Alltäglicher Wahnsinn, Familienwahnsinn
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12 Beweise, wie sehr sich mein Leben als Mama verändert hat

Zweifelsohne, seitdem ich Mama bin, hat sich mein Leben KOMPLETT geändert. Doch wie? Kurzes Innehalten. Und schon ist die (erschreckende) Erkenntnis da. SEHR!!! Hier mein Katalog an 12 neuen Attitüden, Eigenschaften, Begebenheiten, Errungenschaften & Marotten, die mein Leben wesentlich verändert haben:

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1. Absolutes Chaos
Ich liebe dieses Gefühl, wenn die Küche blitzeblank ist, das Badezimmer frisch geputzt, im Kinderzimmer alle Spielsachen ordentlich verstaut sind und die ganze Wohnung aufgeräumt ist … Leider kenne ich dieses Gefühl nicht mehr! Denn seitdem wir in unserem Heim noch einen kleinen Mitbewohner beherbergen, ist das absolute Chaos ausgebrochen. Egal in welchem Zimmer – ständig stolpere ich über irgendein Spielzeug, Klamotten liegen auf dem Boden, die Küche ist verwüstet, sämtliche Schränke & Schubladen sind leergeräumt und was war eigentlich mit Fensterputzen …? Egal, wenn sich jemand trauen sollte, uns unangekündigt (und damit meine ich mindestens eine Woche vorher) zu besuchen, ist er selber schuld.

2. Glückseligkeit
Früher habe ich mir Designer-Schuhe & -Handtaschen gekauft und nächtelang auf Partys getanzt, um glücklich zu sein. Heute bin ich in puncto Glückseligkeit um einiges bescheidener geworden und weiß, dass ungestört duschen, alleine aufs Klo gehen oder einfach mal dumpf die Stille genießen, mich verdammt glücklich machen kann.

3. Anderes Zeitgefühl
Seitdem ich Mami bin, habe ich auch ein anderes Zeitgefühl bekommen. Auf der einen Seite scheint die Zeit zu fliegen und ich kann ihr beim Wachsen sprichwörtlich zu sehen. Auf der anderen Seite fühlen sich manchmal Minuten wie Stunden an – und plötzlich realisiere ich, dass erst Sekunden vergangen sind 😉 (Zum Beispiel an den Abenden, an denen ich es kaum erwarten kann, dass mein Sohn ENDLICH ins Bett geht).

4. Die neuen Begleiter
Einst trug die Frau von Welt (also ich) stets MacBook, iPhone, Lippenstift, Puder, USB-Stick, Ladekabel & Co. in meiner Handtasche (so war es zumindest gefühlt vor hundert Jahren). Diese Dinge haben leider keine Daseinsberechtigung mehr, denn die Mami von heute muss stets praktisch orientiert durch die Welt rennen. Sprich, Kosmetika & Technik müssen weichen, um Windeln, Spielzeug, Feuchttüchern & Co. Platz zu machen. Ach ja, nicht nur der Inhalt hat sich bei mir geändert, sondern auch die Art der Handtasche. Was einst ein DKNY-, Louis Vuitton- oder Michael Kors-Begleiter war, ist jetzt der gute alte & vor allem praktischer Jutebeutel – very sexy …

5. Shopping-Queen
Hochmotiviert verlasse ich das Haus, um diesmal NUR für MICH zu shoppen. Und was passiert? Na klar, ich komme hocherfreut wieder mit vielen NEUEN Sachen – ausschließlich nur für meinen Sohn …

6. Leerer Kleiderschrank
Apropos Shoppen, ein kleines Rätsel: Welcher Kleiderschrank platzt aus allen Nähten? Ist gut sortiert mit zahlreichen Farben, lustigen Motiven und immer adrett anzusehen? Ja, ich gebe es zu: Dieses Rätsel war nicht schwer. Und während mein Sohn immer wieder mit neuen Klamotten über den Spielplatz stolziert – ist mein Repertoire an mondänen Kleidungsstücken auf ein minimales Minimum geschrumpft. Aber wie gut, dass die anderen Mamis auf dem Spielplatz auch immer das Gleiche anhaben.

7. Rabatt-Marken & Payback-Karten
Dieses furchtbare Sammelsurium an Rabatt- und Coupon-Marken in der Handtasche und dann noch das nervige Zahlen mit Payback-Karten. Haben die denn nichts Besseres zu tun? Ja, genau so habe ich auch gedacht, bevor ich Mami wurde. Und jetzt? Ich habe sie alle.

8. Heimlich Schokolade essen
Ich gestehe. Ich esse heimlich im Badezimmer Schokolade. Glaube mir, ich würde auch lieber genüsslich meine Schokolade in der horizontalen Lage auf der Couch schnabulieren – so wie es nicht-Eltern normalerweise tun. Ständig muss ich mit der Angst leben, dass mein Sohn jede Mikrosekunde um die Ecke geschossen kommen könnte. Mit fuchtelnden, ausgestreckten Armen, begleitet von einem schrillen, vorwurfsvollen Ton und einem fordernden Blick. Meins! Wie kann sie es nur wagen? Gib das sofort her!

9. Schiefe Töne & Textunsicherheit
In der Öffentlichkeit singen? Auf gar keinen Fall – ich mache mich doch nicht zum Affen! Oh je, auch dieser Schwur ist sehr schnell in Vergessenheit geraten. Denn auch bei mir (wie beim Großteil der anderen Mamis) schwand irgendwann die Scham, in der Öffentlichkeit Kinderlieder zu singen. Was soll´s, wenn es dem Kind gefällt, dann sind der Mami die schiefen Töne & Textunsicherheit in der ÖFFENTLICHKEIT auch egal.

10. Olfaktorische Erbarmungslosigkeit
Die einen überkommt ein großes Ekelgefühl (und das zu recht), beim Gedanken an einer gut gefüllten Windel zu riechen. Ich kann mittlerweile auch beim Mittagstisch eine tiefe Nase nehmen – ohne dabei die Miene zu verziehen.

11. Wellness-Tag & Kurzurlaub
Traurig, aber trotzdem schön. Schon alleine in Ruhe und ungestört Wäsche aufhängen kann sich für eine Mami wie ein Wellnesstag anfühlen. Oder gemütlich an einem Sonntagmorgen alleine mit dem Fahrrad Brötchen holen, kann so viel Energie schenken wie ein erholsamer Kurzurlaub.

12. … der glücklichste Mensch auf dieser Welt
Und auch wenn meine Wohnung im absoluten Chaos versinkt, der alltägliche Wahnsinn mich jeden Tag aufs Neue heimsucht, ich kaum Momente für mich selber habe, heimlich im Badezimmer Schokolade essen muss, ich meinen Job verloren habe und für meinen Sohn der Spielball seiner Himmel-hoch-jauchzend-zu-Tode-betrübt Launen bin – möchte ich um nichts auf dieser Welt mein Mami-Leben gegen mein vorheriges eintauschen. Denn wenn mich mein kleiner Mann anlächelt & umarmt, bin ich der glücklichste Mensch auf dieser Welt …

Und woran merkst du, dass du Mami geworden bist? Ich freue mich auf deine Attitüden & Marotten! Schreib hier einen Kommentar oder eine Mail mami.bloggt@yahoo.de

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4 Kommentare

  1. Hach… Schön geschrieben! Wirklich inspirierend, angenehm und amüsant!
    Danke für solch einen tollen Beitrag…
    Viele liebe Grüße
    Nina

      

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