(Anzeige) Drei Jahre nach der Kündigung – was ich heute anders machen würde

Mai 24, 2019

Dieser Artikel wurde aktualisiert am

Ja, ich wurde gekündigt! Glaube mir, um diesen Satz öffentlich auszusprechen, habe ich sehr lange benötigt. Zum einen, weil meine Kündigung extrem an meinem eigenen Selbstbewusstsein genagt hat. Zum anderen, weil ich damals die Gründe für die Kündigung ausschließlich bei mir gesucht habe. Diejenigen, die meinen Blog schon etwas länger verfolgen oder gar mein Buch «Wie Buddha im Gegenwind – eine Kündigung, 22 Länder und ein besonderer Reisebegleiter» gelesen haben, kennen bereits meine Geschichte: Ich wurde direkt im Anschluss nach meiner Elternzeit gekündigt. Damit ist das Gröbste schon mal erzählt. Doch heute möchte ich euch einige Hintergründe offenbaren, von denen ich bis jetzt noch nie öffentlich gesprochen habe. Und euch vor allem von meinem großen Fehler erzählen, den ich damals dummerweise und ein wenig aus Naivität begangen hatte …

Die Hintergründe zu meiner Kündigung nach der Elternzeit

Nach meiner Elternzeit war ich offiziell wieder zurück in meinem Job, jedoch sollte ich zuerst noch ein paar alte Urlaubstage abbummeln. So war der Vorschlag von meinem damaligen Chef. Nun gut, ich genoss also nach meiner Elternzeit ein paar zusätzliche freie Tage und scharrte bereits frenetisch mit den Hufen, dass ich in ein paar Tagen wieder an meinem alten Schreibtisch in der Firma sitzen würde. Doch dazu sollte es nicht mehr kommen. Denn mein Ex-Chef hatte andere Pläne – ich kam in diesen nicht mehr vor. So rief er mich eines morgens an und verkündete mir ganz unerwartet, dass sich unsere beruflichen Wege trennen würden und meine Kündigung und der Abwicklungsvertrag gestern Abend postalisch rausgegangen seien. Natürlich traf mich diese Nachricht heftig und mitten ins Gesicht. Doch ich muss zugeben, dass ich mich vorerst doch relativ schnell emotional gefangen hatte. Mir war sofort klar, dass Liegenbleiben keine Option für mich war und dass ich vor allem nach vorne schauen wollte. Lieber meine ganze Energie auf einen neuen beruflichen Weg richten, als mich zu ärgern und stoisch zu hinterfragen, warum ich eigentlich gekündigt wurde.

Drei Jahre nach meiner Kündigng – und was ich heute anders machen würde

Ich ließ mich relativ schnell unterbuttern

Im Klartext bedeutete es für mich, alle bürokratischen Schritte, die eine Kündigung mit sich führt, so schnell wie möglich hinter mich zu bringen. Bloß abschließen, damit es mich emotional nicht belastet, war damals meine Devise. Definitiv ein großer Fehler von mir, wie ich jetzt rückblickend weiß. Denn damals wusste ich zwar, dass ich als Arbeitnehmer auch Rechte hatte, mir ggf. sogar eine Abfindung zu stehen könnte etc., aber ich hatte einfach nicht die Energie, mich mit solchen Dingen zu beschäftigen. Hinzu kam, dass ich zu jenem Zeitpunkt auch keinen Berufs-Rechtsschutz – wie ihn zum Beispiel die ADAC Rechtsschutz-Versicherung anbietet – hatte, und somit fürchtete, dass im schlimmsten Fall hohe Anwalts- und / oder Gerichtskosten wegen der Kündigung auf mich zukommen könnten, die ich alleine tragen müsste. Kurz gesagt: Ich ließ mich damals relativ schnell unterbuttern. Obwohl mir Bekannte geraten hatten, mich auf jeden Fall zumindest rechtlich beraten zu lassen, holte ich mir keinen fachmännischen Beistand. Nach ein paar sehr spärlichen Nachverhandlungen nahm ich die Kündigung an und unterschrieb innerhalb von ein paar Tagen den Abwicklungsvertrag.

Drei Jahre nach meiner Kündigung – und was ich heute anders machen würde

Drei Jahre nach meiner Kündigung – und was ich heute anders machen würde

Arbeitsrechtliche Streitpunkte sind keine Seltenheit

Eine Kündigung ist in der heutigen Zeit keine Seltenheit mehr. Seitdem ich angefangen habe, öffentlich über meine Kündigung zu sprechen und vor allem versuche, mit meinem weiteren beruflichen Werdegang auch andere Menschen zu inspirieren und motivieren, haben sich sehr viele Mütter an mich gewandt. Ihre Geschichte sieht in groben Zügen relativ ähnlich aus, sie wurden nach ihrer Elternzeit gekündigt oder von ihrem Aufgaben- oder Zuständigkeitsbereich immens degradiert. Definitiv nicht schön und leider keine Seltenheit! Aber es trifft natürlich nicht nur Mütter. Immer häufiger werden Arbeitnehmer mit arbeitsrechtlichen Streitpunkten konfrontiert, wie zum Beispiel:

  • Abmahnungen
  • Kündigungen
  • Streit um das Arbeitszeugnis
  • Differenzen bezüglich Urlaub oder Überstunden
  • Rechtswidrige Versetzungen etc.

Rechtlicher Beistand macht beim arbeitsrechtlichen Streit Sinn

Neulich hatte ich mich mit einer alten Schulfreundin getroffen. Sie ist zwar keine Mama, aber auch sie hatte mit ihrem ehemaligen Arbeitgeber einen arbeitsrechtlichen Streit, der sich über fast ein Jahr hinweggezogen hatte. Das war für sie persönlich eine sehr anstrengende und vor allem nervenaufreibende Zeit. Nachvollziehbar! Sie erzählte mir allerdings, dass sie einen Berufs-Rechtsschutz hatte und deswegen nach bereits kurzer Zeit alle Gespräche und Verhandlungen von einem Anwalt abwickeln lassen konnte. Mithilfe ihres rechtlichen Beistands konnte sie nicht nur eine zufriedenstellende Einigung und die bestmögliche Lösung ihres Konfliktes erzielen, sondern auch bereits in einer frühen Phase einen emotionalen Abstand zur ihrer beruflichen Situation gewinnen und sich recht schnell auf die eigene Zukunft konzentrieren. Eine sehr kluge Entscheidung aus meiner Sicht – und dank ihrer ausreichenden Rechtsschutzversicherung die effizienteste Handhabung.

ADAC Rechtsschutz für alle Lebenslagen: das 4-Bausteine Prinzip

Wer auf der Suche nach einer vernünftigen Rechtsschutzversicherung ist, die auch den Bereich Berufsrecht umfasst, wird beispielweise beim ADAC fündig. Den mehrfach ausgezeichneten ADAC Verkehrs-Rechtsschutz gibt es ja bereits seit mehr als 40 Jahren. Jetzt hat der ADAC seine Leistungen erweitert – und zwar nach dem Schutz des 4-Bausteine Prinzips. Wer sich also neben dem ADAC Verkehrs-Rechtsschutz für einen Privat-Rechtsschutz entscheidet, kann weiter aufstocken – und je nach individuellem Bedarf auch noch den Baustein Berufs-Rechtsschutz und / oder Wohn-Rechtsschutz hinzunehmen:

  • ADAC Verkehrs-Rechtsschutz (z.B. bei Schadenersatz oder Schmerzensforderungen nach einem Verkehrsunfall, Problemen beim Gebrauchtwagenkauf oder Entziehung der Fahrerlaubnis, Ärger mit der Kfz-Werkstatt etc.)
  • ADAC Privat-Rechtsschutz (z.B. bei Streitigkeiten im Rahmen von Kauf-, Reise- und Versicherungsverträgen, Geltendmachung von Schadenersatz-Ansprüchen, Urheberrechtsverletzungen im Internet etc.)
  • ADAC Berufs-Rechtsschutz (z.B. bei Abmahnungen oder Kündigungen, Streit um das Arbeitszeugnis, Differenzen bezüglich Überstunden etc.)
  • ADAC Wohn-Rechtsschutz (z.B. bei Streitigkeiten mit Nachbarn, Kündigung der Wohnung bei Eigenbedarf, Ärger bei der Kautionsforderung etc.)

Drei Jahre nach meiner Kündigung – und was ich heute anders machen würde

Laut der eigenen ADAC-Webseite zeichnen unter anderem folgende Leistungen und Vorteile den ADAC Rechtsschutz aus:

  • Rechtsschutz nach persönlichem Bedarf
  • freie Anwaltswahl
  • wertvolle Rechts-Services wie Erstberatung per Telefon, Chat oder online
  • Preis-Vorteile für ADAC Mitglieder
  • maßgeschneiderte Tarife, auch für Senioren

Hier findest du weitere detaillierte Informationen sowie Preisauskünfte zur ADAC Rechtsschutz-Versicherung.

ADAC Rechtsschutz Versicherung

3 Jahre nach der Kündigung – mein Fazit

Ich hatte es ja eingangs bereits erwähnt, es dauerte ziemlich lange, bis ich öffentlich und vor allem ohne Scheu erzählen konnte, dass ich gekündigt wurde. Ich kann dir nicht genau erklären warum, aber irgendwie hatte ich mich dafür lange Zeit geschämt. Doch heute, drei Jahre später, kann ich sagen, dass meine Kündigung das Beste war, was mir passieren konnte. Ich hätte mich damals NIEMALS aus freien Stücken für den Weg der Selbstständigkeit entschieden, denn mein Sicherheitsdenken hätte es auf keinen Fall zugelassen. Einen festen Arbeitsvertrag aufgeben? Noch dazu als Leitung der Redaktion und Content-Marketing-Abteilung? Als Mutter? Auf gar keinen Fall!!! … Heute könnte ich mir wiederum überhaupt nicht vorstellen, in einem festen Arbeitsverhältnis zu stehen. Denn ich liebe meinen Job als selbständige Journalistin, Buchautorin und Content-Marketing-Beraterin und ich liebe vor allem die Freiheit, die die Selbstständigkeit mir schenkt, zum Beispiel ständig mit meinem Kind reisen und die unterschiedlichsten Reiseziele kennenzulernen. Also kann ich mit gutem Gewissen behaupten, dass sich meine persönliche Kündigungs-Geschichte definitiv zum Positiven gewendet hat. Dennoch muss ich zugeben, dass ich mich rückblickend immer noch etwas über mich ärgere. Und zwar, dass ich mich damals so schnell unterbuttern lassen habe. Zumal nach dem unterschriebenen Abwicklungsvertrag noch einige unschöne Auseinandersetzungen in puncto Arbeitszeugnis, Gehaltszahlungen etc. hinzukamen … Nicht falsch verstehen! Es geht mir gar nicht darum, dass ich vielleicht mehr Geld hätte rausbekommen können, sondern vielmehr darum, ordnungsgemäß meine Rechte als Arbeitnehmer geltend zu machen und eine zufriedenstellende Einigung auf Augenhöhe zu erzielen.

Und wie schaut es mit dir aus? Hattest du schon mal einen arbeitsrechtlichen Streit? Und wie habt ihr den Konflikt gelöst?

Drei Jahre nach der Kündigung – und was ich heute anders machen würde

Drei Jahre nach der Kündigung – und was ich heute anders machen würde

Drei Jahre nach der Kündigung – und was ich heute anders machen würde

Wenn du mehr über meine berufliche Neufindung erfahren möchtest, dann lies doch mein Buch «Wie Buddha im Gegenwind – eine Kündigung, 22 Länder und ein besonderer Reisebegleiter». Hier erzähle ich über meine persönlichen & beruflichen Krisen, meinem Irrweg um die Welt Hand in Hand mit meinem kleinen Sohn und wie ich irgendwann erkannte, dass man manchmal im Leben mit beiden Händen loslassen muss, damit man wieder neu greifen kann.

***Dieser Artikel ist mit der Unterstützung vom ADAC Rechtsschutz entstanden und enthält dementsprechend Werbung. Dennoch spiegelt er meine eigene Meinung und Erfahrungen wider.***

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2 comments

  1. Comment by Nina

    Nina Reply Mai 30, 2019 at 5:48 pm

    Hi Gabi, ich kenn das auch aus meiner Zeit als Betriebsrat. Durch Schulungen habe ich viel gelernt, zb muss man nach der Kündigung innerhalb von drei Wochen Klage einreichen. Hierfür braucht man nicht mal einen Anwalt. Man kann auch einfach so zum Gericht gehen und Klage erheben. Es gibt dort Leute, die kostenlos helfen die Papiere richtig auszufüllen. Aufgrund meiner Erfahrung würde ich mir das selbst zutrauen, aber jemanden, der gar kein Wissen würde ich auch einen Anwalt oder die Gewerkschaft empfehlen.

    Nach meiner Elternzeit habe ich im gegenseitigem Einverständnis den Vertrag aufgehoben. Ich wußte, dass ich dort nicht mehr glücklich werde und mein AG wollte andere Arbeitszeiten, als für mich möglich waren. Er hat mir ein Angebot zur Vertragsaufhebung gemacht, dass bereits höher war, als ich berechnet hatte. Trotzdem habe ich nochmal nachverhandelt und 15% mehr rausgeschlagen. Insgesamt lief es sehr zufriedenstellend. Heute bin ich froh dort wo ich jetzt arbeite, aber für die Zukunft hoffe ich auch, dass ich in wenigen Jahren in die Selbstständigkeit starten kann.

    Viele Grüße, Nina von karl-reist

  2. Comment by Ulrica Griffiths

    Ulrica Griffiths Reply Oktober 11, 2019 at 10:08 am

    Das passiert unglaublich oft und jede sucht immer den Fehler bei sich selbst, bis sie merkt, wie viele Fälle es gibt. Eltern müssen zu dem Thema noch viel lauter werden und dürfen keine falsche Scham zeigen. Sehr empfehlenswert zu dem Thema ist die Bloggerin und Anwältin, die Schwangere und Eltern mit Rat und Tat unterstützt: https://www.juramama.de/

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