Alltäglicher Wahnsinn, Alltagsgedanken
Kommentare 32

Liebe Blogger, hört endlich auf, eure kostbaren Artikel zu verschenken!!!

Ich habe die Schnauze voll! Gestrichen voll! Denn das schamlose Ausnutzen nimmt einfach überhand. Ich spreche sowohl von zahlreichen Verlagen – die sich selber im Premium-Segment ansiedeln – als auch Agenturen mit namenhaften Kunden & riesigen Budgets. Sie wollen alle das Gleiche. Brillianten Content für wenig Geld. Wenn es gut läuft! Denn eigentlich wollen sie diesen guten Content umsonst haben. Und wo bekommen sie diesen her? Ja klar, bei uns Bloggern. Und das schlimme ist, dass viele von uns dabei mitspielen.

Ein unmoralisches Angebot
Gerade vor ein paar Tagen postete eine Mitarbeiterin der Agentur pr.com, die im Auftrag vom Magazin Reise aktuell handelt, folgenden Aufruf:

„Gastblogger gesucht

REISE-aktuell ist ein internationales Reisemagazin im Premium-Segment. Nun suchen wir für den Aufbau unseres Blogs motivierte Blogger, die unsere Leser mit persönlichen Reisegeschichten oder –Tipps inspirieren möchten.

Habe ich dein Interesse geweckt? Dann melde dich doch einfach bei mir!“

Zweifelsohne, dieser Aufruf liest sich ja erstmal ganz vielversprechend. Doch die meisten Blogger werden es wohl schon seit der Überschrift ahnen, wo der Haken ist. Richtig! Auf die Rückfrage „Ob in irgendeiner Form ein Ausgleich vorgesehen ist“, antwortet die PR-Mitarbeiterin (gegen Bezahlung) ganz VIELVERSPRECHEND: „Da wir gerade starten, ist leider vorerst noch kein Budget geplant! Wir werden aber sehen, wie sich alles entwickelt! Momentan können wir also nur unsere Reichweite und Backlinks bieten!“

Vorerst (=also nie) ist kein Budget (= ausschließlich für die Autoren) vorgesehen
Ich entschuldige mich im Voraus bei euch für meine derbe Wortwahl, die jetzt folgt … Aber: Ich bekomme gerade das GROßE KOTZEN!!! Sorry, ich weiß, dass ihr auf meinem Blog solche Kraftausdrücke nicht gewohnt seid, aber es muss gerade raus. Denn ich habe die Schnauze voll! Gestrichen voll! Denn dieses vielversprechende Angebot stinkt bis zum Himmel und grenzt an eine bodenlose Frechheit. Und wahrhaftig handelt es sich hier um keinen Einzelfall.

Liebe Mitarbeiterin, schreibe doch gleich, dass kein Budget AUSSCHLIEßLICH für die Autoren vorgesehen ist. Für dich und deinen Chef von pr.com aber schon! Und zwar nicht zu knapp. Denn klar, keiner von euch wäre so blöd, für das Magazin REISE aktuell umsonst zu arbeiten!

Drehen wir den Spieß doch mal um
Wenn sich REISE aktuell mit dem vielversprechenden Angebot „Da wir gerade starten, ist leider vorerst noch kein Budget geplant! Wir werden aber sehen, wie sich alles entwickelt! Momentan können wir also nur unsere Reichweite und Backlinks bieten!“ an euch gewendet hätte, hättet ihr denen nur einen Vogel gezeigt. Und euch über dieses unmoralische Angebot totgelacht. Absolut zurecht! Denn schließlich müsst AUCH ihr eure Miete & Co. bezahlen. Und Reichweite und Backlinks von einem Blog, der gerade erst im Aufbau ist. Sorry, dafür müssen wir alle keine SEO-Experten sein, um zu wissen, dass das kein fairer Deal ist.

Die Rechnung geht nicht auf
Es kommt noch schlimmer! Denn auf diesen Aufruf der viel besagten PR-Mitarbeiterin bekundeten tatsächlich so einige Reise-Blogger ihr Interesse. Auf der einen Seite kann ich diese Blogger sehr gut verstehen. Sie investieren sehr, sehr viel Geld, Freizeit, Leidenschaft und Herzblut in ihren Blog – in der Hoffnung, dass sie irgendwann den Durchbruch schaffen. Dabei greifen sie nach jedem Strohhalm, der sich ergibt. Und denken: Vielleicht verschafft mir ausgerechnet diese Kooperation den langersehnten Erfolg. So sind sie bereit, ihre gut recherchierten Reisegeschichten, für die sie teilweise sehr weit gereist sind, einfach zu verschenken. Aber die Rechnung geht auf diese Weise nicht auf.

Interaktion statt Kooperation
Wenn ich nach der Definition des Wortes „Kooperation“ recherchiere, erhalte ich bei Wikipedia folgendes Ergebnis: „Kooperation (…) ist das zweckgerichtete Zusammenwirken von Handlungen zweier oder mehrerer Lebewesen, Personen oder Systeme, in Arbeitsteilung, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen. Ist die wechselseitige Einwirkung der Akteure nicht intentional oder zweckgerichtet, spricht man hingegen von Interaktion.“

Da haben wir es also! Bei den meisten unmoralischen Angeboten, mit denen wir Blogger vonseiten der Unternehmen, Agenturen, Verlagen & Co. überhäuft werden (denn Blogger sind wichtig – wir müssen IRGENDETWAS mit Bloggern machen …), verfolgen nicht beide Akteure ein GEMEINSAMES ZIEL. Der Mehrwert ist in der Regel ausschließlich einseitig ausgerichtet und somit müssen wir laut Wikipedia in den meisten Fällen von einer INTERAKTION anstelle einer KOOPERATION sprechen. Oder?

Überdenkt dringend eure Strategie
Ich weiß. Wir Blogger müssen erstmal Referenzen aufbauen, Reichweite für unseren Blog schaffen und uns den A*** aufreißen, bevor wir IRGENDWANN mal, mit einem richtigen Honorar (bei ganz viel Glück) belohnt werden. Aber ich bitte euch liebe Blogger – überdenkt DRINGEND diese Strategie! Investiert eure Kraft lieber in euren guten Content und die Eigenvermarktung statt in dubiose Kooperationen … ähm, ich meinte natürlich Interaktionen. Denn wir Blogger sind selber schuld daran, wenn sich andere an uns bereichern – und wir dabei fast immer leer ausgehen.

Deswegen mein Appell!!! Liebe Blogger, hört ENDLICH damit auf, eure kostbaren Artikel zu verschenken! Und ja, diesen Appell muss ich auch an mich selber richten. Denn auch ich habe schon einige Artikel einfach so verschenkt. Bevor ihr also ein Angebot annimmt, überprüft doch bitte vorab, wie bedeutend dabei der eigene Mehrwert ist.

Wir wissen doch alle, wieviel Arbeit & Herzblut in unseren Artikeln stecken. Größtenteils sind wir gut ausgebildete Journalisten mit einem breiten Fachwissen und einer Menge individuelle Geschichten im Gepäck. Wir schlagen uns die Nächte um die Ohren, um neben unserem Hauptberuf, Blogartikel zu schreiben. Wir investieren sehr viele Nerven, weil wir an unseren Blog glauben. Weil wir Spaß an unserem Thema haben. Wir kreieren einzigartige Stories, verbringen Stunden damit, um zu shooten oder aus 5.000 Reisefotos die passenden auszusuchen. Und was ist dann die Wertschätzung? Reichweite und Backlink von einem Blog, der sich gerade erst im Aufbau befindet? Oder ein Rezensionsexemplar, das wir behalten dürfen? Puh, …!

Wärest du bereit, für etwas zu bezahlen, was du umsonst bekommen kannst?
Nein, das kann nicht der richtige Weg sein. Das ist meine Meinung. Wir müssen nach anderen Möglichkeiten Ausschau halten. Denn wenn wir andauernd unsere kostbaren Artikel (an denen wir manchmal tagelang sitzen – und sehr viel Fachwissen, Leidenschaft & Herzblut stecken!) an andere (die sich daran bereichern!) verschenken, dann machen wir uns das Geschäft selber kaputt. Denn diese Verlage, Agenturen & Co. haben sich schon längst daran gewöhnt, dass sie für guten Content nicht bezahlen müssen. Denn dem Blogger reicht ja schon, das leere Versprechen, dass sich eventuell irgendwann mal darauf eine Zusammenarbeit ergeben könnte. Oder dass sie etwas behalten dürfen. Und das Angebot von einem Backlink (gäääähn) von einem Blog, der sich gerade erst im Aufbau befindet – ist ja sowieso unschlagbar gut …

Mal ganz ehrlich lieber Blogger, wärest du bereit, für etwas zu bezahlen, was du vorher immer umsonst bekommen hast???

P.S. Ich hoffe, dass ich mit diesem Beitrag einige Blogger sensibilisieren kann, nicht zu großzügig mit ihrem kostbaren Content umzugehen. Natürlich kann es in manchen Fällen ein hervorragendes Sprungbrett sein, wenn der eigene Artikel auf einer namenhaften Plattform mit einer millionenstarken Reichweite erscheint und dann sogar noch ein Backlink folgt. Aber prüft bitte, bitte wieviel Mehr-Wert die Kooperation (oder doch Interaktion?) euch tatsächlich bringt. Hinterfragt kritisch. Und reflektiert. Ganz ehrlich, mir persönlich ist es viel lieber, meine Artikel an andere kleinere Blogs – die auf der selben Wellenlänge sind – aus Sympathie zu „verschenken“, als einem Magazin im Premium-Segment …

Kleine Korrektur:
Mittlerweile hat die Chefin der Agentur pr.com Stellungnahme bezogen. Laut ihrer Aussage bekommt pr.com kein Geld von Reise Aktuell, da es sich um ein Schwesterunternehmen handelt. Puh, ich weiß nicht, ob ich jetzt den Sachverhalt besser oder schlechter finde … Außerdem bezeichnet die meinen Beitrag als unqualifizierten Rundumschlag. Was soll ich dazu sagen? Kommunikationsprofis halt 😉

Was denkst du über dieses Thema? Ich freue mich auf deine Meinung – und eine inspirierende Diskussion. Bitte hinterlasse hier deinen Kommentar (bitte Benarichtungsfunktion aktivieren!)

 

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32 Kommentare

  1. Ja da hast du leider Recht. Ich denke das Problem ist, dass viele Blogger das ganze als Hobby betrachten und gar kein Geld verdienen wollen. Wenn sie dann um eine Kooperation gebeten werden, fühlen sie sich geschmeichelt und machen natürlich gern mit.

    Das Problem wird bestehen bleiben. Aber ich glaube oder hoffe, dass Unternehmen, die ernsthaft und seriös mit Bloggern arbeiten wollen, auch dafür zahlen werden. Die Frage, die sich da dann eher stellt ist, wie hoch ist der Wert für einen Blogbeitrag? Ich hab schon verschiedene Kalkulation gesehen und es wurden bei gleichen Voraussetzungen (Follower, Visitors etc) Preise von 200-700€ aufgerufen. Was für einen dabei richtig ist, ist am Ende die eigene Entscheidung. Aber leicht finde ich das nicht. Wie siehst du das?

      

    • Gabriela Urban sagt

      Mit dem Hobby stimme ich dir zu. Und dass man sich geschmeichelt fühlt, wenn man seinen Artikel auf einer großen Seite sieht auch. Trotzdem sollte man sich mehr sensibilisieren für dieses Thema. Denn viele machen ungewollt das Geschäft kaputt …

      Zum Thema, wieviel kann man für einen Artikel fordern, kann ich pauschal auch keine Antwort geben. Ist natürlich sehr davon abhängig, wie hoch der eigene Aufwand ist. Wenn man zum Beispiel zu Reisethemen schreibt, kann der Aufwand natürlich sehr hoch sein. Dann sollte so ein Artikel auch einigermaßen vergütet werden … Was denkst du zu diesem Thema?

        

  2. Bevor du so laut brüllst, solltest du etwas recherchieren. 😉

    Weißt du, wie viel ein GUTER Backlink wert ist? Wohl kaum, sonst würdest du dich nicht beschweren. Deutlich MEHR als die meisten Blogbeiträge. Gekaufte Backlinks gehen teils in hohe drei- oder niedrige vierstellige Summen.

    Natürlich: Für einen billigen Popel-Blog muss man sich nicht unter Wert verkaufen. Doch ein hochwertigen Magazin-Backlink ist mehr wert als die meisten Beiträge von Bloggern.

      

    • Gabriela Urban sagt

      Und auch von einem Blog, der gerade erst im Aufbau ist? Auf dieses Beispiel im speziellen habe ich mich ja bezogen … 😉

        

      • Ist halt die Frage, von wem der gesponsort wird. Ich habe deinen Beitrag so verstanden, dass es sich um den Blog eines großen Portals handelt? Dieser Blog ist zwar (noch) klein, aber da steckt ja Geld dahinter – also wird er wohl wachsen.

        In diesem Fall würde ich auf jeden Fall einen Gastbeitrag für den großen Blog schreiben. Kann sich langfristig sehr auszahlen.

        Ich hoffe, ich habe dich richtig verstanden? 🙂

        Ist halt echt ein Problem, dass in manchen Nischen die Blogs wie Unkraut sprießen. Vor allem im Beauty-Bereich, wo sich jedes Mädel als Profi-Instagramerin versucht. 🙂

          

        • Gabriela Urban sagt

          Ich sehe das halt etwas anders. Ich weiß sehr wohl, dass einige Backlinks viel wert sind. Dennoch finde ich das Konzept, erst mal kein Budget für Gastblogger auszugeben als sehr, sehr fragwürdig. Aber jeder muss immer für sich selbst entscheiden und auch mal kritisch hinterfragen, ob sich so eine Kooperation wirklich lohnt – und ob solche Geschäftsmodelle auch unterstützt werden sollen …

            

  3. … ist ja das gleiche wie das typische Anschreiben:

    „Im Auftrag unseres Kunden!“ … oder … „Für unsere Marke“… gesendet ohne Firmenadresse, ohne Nennung der Marke und ohne Nennung des Arbeitgebers, gesendet von GMX, Yahoo oder anderen Freemailadressen…

    Na wer ist das wohl?

    Ich arbeite mittlerweile grundsätzlich bei allen Artikeln die Off-Topic sind, werbliche Natur haben könnten oder bestimmte Marken hervorheben sollen, nur noch gegen Vorkasse. Wer ernsthaft Interesse an einer Kooperation hat wird das so akzeptieren!

    Gruß Frank

      

    • Gabriela Urban sagt

      Ja, das ist eine gute Taktik. Und schließlich hat man auch das recht, auf seinem Blog die eigenen Spielregeln zu bestimmen. Wünsche dir weiterhin viel Erfolg. Liebe Grüße Gabriela

        

  4. Toll geschrieben. Mir geht s genauso. Ich erstelle für meinen Blog gratis Freebies und habe außer Material keinen Cent verdient. Habe auch jetzt schon umgedacht und möchte gerne etwas verdienen, wenn ich mir den A aufreisse. Bis jetzt nur Absagen mit „kein Budget“. Habe jetzt beschlossen ich geb das auf. Ich mache mein Ding und nehme nur mehr was an, wenn es entlohnt wird. Dh zur Zeit gar nicht 🙁

      

  5. Liebe Gabriela,

    ich geb dir recht, dass wir uns nicht unter Wert verkaufen sollen.
    Bisher ohne viel Erfahrung in Sachen Kooperationen habe ich keine Ahnung, was ich verlangen soll. Mir fehlt hier die Möglichkeit für einen ehrlichen Austausch und Unterstützung untereinander.
    So sehr die Blogger Community auch vernetzt ist, gegenseitig kommentiert und liked, ist doch keiner so vertraut, darüber ehrlich zu sprechen. Das finde ich etwas schade.

    Wie siehst du das?
    LG Regina

      

    • Gabriela Urban sagt

      Es gibt einige Blogs, in denen ganz offen über Preise gesprochen wird. Da fällt mir zum Beispiel Lilli von Letters ein. Die spricht ganz offen über das Thema Geld. Da findest du auf jeden Fall ein paar gute Tipps & Infos. Liebe Grüße Gabriela

        

  6. Ich kann deine Verärgerung sehr gut verstehen und ich habe überhaupt keine Lust, dieses Spiel mitzuspielen. Deshalb mache ich nur sehr selten Kooperationen. Meine letzte lachhafte Erfahrung war, dass ich von einem Onlineshop das „Angebot“ bekommen habe, auf meinem Blog einen Link zu einem Gewinnspiel zu posten, da der Gewinn doch inhaltlich so toll zu meinem Blogthema passen würde. Und ich dürfte sogar selber an dem Gewinnspiel teilnehmen. Wäre ich der Inhaber des Shops, wäre es mir megapeinlich, so eine (wahrscheinlich) Massenmail an Blogger, die ja immerhin Meinungsbildner sind, zu schicken. Denn nach diesem „tollen“ Angebot, werde ich für die Zukunft zweimal überlegen, ob ich den Shop auf meinem Blog erwähne, selbst wenn ich selber mal was für mich bestellen würde. LG Anja

      

    • Gabriela Urban sagt

      Ja, solche Anfragen hatte ich auch schon massig. Da steckt echt kein Sinn & Verstand hinter. Sehr schade, dass solche Anfrage nicht etwas scharfsinniger rangehen … Aber zum Glück gibt es ja auch einige Unternehmen, die den Wert von Bloggern erkannt haben.

        

  7. Ich kann die Blog-Neueinsteiger ja irgendwie verstehen. Sie wollen wahrgenommen werden. Und viele glauben, dass schnell durchstarten und dann für lau reisen können.
    Leider zahlt sich das auf lange Sicht nicht aus. Ich habe viele Kooperationen abgelehnt, sie passen nicht oder ich habe einfach nicht die Zeit, für andere zu schreiben nur für Ruhm und Ehre. Lieber bleibe ich bei meinen eigenen Reiseberichten, ehrlich und authentisch. Und wenn zwischendrin etwas passt, dann kooperiere ich auch gerne.
    Viele Grüße, Ines

      

    • Gabriela Urban sagt

      Genau das denke ich auch! Lieber klein und authentisch als nur Mittel zum Zweck … Und ich weiß, dass diese Thema schon oft genug diskutiert wurde, dennoch war es mir ein Bedürfnis, mir das mal von der Seele zu brüllen. Da kommt halt die ausgebildete Journalisten in mir ducrh 😉 Ich wünsche dir weiterhin viel Spaß und Erfolg mit deinem Blog. Werde euch sehr gerne weiterlesen. Liebe Grüße Gabriela

        

  8. Hallo,

    gleich, ehe ich es vergesse vorneweg: Preise von 200 bis 700 Euro für einen Blogbeitrag – das ist mir noch nirgends begegnet, das wird kein Verlag der Welt bezahlen. Das mag Wunschdenken sein. Realistisch ist das nicht. 200 Euro ja, durchaus – aber mehr?

    Neulich bot ich einem regionalen Verlagshaus (kein kleines) Reisereportagen aus Argentinien an. Bringt eigentlich nichts, da viele Verlage das Reiseressort auslagern oder odermit PR oder Pressereisen vollklatschen. Aus dieser Ecke kommt sicher auch die Denke, Blogger-Texte für umme bekommen zu können. Aber ich versuchte es trotzdem, weil ich dort jemanden kenne. Die Antwort:

    „Ich verfolge mit Interesse Ihre Umtriebe in Südamerika und entwickle vom Desk aus, naja, eine milde Form von Neid;)
    Spannende Angebote, kann ich mir gut vorstellen. Jetzt arbeite ich bei der XY in einem der Häuser, das für derartige Geschichten sicher ein großes Herz aber so ziemlich genau null Etat hat.
    Ich sage es mal so: Für ewigen Ruhm und als Referenz Ihr Portfolio ist eine VÖ im Reiseteil sicher drin…
    Ist nur die Frage, ob das für Sie in Frage kommt. Aus eigener Erfahrung als Freelancer weiß ich natürlich am besten, dass die Spiel- und Geschäftsidee eigentlich erst mit einem soliden Honorar komplett ist. Jetzt müssen Sie entscheiden…
    Anyway, ich wünsche Ihnen ein tolles 2017 und jede Menge unvergesslicher Eindrücke.“

    Viele Verlage denken ähnlich, aber schweigen bei solchen Anfragen. Die Antwort fand ich aber schon ziemlich dreist.

    Wer auf ein solches Angebot eingeht, muss nicht nur einen Sprung in der Schüssel haben, er richtet vor allem einen Flurschaden an, unter dem andere Mitleiden. Indem er nämlich den Akkord kaputt macht. Texte haben einen Wert. Der lässt sich beziffern. Nach Zeilen, Rechercheumfang, manchmal Tagessätze oder Pauschalen.

    Es gibt gute Texte, für die zahlt man. schlechte Texte will man nicht. Früher funktionierte das mal halbwegs, da hatten alle was davon. Heute bestimmt nicht die Qualität, sondern der Geldbeutel. Viele Blogger, die unbedarft ihren Blog füllen, sind Autodidakten, selten gelernte Schreiber. Sie wissen teilweise überhaupt nicht, was ein Text oder ein Bild wert ist. Deshalb verramschen sie ihr Material oder verschenken es gleich. Die Verlage freuen sich. Mit kostenlosen Texten können sie die jährliche Rendite (durchschnittlich 5-8%) noch etwas steigern. Der Autor bekommt einen Backlink (wow!) oder sonstigen Käse versprochen.

    Tragisch ist, das viele dasSpielchen unbedarft mitspielen. Sei es für 3Cent das Wort (!) oder dass sie den Rucksack, den sie wortreich „testeten“ hinterher behalten dürfen. Die Stiftung Warentest kauft sämtliche Testprodukte. Schon mal überlegt wieso?

    Unabhändigkeit ist etwas anders. Und nur wer unabhängig agiert, kann auch selbstbewusst auftreten.

    Bislang habe ich jede „Kooperation“ abgelehnt. Manchmal mache ich mir sogar die Mühe, das in einer Mail zu begründen. Auch von einem großen gut gemachten Reiseblog, der Texte anderer Blogger präsentiert, bin ich nach zwei Tagen wieder abgesprungen weil ich mir irgendwann dachte: was habe ich eigentlich davon?

    Meine Antwort auf das obenstehende Angebot lautete so:

    „Das mache ich sehr gerne, sobald auch unser Vermieter auf seine monatliche Forderung verzichtet, der Bäcker mit die Brötchen schenkt und mein Hausarzt mich kostenlos und umfassend medizinisch behandelt. Wenn wir eine kostenfreie Benzinpipeline haben uns die Stadtwerke und Strom und Gas ebenfalls ohne Bezahlung zur Verfügung stellen. Bislang habe ich aber von noch keinen ein diesbezügliches Signal erhalten.“

    Bloggerkollegen wünsche ich mehr Rückgrat, Selbstbewusstsein und Solidarität – wer seine Texte verschenkt oder verramscht, schadet allen.

    Ich finde Du hast mit diesem Beitrag recht. Ich bin Journalist und Blogge nebenher.

      

    • Gabriela Urban sagt

      Hallo Andreas, vielen Dank für deine detaillierte Meinung. Ich finde es toll, dass hier gerade so ein Meinungsaustausch entsteht, auch wenn es sicherlich nicht viel ändern wird, aber wenn 1-2 Blogger ab jetzt kritischer „Kooperationen“ hinterfragen, ist doch schon mal ein guter Meilenstein gelegt …

      Mich hätte jetzt mal brennend interessiert, was die Agentur auf deine Antwort geantwortet hat!!!! Lass mich raten, sie hat deine Worte einfach so im Raum stehen lassen? Liebe Grüße Gabriela

        

  9. Itinera magica sagt

    Ich bin mit dir absolut einverstanden und danke dir für den wichtigen Text!! Ich bin so angeekelt vom Verhalten mancher Großagenturen… und lasse mich nicht mehr ausbeuten. Faire Kooperationen, gegenseitiger Respekt, Vertrauen und gegenseitige Unterstützung, gerne. Aber ich lasse mich nicht ausnutzen und ausbeuten.

      

    • Gabriela Urban sagt

      Genau! Das alles hat auch mit viel Respekt, Vertrauen und gegenseitiger Unterstützung zu tun. Dann kann man auch von einer Kooperation sprechen. Wünsche dir weiterhin viel Erfolg. Liebe Grüße Gabriela

        

  10. „Content ist Gold“, lese ich von Social-Media-Marketingexperten im Internet häufig. Blogs, Bilder, Video und Audio sind also „Gold“. Wenn es darauf ankommt eine adäquate Gegenleistung zu geben wird es peinlich für alle Seiten. Ich habe deinen Artikel mit Freude und mit sehr viel Traurigkeit gelesen. Alle wollen das Gleiche. Content um ihre Produkte anzupreisen billigst, gratis und möglichst mit persönlichen Empfehlungen. Manchmal wird ein unsäglicher Knebelvertrag für die Nutzung des Blogartikels oder der Bilder hinterhergeschoben. Blogbilder werden bisweilen ungefragt entnommen und für Produktwerbung ausgenützt. Was ich die letzten Jahre erleben musste war sehr dreist. Die Frage stellt sich immer mehr: Wie kann ich meine Selbstmotivation erhalten? Wie kann die andere Seite für angemessene Gegenleistung motiviert werden?

      

    • Gabriela Urban sagt

      hallo Andreas, sehr gute Fragen! Auf die keine klare Antworten gibt. Ich frage mich auch oft, wie sinnig mein Blog ist und warum ich soviel Zeit für nichts und wieder nichts investieren. Doch dann gibt es Tage, an denen ich sehr viel Spaß an meinem Blog habe und mich die Zustimmung von meinen Lesern ungemein motiviert. Ich sehen meinen Blog als meine Art Visitenkarte und (teures) Hobby 😉 Wenn sich Einnahmen ergeben, super. Wenn nicht, dann wird meine Welt auch nicht untergehen. Denn ich hatte nie vor mit meinem Blog hauptberuflich durchzustarten.

      Auf die Frage, wie die andere Seite zu einer angemessenen Gegenleistung motiviert werden kann, zu antworten, finde ich schon schwieriger. Meiner Meinung nach muss einfach ein großes Umdenken stattfinden, bei allen! Also bei den Bloggern, Agenturen, Verlagen & Co. Es hat doch alles mit Respekt und Wertschätzung zu tun. Wenn ein Projekt erst aufgebaut werden soll, dann kann ich doch nichtvon Anfang an den finanziellen Posten für Grafiker, Werbeagenturen & Co. gleich auf 0 Euro Budget setzen, oder? Warum mache ich es dann bei den Texten? Dabei sind doch gerade die Texte das ausschlaggebende Fundament, von deren Qualität der Erfolg abhängt! Ich hoffe, dass immer mehr Auftraggeber zukünftig dieses Fakt verstehen werden … Wünnsche dir weiterhin viel Erfolg mit deinem Blog. Herzliche Grüße Gabriela

        

  11. > Laut ihrer Aussage bekommt pr.com kein Geld von Reise Aktuell, da es sich um eine Tochterfirma handelt.

    Das klingt ja wohl sowas von unschuldig. Ist es aber nicht. Wenn der Jahresabschluss geprüft wird und festgestellt wird, dass zwischen juristischen Personen Leistungen fließen, ohne dass Gegenleistungen stattfinden (d.h. Leistungen unentgeltlich erbracht werden)… dann sollte sich pr.com warm anziehen.

      

  12. Ich geb dir recht! Mir kommt es oft so vor, als wenn die Gier beim Bloggen der einzige Sieger ist. Gier nach Aufmerksamkeit, Reichweite, etc. Ich denke mir dann oft bei so Kooperationen wo ein Duschgel oder so ein Quatsch als Gegenleistung for free gegeben wird, wie sich die Blogger entwickeln wollen? Zu allem immer JA sagen und insgeheim auf den großen Coup warten? Oder dann einsehen, dass es nicht so ist und aufhören? Naja, schade ist, dass eben diese für alle auch mitentscheiden: Wenn du es nicht machst, finde ich jemanden, der es doch gratis tut. Nichts, niemals gratis und ohne adequate Gegenleistung! Ein Link ist keine Gegenleistung. Wenn ich hier die eine oder andere Rechtfertigung schon wieder lese (in den Kommentaren) – ihr habt nichts verstanden.

    Sehr schade diese Sache! Und Kompliment fürs Ehrlichsein.

      

    • Gabriela Urban sagt

      Hallo Lisa, ja ich finde sich das es ein sehr großes Dilemma ist. Auf der einen Seite verscherbeln einige Blogger Ihren Blog / ihre Artikel – und auf der anderen Seite, wünschen sie sich, irgendwann damit (etwas) Geld zu verdienen …. Dieses Dilemma schaffen wir uns selber, deswegen sollten wir einfach viel mehr abwägen, ob es sich lohnt oder nicht – und wer am Ende davon wirklich profitiert. Liebe Grüße Gabriela

        

  13. Dieser Text hat mir aus der Seele gesprochen, vielen Dank dafür! Auch bin bloggende Journalistin und finde: Wenn ich auf meinen Blogs meine Texte frei ins Netz stelle, ist das mein persönlicher Spaß und dient auch meiner Profilschärfung. Kostenlose Gastbeiträge schreibe ich gerne für befreundete Blogs, wenn es thematisch passt oder auch mal für ein Non-Profit-Projekt. Aber NIEMALS schreibe ich einen kostenlosen Text für eine PR-Agentur, einen Verlag oder ein anderes profitorientiertes Unternehmen. Denn gute Texte haben einen Wert und ich lebe davon, meine Texte zu verkaufen, nicht davon, sie zu verschenken. Und was ich gar nicht einsehe, ist, dass andere Geld damit verdienen, dass sie Geld für ihre Leistung von ihren Kunden kassieren, aber ihren Lieferanten/Autoren keines für deren Leistung zahlen. Ich begrüße es sehr, wenn auch andere Blogger sich dagegen wehren und diese Kostenlos-Kultur auf der Content-Seite eingedämmt wird.

      

    • Gabriela Urban sagt

      Ich wünsche mir auch, dass immer mehr Blogger einfach ihren Verstand schärfen und abwägen, wie groß der eigene Mehrwert. Sich mit sympathischen Bloggern vernetzen und für die kostenlose Gastartikel zu schreiben, bringt mir persönlich auch viel mehr. Liebe Grüße Gabriela

        

  14. 🙂 Liebe Gabriela,

    das ist ein Thema, das viele von uns schon lange beschäftigt.
    Ich antworte auf solche „vielversprechenden“ Mails inzwischen gar nicht mehr.
    Wenn mich das Thema interessiert, gebe ich meine Bedingungen an – Preis für den Beitrag, wie ich ihn verlinken würde etc. Meistens hört man nie wieder etwas.

    Ich habe mal auf einer Veranstaltung ein Produkt (Sondergröße 30ml, Warenwert ca. 5 Euro) geschenkt bekommen, das mir in der Wirkung gefallen und auch bei einem Problem geholfen hat. Daraufhin schrieb ich die Firma an und fragte, ob es eine Möglichkeit eines bezahlten Beitrages gäbe, weil ich hier mit guten Erfahrungen über das Produkt schreiben könnte. Ich bekam dann zur Antwort, dass sie das nicht täten, weil sie nicht einsähen für etwas „2 x zu bezahlen“. Ohne Worte.

    Insofern schreibe ich in erster Linie über die schönen Dinge des Lebens, an denen ICH Freude habe und von denen ich denke, dass meine Mitmenschen auch einen Gefallen daran haben könnten.

    Liebe Grüße 🙂

    http://happyface313.com

      

    • Gabriela Urban sagt

      Oh je, was für Erwartungen haben diese Agenturen / Firmen? Dass eine 5- Euro Creme schon Lohn genug ist, dass ein Blogger darüber einen authentischen Bericht schreibt? Ich kann nur mit dem Kopf schütteln …

      Das traurige an dem Fall, den ich in meinem Artikel beschreibe, ist, dass die beteiligte PR-Agentur überhaupt nicht zuhört. Und die nennen sich Kommunikationsprofis! Auf ihren Aufruf hat sich eine sehr sachliche Diskussion entwickelt mit einer wirklich konstruktiven Kritik – und was tuen die PR-Mitarbeiter? Weisen alles von sich, deren Angebot wäre doch so toll und überhaupt. Anstatt selber mal zu reflektieren und wirklich zuzuhören, wie die Blogger es sehen.

      Die Chefin hatte mir sogar noch ne Mail geschrieben, alles von sich gewiesen und meinen Beitrag als „unqualifizierten Rundumschlag“ bezeichnet … Naja, ich bin halt nicht vom Fach und ja auch nur ein blöder Blogger 😉 Liebe Grüße Gabriela

        

  15. Hi Gabriela,

    hab deine Überschrift gerade bei Twitter entdeckt und wurde neugierig. 😉 Als meine Blogs im Jahre 2009 im Aufbau waren, hatte ich noch wenig Erfahrung und habe mich über solche Anfragen gefreut. Momentan führe ich einen Mamablog, einen Beautyblog und einen Reiseblog. Am besten läuft der Mamablog (auch finanziell), da ich dort besonders aktiv bin. Hab zwei Blogs im Jahr 2009 gegründet und einen im Jahr 2011. Ich erhalte häufig bezahlte und faire Anfragen. Natürlich sind auch bescheuerte Sachen dabei. Wir möchten „do follow“ Link und haben kein Budget (wer kennt das nicht 🙂 ) ?

    Deinen Schreibstil finde ich witzig. Ich schau hier mal öfter nach.

    Lieben Gruß von Elischeba

      

  16. Liebe Gabriele,
    zunächst einmal finde ich es toll, dass du deine Seele „gelüftet“ hast. Wo sonst als auf deinem eigenen Blog sollte das möglich sein? Denn vergessen wir nicht, dass es im ursprgl. Sinn ein Webtagebuch ist. Also raus mit den Gefühlen. Ich blogge seit 2 Jahren auf meiner Unternehmensseite „nebenbei“ und Anfang März habe ich mein Reiseblog gelauncht. Trotzdem ich weiß, da draußen gibt es zahllose andere (Reise-)Blogger, trotzdem ich nicht zu hoffen wage, damit jemals einen Teil meines Lebensunterhalts zu bestreiten oder vielleicht Reisen gesponsert zu bekommen. Warum also tue ich es? Weil es eine Herzensangelegenheit ist, weil ich abseits von meinen Aufträgen (ich bin Redakteurin und Eventmanagerin) meine eigenen Texte frei von der Leber weg schreiben möchte. Und natürlich weil ich mir insgeheim erhoffe, dass meine Leser Spaß an meinen Beiträgen und Reiseerlebnissen haben. Deshalb freue ich mich über jedes Like, jeden wohlwollenden Kommentar wie Bolle. Mit diesem vielleicht etwas frommen Wunsch stehe ich offenbar nicht allein da. Sonst würde es nicht so viele Blogger geben, die vielleicht nicht alle wirklich gut schreiben können, aber einfach Spaß daran haben. Guter Content PLUS gute Schreibe ist natürlich die Top-Liga. Und das sollte – da hast du verdammt recht – auch entsprechend honoriert werden.
    Am Wochenende nehme ich zum ersten Mal an einem Reisebloggercamp im Barcamp-Format teil. Da werde ich u. a. diese Fragen stellen:
    – Wer entscheidet über guten Content, respektive guten Schreibstil?
    – Gemeinsam sind wir starkt: Kann sich die Blogger-Community absprechen, um gemeinsam Richtlinien für angemessene Honorierung zu schaffen (Bsp. Blogger Kodex)?
    Du hast mir mit deinem Blog-Beitrag gezeigt, dass diese Fragen wirklich wichtig sind.
    Danke für die Inspiration (auch an die Kommentatoren 🙂
    Liebe Grüße, Simone

      

    • Gabriela Urban sagt

      Hallo Simone, dann passt ja mein Beitrag ja thematisch gerade wie die Faust aufs Auge 😉 Ja, hin und wieder ist es wichtig, dass wir Blogger reflektieren und uns kritisch mit unseren Wünschen und Zielsetzungen auseinandersetzen.

      Ich habe auch die Gelegenheit genutzt, nicht nur um mir etwas von der Seele zu schreiben, sondern auch um über mein Blogger-Dasein nachzudenken … Und obwohl manche Erkenntnisse frustrierend sind, hat das Reflektieren sehr gut getan. Liebe Grüße Gabriela

        

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