie ein junger Fischer zwar sehr bedacht, aber doch ziemlich resolut und mit sicheren Schritten über die Brücke ging. Sie war also doch passierbar, musste ich mir kleinlaut eingestehen.
Doch sofort mischte sich meine vernunftgetrieben innere Stimme ein, die partout keine Lust hatte, sich ausgerechnet JETZT meiner Höhenangst zu stellen. Sie flüsterte mir vehement zu: »Der junge Fischer hat diese Brücke bereits Hunderte Male überquert und weiß genau, wie er seine Schritte setzen muss. Außerdem ist er sicherlich stark genug, um sich bei einem Sturz am Drahtseil festzuhalten und mit einem gekonnten akrobatischen Schwung wieder hochzuhieven.«
Eifrig pflichtete ich meiner inneren Stimme bei – und wir beide wären uns zu 100 Prozent einig gewesen, wenn nicht ausgerechnet im nächsten Moment am anderen Ende der Brücke sich auch die anderen zwei Gestalten aufgemacht hätten, um die Brücke zu überqueren. Ich kniff meine Augen heftig zusammen, um besser zu sehen, und konnte kaum glauben, was ich da erblickte. Tatsächlich! Die zwei Gestalten waren ältere Frauen, die sicherlich weit über 50, vielleicht sogar 60 Jahre alt waren. Ich konnte genau erkennen, wie sie sich ängstlich ans Drahtseil klammerten und zögerlich in kleinen Schritten nach vorne kämpften.

Voller Bewunderung, Adrenalin und mit offenem Mund beobachtete ich sie dabei, fieberte mit ihnen mit – und fasste just einen Entschluss. Ich entschied mich, auf mein Bauchgefühl zu hören, welches mich immer lauter anfeuerte: »Wenn die das schaffen, schaffst du es auch!« Bei meinem Vorhaben wurde mir zwar speiübel und extrem schummrig vor Augen, aber mir wurde auch wieder bewusst, dass es im Leben Augenblicke gab, in denen man losgehen musste. Einfach machen.

»добре?«, fragte ich die beiden älteren Frauen, als sie wohlbehalten auf meiner Flussseite angekommen waren. Doch ich konnte sofort die Angst in ihren Augen sehen. Wie sehr ich mir doch gewünscht hätte, dass sie meine eigene Scheißangst etwas besänftigen und mir sagen würden, dass die Brücke gar nicht so schlimm sei, wie sie auf den ersten Blick aussah.
»не добре! не добре!« Nicht gut! Nicht gut! Die eine Frau schrie mich nahezu an. So, als ob sie mich vor meinem eigenen Verderben beschützen wollte. Und zu allem Übel folgte ein fluchender, nicht enden wollender Wortschwall, dessen Inhalt ich zwar nicht verstand, mir aber durchaus denken konnte, worum es ging. Zum Schluss verabschiedeten sie sich von mir mit einem »удачі«. Ich bildete mir ein, dass sie mir für mein halsbrecherisches Vorhaben viel Glück wünschten.

Ich atmete tief ein und aus. JETZT ODER NIE! Ohne darüber nachzudenken, erklomm ich die erste Stufe, hielt kurz inne, nahm auch die nächsten in Angriff, und eh ich michʼs versah, stand ich bereits auf den Holzbrettern. Es fehlte nicht viel, und ich hätte mir in die Hosen gemacht. Denn hier oben konnte ich erkennen, dass die Brücke in einem noch viel schlechteren Zustand war, als ich zuvor vermutet hatte. Nach den ersten wackeligen Schritten stellte ich fest, dass einige Bretter sogar nur lose drauflagen. Immer wieder stand ich vor der womöglich lebensentscheidenden Frage, für welches Brett ich mich als nächstes entscheiden sollte. Unaufhörlich knarrte und knackte es unter meinen Füßen. Manche Bretter und Äste waren schon so vermodert, dass sie bei jeder kleinen Erschütterung zu zerbrechen drohten. Meine nass geschwitzten Hände umklammerten die beiden rostigen Drahtseile. Argwöhnisch tastete ich mich vor. Schuhspitze um Schuhspitze. Und durch die großen Löcher zwischen den Brettern konnte ich den reißenden Fluss unter mir sehen.

Zweifelsohne hatte ich in den vergangenen Monaten viel erlebt. In Malaysia war ich auf offenem Meer Haien begegnet. Im Golf von Thailand hatte ich eine Horrorspeedbootfahrt gerade so überlebt. Unter der karibischen Sonne Santa Martas war ich beinahe von zwei Drogenabhängigen überfallen worden. In Honduras hatte ich politische Tumulte bezeugt. Und in der einsamen Steppe an der Grenze zu Aserbaidschan war mir das Benzin ausgegangen. Dann wirst du diese Brücke auch noch meistern! Ich atmete noch mal tief ein und aus, versuchte, alles um mich herum zu vergessen, und fokussierte mich auf den nächsten Schritt.

Plötzlich spürte ich, wie die Brücke anfing zu schaukeln. Immer stärker. Eine Windböe? Nein. Es war absolut windstill. Ich versuchte zu analysieren, was die Bewegung verursachte … […]»

So, mehr darf ich LEIDER nicht verraten. Ich hoffe, dass dich die Leseprobe neugierig gemacht hat und dass du Lust hast, mehr zu lesen. Übrigens, in ein paar Tagen gibt es auf meinem Blog ein Gewinnspiel, in dem ich gemeinsam mit dem Conbook Verlag 2 Exemplare von meinem Buch «Wie Buddha im Gegenwind» verlosen werde. Und es wird demnächst natürlich auch ganz viel Hintergrundmaterial und viele weitere Gedanken zu meinem Buch geben. Nicht nur hier auf meinem Blog, sondern vor allem auf Instagram und Facebook. Und wenn du Lust hast, mir zu schreiben, weil du Fragen hast zu meinem Buch, dir etwas auf der Seele brennt oder du dich einfach austauschen möchtest, dann schreib mir gerne eine Mail an:

wiebuddhaimgegenwind@gmail.com – ich freue mich auf dich!

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